5 Tipps zum Erstellen eines einzigartigen Unternehmenslogo
Corporate Identity

5 Tipps zum Erstellen eines einzigartigen Unternehmenslogo

Von Eva Missling
Am

Ein neues Logo aufzusetzen ist keine kurzfristige Angelegenheit. Hierbei geht es darum, einem Unternehmen einen Stempel aufzudrücken, der bei der Zielgruppe bestimmte Assoziationen hervorruft. Um ein solches Logo zu finden, müssen einige Dinge beachtet werden. Welche das sind, zeigt der folgende Beitrag.

1. Das Unternehmenslogo sollte einfach sein

Keep it simple! So einfach dieser Ratschlag auch ist, so schwer ist er oftmals in die Tat umzusetzen. Die erfolgreichsten Unternehmen haben meist die einfachsten Logos. Sie zeichnen sich durch eine klare Linienführung aus und verzichten auf Elemente, die das Auge des Betrachters von der eigentlichen Message ablenken. Gute Beispiele hierfür sind zum Beispiel das Braun– sowie das VW-Logo, die sehr eingängig gestaltet sind.

2. Einzigartigkeit sollte vorhanden sein

Das Letzte, was ein Unternehmer sich wünscht, ist, dass sein Logo mit dem eines Mitbewerbers verwechselt wird. Dementsprechend wichtig ist es, bei der Erstellung eines Logos auf dessen Einzigartigkeit zu setzen. Am besten gelingt dies, wenn man sich erst einmal einen Überblick über die bereits existierenden Logos verschafft und ausgehend davon etwas ganz Neues kreiert. Um Überschneidungen zu vermeiden, sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Farbgebung, Form, Symbolik und den besonderen Flow eines Logos legen. Die Farben und Formen des Lidl-Logos sind ein gutes Beispiel für die Wiedererkennbarkeit einer Marke. Selbst wenn der Lidl-Schriftzug fehlt, ist jeder in der Lage, das Logo dem Unternehmen zuzuordnen.

3. Ein Wiedererkennungswert muss gegeben sein

Täglich prasselt eine Vielzahl von Werbebotschaften auf die Konsumenten ein. Fernsehwerbung, Reklametafeln wie auch Werbebanner und Pop-ups versuchen sie zum Kauf zu animieren. Die Anzeigen, die dabei die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sind in der Regel diejenigen, die am „lautesten“ sind. Das Problem ist jedoch, dass das Gehirn lernt, diese „Lautstärke“ herauszufiltern, sodass eine solche Werbung nach kurzer Zeit ihre gewünschte Wirkung verfehlt.

Daher sollte man überlegen, wie ein Logo beschaffen sein muss, um diesen mentalen Filter zu überwinden. Die Wahl sollte auf ein Signet fallen, dessen Design stark genug ist, damit sich die Menschen daran erinnern und es sofort wiedererkennen. Dies gelingt beispielsweise der Deutschen Bank mit ihrem Logo: Der Schrägstrich in dem Quadrat steht für dauerhaftes Wachstum und eine dynamische Entwicklung. Der quadratische Rahmen, der das Symbol umschließt, steht im übertragenen Sinne für die sichere Umgebung, in der dies stattfindet.

4. Das Unternehmenslogo sollte klar sein

Bei der Wahl eines Logos sollte man seine Zielgruppe mit einbeziehen. Wer ist sie? Und welche Erwartungen stellt sie an das Unternehmen? Zudem muss man sich fragen, was das Logo über das Unternehmen aussagen soll. Verkörpert es Leistung, Tradition, Schnelligkeit, Flexibilität, Gesundheit, Spaß oder Verbundenheit? Jedes dieser Attribute kann die Kernaussage eines effektiven Logo-Designs sein. Beim Autobauer Mercedes ist die Aussage hinter dem Stern sehr komplex, aber man hat einen großartigen Weg gefunden, diese zu kommunizieren. Das Logo soll den Einsatz der Motoren in Landfahrzeugen, Schiffen und in der Luftfahrt verbildlichen. Das Ergebnis ist ein dreizackiger Stern – einfacher und effizienter geht es nicht.

5. Das Logo sollte anpassungsfähig sein

Ein Logo ist das öffentliche Gesicht eines Unternehmens. Daher muss es unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden können. Egal, ob ein Fuhrpark, Verpackungen, Online-Anzeigen, Sneaker, T-Shirts, Boxen oder Taschen mit dem Logo versehen werden sollen. Ein gutes Symbol erkennt man auf den ersten Blick wieder, unabhängig davon, ob es farbig oder schwarz-weiß ist oder unterschiedliche Größen hat. Man erkennt es sowohl auf großen Reklametafeln als auch als Twitter-Profilbild – ein kleinteiliges, verspieltes Logo wird derartigen Ansprüchen nicht gerecht.

Abschließend noch ein Tipp:

Bei der Wahl eines Logos sollte man sich nicht nur von seinem ersten Eindruck oder Bauchgefühl leiten lassen. Um eine fundierte Entscheidung im Sinne des Unternehmens zu treffen, gilt es, so viele Menschen wie möglich, bestenfalls auch die Zielgruppe, um Feedback zu bitten. Auf diese Weise erhält man eine objektive Entscheidungshilfe, die einen wichtigen Beitrag bei der Suche nach einem Symbol für das Unternehmen leistet.

Über den Autor

Bild von Maren Fliegner

Eva Missling Eva Missling ist General Manager Europe von 99designs.Das Unternehmen ist der weltweit größte Online-Marktplatz für Grafikdesign basierend auf dem Crowdsourcing-Prinzip. Designer können Entwürfe für Logos, Webseiten & Co. nach den Briefing-Anforderungen eines Kunden gestalten und im Wettbewerb vorschlagen — der Gewinner bekommt das Preisgeld für sein Design und einen neuen Kunden.
Zum Autorenprofil

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.