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Drei Garantien für einen Founding-Flop
Scheitern in Gründungsphase

Drei Garantien für einen Founding-Flop

Porträtfoto von dem Verkaufstrainer Dirk Kreuter
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Ein Unternehmen zu gründen kann die Verwirklichung der eigenen Träume und finanziellen Erfolg für die Zukunft bedeuten. Doch wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, kann sich das Vorhaben auch schnell zum Albtraum entwickeln. Anbei drei Fehler, die jeder Gründer von Beginn an vermeiden sollte.

1. Commitment unter 100 Prozent

Eine fixe Idee, ein gutes Geschäftsmodell, ein Produkt, das der Markt braucht – so beginnt fast jeder Weg in die Selbstständigkeit. Schön und gut bis hierher, doch lauert der erste Stolperstein schon an der nächsten Ecke: Fehlendes Commitment. Wer sich dazu entscheidet eine Unternehmensgründung voranzutreiben, darf dies niemals nur als Nebenjob verstehen.

Das Ruder aus der Hand zu geben, erweist sich besonders in der wichtigen Anfangsphase als fatal. Wer sich nicht die notwendige Zeit nimmt – sei es aufgrund eines anderen Jobs oder des Privatlebens mit Familie und Freunden – riskiert, dass das eigene Herzensprojekt durch eine dritte Partei an die Wand gefahren wird.

Nur voller Einsatz bringt vollen Erfolg! Diese komplette Hingabe endet zudem nicht innerhalb des eigenen Unternehmens, auch der Markt, in dem dies operiert, muss im Blick behalten werden. Gründen hinter verschlossener Tür stellt sich oft genug als Fehler heraus, den viele angehende Unternehmer begehen. Businesspläne oder Produktentwicklungen, die ohne Feedback von außen oder Miteinbeziehung der potenziellen Kundschaft entwickelt werden, verfehlen nicht selten am Ende das eigentliche Ziel und scheitern zwangsläufig. Nur wer wachsam bleibt und flexibel auf sich verändernde Marktsituationen reagiert, kann sein neues Unternehmen langfristig erfolgreich aufstellen.

2. Mit den falschen Vorstellungen

Sich selbst Ziele zu setzen, kann hinsichtlich des Durchbruchs oder Scheiterns das Zünglein an der Waage bedeuten – und diese Bestreben können auch gar nicht ambitioniert genug ausfallen. Doch Vorsicht: Eine eigene Geschäftsidee zu haben und diese auch noch erfolgreich auf die Gleise zu setzen, kann extrem beflügeln und eine trügerische Anfangseuphorie auslösen. Wer seine ersten Errungenschaften durch die rosarote Brille betrachtet, läuft Gefahr, in die Falle einer falschen Bewertung zu tappen: Einmal nicht aufgepasst und plötzlich warten höhere Kosten als errechnet, unzufriedene Kunden, Ärger mit den Behörden oder Qualitätsprobleme beim eigenen Produkt. Hier gilt es die eigenen Vorstellungen immer und immer wieder mit der Marktrealität abzugleichen und dementsprechende Reaktionen folgen zu lassen.

Sollte ein Founder sein Unternehmen dann doch in stürmigere Gefilde gesteuert haben, gilt es Ruhe zu bewahren. Wer mit Herzblut bei der Sache ist, verkraftet auch mal einen Rückschlag. Aufgeben ist keine Option und auch die selbst gesteckten Ziele bleiben unangetastet. Wer diese weiterhin fokussiert, wird sie auch erreichen – es muss nicht immer der erste Weg sein, der sofort zum Erfolg führt.

3. Einzelkämpfer aufgepasst

Die Auswahl der Mitstreiter – sei es beim Personal oder sogar dem Gründungsteam, dem Founding – kann schon von Beginn an entscheidenden Einfluss auf den weiteren Weg nehmen. Wer diesen sofort gemeinsam beschreitet, kann zu einer Art Familie zusammenwachsen, doch gilt es auch hier Vorsicht walten zu lassen: Dysfunktionale Beziehungen innerhalb des Unternehmens haben ebenso wie in Familien das Potenzial, überzukochen und großen Schaden anzurichten. Daher: Mitstreiter sorgfältig auswählen!

Viele Unternehmen scheitern schon daran, dass ihr Founder bei der Gründung einfach jeden Bekannten mit ins Boot holt, dem aber leider die nötige Kompetenz oder einfach das langfristige Interesse fehlt. Gibt es keinen passenden Kandidaten, bleibt vorerst nur der Weg des Einzelkämpfers. In diesem Fall erweist es sich als noch wichtiger, sich ein stabiles und gesundes Umfeld zu schaffen.

Essenziell ist der familiäre Rückhalt beim Gründen eines Unternehmens. Nicht wenige unterschätzen den Zeit- und Arbeitsaufwand einer Gründung – wer sich an dieser Stelle verzockt und pünktlich um 17 Uhr zu Hause bei den Kindern sein muss, hat ein Problem. Auch ist die kostenfreie Hilfe aus der Familie nie zu unterschätzen und sei es nur ein ehrliches Feedback.

Fehler von heute bringen den Erfolg von morgen

Praktisch für alle Gründer, die ihren Weg noch vor sich haben: Dank der genannten Flops vieler anderer zuvor müssen sie die angesprochenen Fehler nicht mehr alle selbst begehen. Wer die genannten Punkte beachtet, erhöht seine Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensgründung immens.

Klingt zu schwer, zu kompliziert, zu intensiv? Auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag, sollte sich niemand entmutigen lassen. Fehler sind nämlich nie vollständig ausgeschlossen – denn steinig scheint der Weg zum erfolgreichen Business und wenn es einfach wäre, würde es jeder tun. Dass Scheitern keineswegs als Makel, sondern als große Chance zu begreifen ist, lernen viele Neu-Entrepreneure zunächst auf die harte Tour.

Um sich Kummer und Selbstzweifel von Beginn an zu ersparen, muss eine gesunde Fehler- und Lernkultur her, die sowohl Höhen als auch Tiefen der geschäftlichen Weiterentwicklung abdeckt. Das Wichtigste ist, die großen Ziele niemals zu korrigieren, sondern vielmehr die gesamte Energie in den Prozess zu stecken, der zum Erreichen dieser führt – auch, wenn dies nicht auf Anhieb geschieht. Ohne Ziele fehlt nun mal die Orientierung, um erfolgreich sein zu können.

Bildnachweis: ©istockphoto.com/Ong-ad Nuseewor

Über den Autor

Porträtfoto von dem Verkaufstrainer Dirk Kreuter

Dirk Kreuter Dirk Kreuter ist Europas bekanntester Verkaufstrainer. In den letzten 32 Jahren hat er sowohl DAX-Konzernen als auch kleinen und mittelständischen Unternehmen Millionenumsätze beschert. 2016 änderte er seinen Fokus und konzentriert sich seitdem auf offene Seminare. Dirk Kreuter ist Autor, Co-Autor und Mitherausgeber von über 30 Fachbüchern, DVDs, E-Books, Newslettern und Hörbüchern. www.dirkkreuter.com
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