Im Gründerportrait

Elena Kirchner und Mirjam Peters, Gründerinnen von uma, der Gesundheitsapp für die Schwangerschaft

Am

Die App uma, die Elena Kirchner und Mirjam Peters entwickelt haben, soll die erste digitale Gesundheitsanwendung für Schwangere werden. Sie begleitet Frauen durch die Schwangerschaft und vernetzt sie digital mit ihrer Hebamme und ihren Ärzten. Die Kosten zahlt nach dem neuen Gesetz zur Digitalen Versorgung (DVG), analog zu Medikamenten, die Krankenkasse.

Name: Elena Kirchner, Mirjam Peters

Titel: uma – Die Gesundheitsapp für die Schwangerschaft

Geburtsjahr: 1989

Position: Gründerinnen

Vita Mirjam Peters: Mirjam Peters vereint ihre Erfahrung als praktische Hebamme und Mutter mit einer wissenschaftlichen Perspektive und Erkenntnissen über die Funktionsweise des deutschen Gesundheitssystems. In ihrer Promotion konnte sie ihr Wissen über die Bedürfnisse von Frauen in der Schwangerschaft und wie diese am besten adressiert werden können in ein Modell überführen. Durch uma wird dies alles nun in eine App gebracht.

Vita Elena Kirchner: Elena Kirchner entwickelt seit ihrem Studium intelligente Produkte mit dem Fokus auf die Zielgruppe der Schwangeren und Neugeborene. So gewann sie mit ihrer Bachelorarbeit, einem Ordnungssystem für Kinder, den German Design Award 2020. Nachdem Sie nach ihrem Studium einige Jahre in einem Start-Up die Produktentwicklung und Marketingabteilung aufbaute, wuchs der Wunsch in Ihr etwas Neues zu wagen und ein innovatives Produkt mit maximalem Mehrwert für die werdenden Mütter zu entwickeln.

Lebensmotto: Glaube an dich und deine weiblichen Capabilities!

Über das Unternehmen

uma
Teichstraße 16e
50827 Köln
Gründungsjahr: 2020
Mitarbeiter: 6

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Uma soll die erste Digitale Gesundheitsanwendung für Schwangere werden. Sie begleitet Frauen durch die Schwangerschaft und vernetzt sie digital mit ihrer Hebamme und Ärzten. Die Kosten werden nach dem neuen Gesetz zur Digitalen Versorgung (DVG), analog zu Medikamenten, von den Krankenkassen übernommen.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Uma baut auf der Promotion der Gründerin Mirjam Peters im Bereich Hebammenwissenschaft und Versorgungsforschung auf, in der sie sich intensiv mit den komplexen Bedarfen und Bedürfnissen von Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auseinandergesetzt und damit, wie diese optimal adressiert werden können. Mit uma wird dies nun in ein digitales Produkt gebracht.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?

Mirjam Peters erfüllt den fachlichen Part und das Business Development.
Elena Kirchner erfüllt den kreativen und Marketing / Strategischen Part des Unternehmens.

Die Gründerinnen der Gesundheitsapp uma, Elena Kirchner und Mirjam Peters

Die Gründerinnen der Gesundheitsapp uma, Elena Kirchner und Mirjam Peters. Foto: ©Rheinproduktiv.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Wir begleiten Frauen individuell und sehen und als Teil der gesundheitlichen Versorgung. Daher gehen wir auch den langen Weg der Zertifizierung als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGa). Wir grenzen uns damit klar von eher unterhaltenden Apps ab.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Ein Produkt zu erschaffen das einen Mehrwert für die Gesellschaft hat, bei dem ich meinen Enkeln einmal sagen kann „schau, wir haben damals die Gesundheitsversorgung der Frauen revolutioniert“

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

  1. Mit Uma ein Teil der zertifizierten und verschreibungsfähigen Gesundheitsanwendungen zu werden (DIGA´s)
  2. Das Team von uma zu vergrößeren
  3. Anschlussprodukte zu entwickeln

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

  1. Das Team zu finden
  2. Die EFRE Förderung erhalten
  3. Andauernde Medizinprodukt-Zertifizierung

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Ihr Unternehmen aus und wie wollen Sie diese meistern?

Zum Glück gehören die Digitalen Gesundheitsanwendung zu den Gewinnern der Pandemie. Durch diese Ausnahmesituation ist noch einmal viel klarer geworden, wie wichtig es ist, dass unsere Gesundheitsversorgung digital ausgebaut wird. Wir erhoffen uns, dass wir diesen frischen Wind für unsere Unternehmung nutzen können.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Wir sind derzeit EFRE Start-Up Transfer gefördert, diese Förderung besteht in Kooperation mit der hsg Bochum, bei der wir als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen angestellt sind. Die Förderung endet im Juli 2021. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die App finalisiert und gelauncht. Wir sind derzeit auf der Suche nach Investoren für eine Anschlussfinanzierung.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

Auf jeden Fall.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weiter geben?

Sucht nach Menschen, die die gleiche Vision mit Euch teilen und im besten Fall ein komplementäres Wissen haben. Man kann so viel voneinander lernen und gemeinsam wachsen.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Derzeit sind wir komplett. Wir freuen uns aber immer über Interessierte und neue Kontakte. Wie gesagt, wir wollen schnell wachsen.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

  1.  Wir lieben unseren Job, aber auch unsere Familien und Hobbies. Wir halten nichts von 24/7 Arbeit.
  2. Wir arbeiten agil und remote aus ganz verschiedenen Städten, manchmal auch Ländern, heraus.
  3. Gemeinsam brennen wir für die übergeordnete Vision die Schwangerenversorgung zu digitalisieren.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminster. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Wirtschaftsunterricht ab der Klasse 2

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Frau Dr. Prof.in Rainhild Schäfers, die uns als Mentorin und Unterstützerin der 1. Stunde sehr geholfen hat. Außerdem natürlich unserem Team, ohne das uma nicht an dem Punkt wäre, an dem wir bereits stehen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Mirjam: Mit Jens Spahn würde ich gerne zu einem Dinner gehen. Ich finde es beachtlich, dass er in einem so unglaublichen Tempo so viel Innovation auf die Straße gebracht hat und dies in einem so schwierigen Feld, wie dem Gesundheitsministerium.

Elena: Ich schätze mit der Unternehmerin Iris Apfel. Eine wahnsinnig inspirierende Frau, die sich nie beirren ließ, dabei unglaublich agil und erfinderisch arbeitete und mit 83 eine Stilikone wurde. Gerne würde ich mich mit ihr über ihre Erfahrungen als Geschäftsfrau unterhalten, immerhin trennen uns 60 Jahre, und ich fände es spannend vor welchen Schwierigkeiten sie als Unternehmerin so stand.

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