Employer Branding

Was Führungskräfte beim Arbeitgebermarketing beachten müssen

Von Onpulson Redaktion
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Employer Branding geht nur mit Führungskräften. Niemand im Unternehmen trägt eine Arbeitgebermarke mehr in die breite Belegschaft. Sie sorgen dafür, dass sich die Marke entwickeln kann, und leben wichtige Arbeitgeberwerte vor. Was müssen Führungskräfte also für das Employer Branding beachten?

Führungskräften kommt beim Employer Branding eine besondere Rolle zu: Sie verkörpern eine strategische Maßnahme der Arbeitgeberkommunikation. Foto: ©mindscanner/Depositphotos.com

Aufbau der Marke

Beim Employer Branding kommt es im Kern darauf an, das Arbeitgebernutzenversprechen herauszuarbeiten und an kommende und bleibende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kommunizieren. Dieser Nutzen kann von flexiblen Home-Office-Modellen bis zu sozialem Engagement des Arbeitgebers reichen. Wenn dies klar ist, kann über verschiedene strategische Maßnahmen eine Arbeitgebermarke aufgebaut werden, um ein Unternehmen anhand von authentischen Arbeitgeberwerten von anderen Arbeitgebern abzugrenzen. Führungskräften kommt dabei eine besondere Rolle zu: Sie verkörpern eine strategische Maßnahme der Arbeitgeberkommunikation. Führungskräfte stehen im Unternehmen für die Unternehmenskultur. Sie leben sie vor, sie gestalten sie mit und sie sind einer der wichtigsten Gründe, warum sich Arbeitnehmer langfristig im Unternehmen wohlfühlen. Hier sollen drei Aspekte vorgestellt werden, die besonders relevant sind. Unterstützung erfahren Unternehmen durch eine Employer Branding Agentur oder Personalmarketing Agentur.

Lebendige Marke

Die Arbeitgebermarke ist zunächst ein Konstrukt. Eine Außendarstellung und eine Außenwahrnehmung. Lebendig wird die Marke dadurch, dass die Werte, die diese Marke ausmachen, im Unternehmen gelebt werden. Google wäre keine so positiv besetzte Arbeitgebermarke, wenn die Arbeitskultur, inklusive Tischtennisplatten und Sitzsäcken, nicht offen gelebt würde. Eine Kernaufgabe der Führungskräfte ist es daher, die Arbeitgeberwerte vorzuleben. Sie transportieren sie in öffentlichen Auftritten nach außen und im täglichen Miteinander nach innen. Schreibt sich ein Unternehmen Flexibilität in die Arbeitgebermarke, sollten Führungskräfte Home-Office-Möglichkeiten anbieten und fördern – und nicht etwa die Augen verdrehen, wenn ein Mitarbeiter dies einfordert.

Modernes Recruiting

Wie werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überhaupt gefunden? Und wie verläuft das Onboarding? Hier können Führungskräfte aktiv eine moderne Employer Brand unterstützen. Eine Möglichkeit ist, auf Jobmessen persönlich zu erscheinen, um die Wertschätzung für neue Mitarbeiter auszudrücken. Sollten sie im Bewerbungsgespräch anwesend sein, können sie von Anfang an einen positiven Eindruck der Führungskultur vermitteln. Während der Einarbeitung sollte die Führungskraft frühzeitig Verantwortung übernehmen und die Arbeitgeberwerte an neue Kolleginnen und Kollegen weitertragen.

Fehlerkultur

Wertschätzung und Gestaltungspielraum sind zentrale Elemente einer konstruktiven Arbeitskultur. Ein wichtiger Teil davon ist, wie Führungskräfte mit Fehlern ihrer Teams und Kollegen umgehen. Gerade bei Neueinsteigern sollte klar vermittelt werden, dass Fehler dazu genutzt werden, sich zu verbessern. Konstruktives Feedback und offene Gespräche der Führungsebene sorgen bei Fehlentscheidungen für eine positive Lernerfahrung. Gerade in Bezug auf die Arbeitgebermarke ist der Umgang mit schwierigen Entwicklungen und Krisenzeiten ein bedeutendes Element. Schaffen es Führungskräfte ihre Mitarbeiter miteinzubeziehen, ist dies ein wichtiger Schritt zur Etablierung eines Images als „guter Arbeitgeber“.

Die Unternehmenskultur ist der Schlüssel

Der Schlüssel einer jeden Arbeitgebermarke ist die Unternehmenskultur. Nur was authentisch im Unternehmen gelebt wird, kann auch als echter Nutzen nach Außen kommuniziert werden. Ist die Employer Branding Kampagne auch noch so reizvoll: Sobald der neugeworbene Mitarbeiter gewonnen ist, wird er merken, ob die Werbeversprechen auch eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, so wird er sich ganz schnell woanders umschauen. Der übergreifende Punkt ist, dass Führungskräfte Hauptträger der Unternehmenskultur sind und deshalb die Arbeitgebermarke in das Unternehmen hereintragen müssen. Sie sollten das Selbstverständnis der Arbeitgeber verinnerlichen und mitgestalten. Damit sollte klar sein: Eine gute Employer Branding Kampagne funktioniert am besten, wenn Führungskräfte eingeladen sind, diese zu formen und im Nachhinein in die Markenbildung einbezogen werden.

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