Coronavirus: Soforthilfen für Kleinunternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler
Zusätzliches Hilfspaket

Coronavirus: Soforthilfen für Kleinunternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler

Von Onpulson Redaktion
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Bundesfinanzminister Scholz und Bundeswirtschaftsminister Altmaier haben umfassende zusätzliche Maßnahmen mit Soforthilfen von bis zu 50 Milliarden Euro für kleine Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe vorgelegt. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu haben wir für Sie zusammengestellt.

Warum gibt es ein zusätzliches Sofortprogramm?

„Die Bundesregierung geht in die Vollen, um auch den Kleinstunternehmen und Solo-Selbständigen unter die Arme zu greifen“, so der Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Sie brauchen die besondere Unterstützung der Bundesregierung, denn sie werden von dieser Krise besonders hart getroffen. Deshalb gibt es vom Bund jetzt schnell und unbürokratisch Soforthilfe.

Welches Ziel verfolgt das Sofortprogramm?

Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä (auch komplementär zu den Länderprogrammen).

Wie hoch sind die Soforthilfen für Kleinunternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler?

Finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen gelten für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten. Das Programmvolumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Im Einzelnen ist vorgesehen:

  • bis 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten,
  • bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten.

Was sind die Voraussetzungen um den Zuschuss zu erhalten?

Die Bundesregierung spricht hierbei ganz allgemein von wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge von Corona. Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt muss nach dem 11. März 2020 erfolgt sein.

Muss das Geld von Kleinunternehmen, Solo-Selbständigen und Freiberufler zurück bezahlt werden?

Die Bundesregierung möchte laut Olaf Scholz einen Zuschuss geben. Es geht nicht um einen Kredit. Es muss also nichts zurückgezahlt werden. Damit sollen kleine Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe erreicht werden. Also diejenigen, die jetzt besondere Unterstützung benötigen.

Aus welchen Branchen können Zuschüsse beantragt werden?

Die Zuschüsse können von Kleinstunternehmen und Solo-Selbständigen aus allen Branchen beantragt werden.

Handelt es sich hierbei um einen Kredit oder um einen Zuschuss?

Es handelt sich bei der neuen Sofortmaßnahme um einen Zuschuss und nicht um einen Kredit.

Wie erfolgt die Mittelbereitstellung?

Die Mittelbereitsstellung erfolgt durch den Bund (Einzelplan 60); Bewirtschaftung durch BMWi, Bewilligung (Bearbeitung der Anträge, Auszahlung und ggfs. Rückforderung der Mittel durch Länder/Kommunen; Rechtsgrundlage: Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020.). Die finanziellen Mittel können Sie bei Ihrer regionalen IHK beantragen.

Foto/Thumbnail: ©Frank-Peters /Depositphotos.com

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