Checkliste

Sind Sie ein Existenzgründer-Typ?

Von Carolin Fischer
Am

Eine wichtige Rolle für Existenzgründer spielt, dass Festanstellungen in Unternehmen immer rarer werden. Für andere überwiegt die Tatsache, dass sie weniger Hierarchien und langen Entscheidungsprozessen ausgesetzt sind. Zudem genießen es viele Gründer, ihr eigener Chef zu sein. Prüfen Sie, ob Sie wirklich ein Existenzgründer-Typ sind.

1. Können Sie mit Einkommensschwankungen leben?

Das Einkommen in der Selbständigkeit wird schwanken. Es gibt Zeiten mit hohem Einkommen und solche, bei denen es niedrig ist. Können Sie mit solchen Schwankungen umgehen und haben Sie auch genug Disziplin, in guten Zeiten Geld zurückzulegen? Oder neigen Sie dazu, wenn Geld vorhanden ist, es auch gleich auszugeben? Im Gegensatz dazu ist es wichtig, in nicht so rosigen Zeiten auch mit geringem Verdienst auskommen zu können.

2. Sind Sie ein risikofreudiger Typ?

Sie gehen mit einer Unternehmensgründung ein gewisses Risiko ein. Das ist natürlich um so größer, wenn Sie Kredite aufnehmen oder Angestellten monatlich ihr fixes Gehalt auszahlen müssen. Werden Sie sich bewusst, ob Sie mit diesem Risiko umgehen können.

3. Können Sie Kaltakquise  betreiben?

Gerade wenn man ein Geschäft neu startet, müssen meist Neukunden akquiriert werden. Für viele Menschen kostet dies eine große Überwindung. Auf jeden Fall sollten Sie eine hohe Frustrationsgrenze besitzen. Fragen Sie sich, ob Sie bereit sind, Kaltakquise am Telefon oder auf Messen zu machen?

4. Steht Ihr (Lebens-)Partner hinter Ihnen?

Ist Ihr Viele Existenzgründungen scheitern daran, dass der (Lebens-)Partner mit der Situation nicht umgehen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, ob er auch mit Ihrer Selbständigkeit einverstanden ist.

5. Können Sie mit unregelmäßigen Arbeitszeiten umgehen?

Selbständigkeit bedeutet zeitlich flexibel zu sein. Das heißt, Sie arbeiten, wenn Arbeit da ist. So wird es Zeiten geben, in denen Sie auch mal abends oder am Wochenende arbeiten müssen. Es kann auch möglich sein, dass sie ein oder zwei Tage Leerlauf haben. Oft ist es auch schwierig, in den ersten Jahren regelmäßig Urlaub zu machen. Können Sie mit diesen unregelmäßigen Arbeits- und Urlaubszeiten umgehen?

6. Sind Sie bereit auch alleine von zu Hause zu arbeiten?

Es ist gut möglich, dass Sie bei einer Gründung zunächst alleine von zu Hause arbeiten werden. Können Sie damit leben – zumindest in der Anfangsphase – ohne Kollegen in den eigenen vier Wänden Ihren Beruf auszuüben?

7. Können Sie mit Bürokratie umgehen?

Existenzgründung heißt Angebote und Rechnungen schreiben, Buchführung machen, Steuererklärungen ausfüllen, etc. Die Zeiten, dass ihr Einkommen jeden Monat pünktlich und ohne große Umstände wie beim Angestelltenverhältnis auf Ihrem Konto ist, sind vorbei.

8. Können Sie Ihr eigener Chef sein?

Können Sie sich berufliche Ziele selber stecken und diese auch erreichen, ohne den Druck von Führungskräften zu haben?

9. Ist genügend branchenspezifisches Know-how vorhanden?

Haben Sie genügend Know-how und eventuell eine passende Berufsausbildung für die Branche, in der Sie sich selbständig machen wollen? Wissen Sie, wie diese Branche „funktioniert“ und auch, wie Ihre Konkurrenz arbeitet?

10. Können Sie Mitarbeiter führen und Aufgaben delegieren?

Falls Sie Angestellte haben, ist es wichtig, geschickte Personalführung zu betreiben und Mitarbeiter zu motivieren. Haben Sie diese Fähigkeiten?

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Über den Autor

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Außerdem schreibt sie für verschiedene Mitarbeiterzeitschriften. Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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Kommentare

  1. von Astrid Radtke am 15.12.2011 | 11:01

    Diese Checkliste, sollte sich wirklich jeder vor einer angedachten Gründung gründlich durcharbeiten.

    Insbesondere der Punkt 6 (allein im sog. Homeoffice zu arbeiten) wird häufig unterschätzt. Neben der Gefahr der Selbstausbeutung – arbeiten gewissermaßen rund um die Uhr, kann es zu einer gewissen „Verschlampung“ der eigenen Lebensweise kommen. Hier gilt es die richtige Balance zu finden. http://www.buerodienste-in.de/2011/08/arbeiten-im-home-office-die-richtige-balance-finden/

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