Unternehmensgründung in der Krise: Jetzt erst recht in die Selbständigkeit?
Chance für einen Neuanfang

Unternehmensgründung in der Krise: Jetzt erst recht in die Selbständigkeit?

Von Mike Warmeling
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Aufgrund des Coronavirus und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Krise zerplatzt aktuell bei so manchem potenziellen Gründer der Traum von der Selbstständigkeit − denn wer wagt schon den Sprung ins Ungewisse, wenn die wirtschaftliche Zukunft des Landes so unsicher erscheint? Dabei bietet eine Krise immer auch die Chance für einen Neuanfang.

Wer es als Gründer wirklich ernst meint, sollte keine Ausreden suchen, warum es mit der Selbstständigkeit nicht funktionieren wird, sondern Lösungen finden. Auch sollte er sich ein Geschäftszweig suchen, der nicht absolut von der Krise in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Krisenresistentes Standbein aufbauen

Ob aktuell der richtige Zeitpunkt für eine Unternehmensgründung ist, hängt stark vom eigenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung ab, denn nicht alle Branchen sind gleich stark von der Corona-Krise betroffen. Während man momentan niemandem empfehlen würde, ein Unternehmen in der Gastronomie zu eröffnen, sieht es in anderen Branchen ganz anders aus. Viele Produkte, die online vertrieben werden können, erleben gerade eine hohe Nachfrage. Aber auch digitale Leistungen wie Online-Marketing boomen.

In einigen Geschäftszweigen entwickelt sich auch erst durch die Krise ein höherer Bedarf, zum Beispiel bei Programmen für das Arbeiten aus dem Home-Office oder Online-Diensten für das E-Learning. Letztendlich müssen Gründer daher immer die richtige Nische für sich finden. Ob man in der Krise gründen sollte, hängt aber auch von den eigenen zeitlichen Kapazitäten ab. Insbesondere Angestellten, die in Kurzarbeit gehen mussten, bieten sich an dieser Stelle auch neue Chancen. Die hinzugewonnene Zeit können sie zum Beispiel nutzen, um nebenberuflich ihr eigenes Unternehmen zu gründen, bevor sie ihre Festanstellung aufgeben.

Nicht bei null anfangen

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten kommt es auf eine solide Finanzplanung an. Dabei sollten Gründer unbedingt auch das Worst-Case-Szenario durchspielen, um auf etwaige Schwierigkeiten vorbereitet zu sein. Wer während der Krise nicht vollkommen auf sich allein gestellt gründen möchte, kann sich auch dazu entscheiden, in ein bestehendes Franchisesystem einzusteigen. Dies hat den Vorteil, dass Gründer sich sicher sein können, dass es sich um ein bereits erprobtes Geschäftskonzept in einem sich lohnenden Markt handelt.

Das Risiko bleibt daher überschaubar. Da dem Gründer in der Regel ein erfahrener Partner und zahlreiche Schulungsmaterialien zur Verfügung stehen, muss er sich das Wissen rund um Fördergelder, Steuern oder bürokratische Anträge nicht allein erarbeiten. Gleichzeitig ist er aber trotzdem selbstständig und führt sein eigenes Unternehmen. Krisen sorgen bei vielen Menschen dafür, dass sie sich Gedanken darüber machen, was sie wirklich im Leben erreichen wollen. Wer nun bemerkt, dass er in seinem Angestelltenverhältnis schon lange unglücklich ist, sollte tätig werden und sich neue Perspektiven für seine Zukunft überlegen.

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Foto/Thumbnail: ©VitalikRadko/Depositphotos.com

Über den Autor

Mike Warmeling, Gründer Warmeling Consulting

Mike Warmeling Mike Warmeling hat nach seiner Karriere im Vertrieb sich als Speaker und Erfolgstrainer aus Osnabrück sowie Gründer von Warmeling Consulting etabliert. Seit 2009 vertreibt Warmeling Consulting unterschiedliche Lizenzen im Bereich des Franchisings und erleichtert Unternehmensgründern mit einem fertigen System den Einstieg in die Selbstständigkeit. www.warmeling.consulting
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