Personalbeschaffung

Arbeitnehmerüberlassung für Akademiker – geht das?

Von Onpulson Redaktion
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Ein klares Ja – vor allem natürlich für Akademiker mit Abschlüssen in wirtschaftlich-technischen Berufen wie etwa IT, Engineering und Management. Quereinsteiger aus geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen werden meist nicht direkt angesprochen.

Personaldienstleister wie Randstad Professionals bieten zahlreiche Stellen für Diplom-Ingenieure oder Mitarbeiter mit Bachelor- oder Masterabschlüssen an. Hin und wieder wird in den Stellenausschreibungen auch ein PhD als Einstellungskriterium angegeben. Akademiker mit Berufserfahrung werden hier ebenso gesucht wie Mitarbeiter, die frisch von der Uni kommen. Die für weitere Anstellungen nötige Erfahrung können sie dann durch die Arbeit beim Personaldienstleister sammeln.

Schlechter Ruf von Zeitarbeitsfirmen ist hier unangebracht

Im Bereich hochqualifizierte Arbeitnehmerüberlassung ist das allgemein eher schlechte Image von Zeitarbeitsfirmen unverdient, da sie kaum mit Personaldienstleistern für niedrig oder nicht qualifizierte Arbeitnehmer vergleichbar sind. Viele große Technik- und Industriekonzerne haben die Entwicklungs- und Forschungsabteilung mittlerweile an Entwicklungsdienstleister outgesourct, die diese Aufträge dann entweder bei den Partnerunternehmen oder im eigenen Haus in festen Teams und Räumlichkeiten durchführen.

Daraus ergeben sich häufig langfristige Partnerschaften. Die Ausgaben deutscher Industrieunternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt – das Budget für externe Dienstleister hat sich im selben Zeitraum aber sogar vervierfacht. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern von Seiten der Arbeitgeber schon seit langem etabliert ist.

Berufseinstieg für Akademiker

Für Akademiker ist die Arbeitnehmerüberlassung eine erstklassige Möglichkeit für den ansonsten manchmal schwierigen Berufseinstieg. Auch für den Wiedereinstieg nach einer Schwangerschaft ist die Anstellung beim Personaldienstleister eine gute Wahl. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmerüberlassungen oft exklusive Stellen vermitteln können, die sonst nirgends ausgeschrieben sind.

Durch den Einsatz in mehreren aufeinanderfolgenden Projekten kann man sich als Arbeitnehmer in verschiedenen Bereichen ausprobieren und vielfältige Erfahrungen sammeln, die einem auf dem weiteren Karriereweg nützlich sein werden. Durch die Mitarbeit in unterschiedlichen Betrieben kann man die Arbeitsweise der Partnerfirmen genau kennenlernen, wichtige Kontakte knüpfen und sich ein eigenes Bild der Firmen jenseits vom Image machen. Trotz der wechselnden Aufgaben hat man dabei aber stets die Festanstellung beim Personaldienstleister im Rücken, die einem finanzielle und persönliche Sicherheit bietet.

Flexibilität und viel Erfahrung

Durch die Arbeit in festen Teams und Projekten, die von einigen Monaten bis hin zu wenigen Jahren dauern können, kann man als Arbeitnehmer relativ viel Kontinuität bekommen. Natürlich muss man als Arbeitnehmer bei einem Personaldienstleister aber auch ein gewisses Maß an Flexibilität mitbringen – es liegt in der Natur der Sache, dass man als Projektmitarbeiter eben in verschiedenen aufeinanderfolgenden Projekten eingesetzt wird. Dafür ist nicht jeder geschaffen. Manche schätzen aber genau diese Vielseitigkeit und Abwechslung an ihrem Beruf – Mitarbeiter berichten auf Bewertungsportalen von den vielen interessanten Aufgaben, die sie immer wieder betreuen konnten und einem guten Zusammenhalt im Kollegenkreis. Hinzu kommen die Weiterbildungen, die vom Personaldienstleister gefördert werden und die guten Karrierechancen.

Ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter

Viele Personaldienstleister haben eine Personalvermittlung unter demselben Dach und können die eigenen Mitarbeiter zur Festanstellung in Partnerunternehmen und damit zur nächsten Sprosse auf der Karriereleiter vermitteln. Denn nach wie vor sehen viele Akademiker eine Anstellung bei einem Personaldienstleister trotz Festanstellung nur als „Sprungbrett“ in ein anderes Unternehmen – allerdings ein sehr gutes. So gut, dass die Wechselwilligkeit der Arbeitnehmer mittlerweile sogar droht, die Personaldienstleister in Bedrängnis zu bringen – der Wechsel zu einem Partnerunternehmen macht rund zwei Drittel der Kündigungsgründe bei Personaldienstleistern aus. So müssen auch diese ihre Arbeitsplätze immer attraktiver gestalten, damit ihnen das Personal nicht ausgeht, wovon wiederum die Arbeitnehmer profitieren.

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