Unternehmensführung

Jeder dritte Firmenzusammenschluss weist Schwächen in der Umsetzung auf

Daher fehlt Verantwortlichen häufig die Routine, um nach dem Eigentumsübertrag die nötige Integrationsarbeit im Target-Unternehmen leisten und die dafür notwendigen Ressourcen korrekt einschätzen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Potenzialanalyse Post Merger Integration“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

„Viele Unternehmen wollen von geplanten Synergie-Effekten profitieren, bevor die Integration abgeschlossen ist“, sagt Jan Koppetsch, Experte für Post Merger Integration bei Steria Mummert Consulting. Damit steigt der Druck auf die Fach- und Führungskräfte, Firmenphilosophie, Abläufe und Technik möglichst schnell unter ein Dach zu bringen. „Vor allem Mitarbeiter in Schlüsselpositionen sind davon betroffen. Neben dem Tagesgeschäft müssen sie die neuen Anforderungen umsetzen und erreichen Auslastungen von bis zu 160 Prozent. Viele erfahrene Manager und Fachkräfte schauen sich daher vorzeitig nach neuen Herausforderungen um und fehlen deshalb in der wichtigen Post-Merger-Phase.“

Darüber hinaus sieht jede zweite Fach- und Führungskraft bei der Steuerung der Projekte Verbesserungspotenziale. „Unternehmen, die vor einer Fusionsentscheidung stehen, sollten sich zuerst ein Bild über alle Ressourcen im eigenen Haus machen“, so Koppetsch. „Erfahrungsgemäß dauert ein Merger-Prozess bis zu zwei Jahre. In dieser Zeit müssen sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass die neu geschaffene Organisation den geschäftlichen Anforderungen entspricht und dass die benötigte Manpower für die zusätzlichen Aufgaben tatsächlich zur Verfügung steht.“


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