Gründerporträt

Sascha Burghaus – Mitgründer der HAMBL Group

Sascha Burghaus ist Mitgründer und Geschäftsführender Gesellschafter der HAMBL Group. Er ist verantwortlich für Marketing & Vertrieb. Foto: ©Sven Brandenburg

Name: Sascha Burghaus

Geburtsjahr: 1998

Position: Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der HAMBL Group

Weitere Gründungen: aupaira (Au Pair Online- Akademie)

Vita: Anfangs in der Grundschule habe ich die klassische „Problemkindkarriere“ eingeschlagen. Ich fühlte mich unterfordert und trieb sowohl meine Lehrer als auch meine Eltern in den Wahnsinn. Erst als ich mich in der 9. Klasse mit Hilfe eines tollen Projektes selbstverwirklichen konnte, habe ich erfahren, welches Potenzial eigentlich in mir steckt und wie ich meine Energie kanalisieren muss, um dieses Potenzial gewinnbringend freizusetzen. Infolgedessen machte ich einen sehr guten Schulabschluss, welcher mir auch noch einen Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann bescherte. Diese brach ich dann aufgrund mangelnder Motivation und fehlender Sinnhaftigkeit sechs Monate vor dem Ende ab. Nach dem Abbruch meiner Ausbildung habe ich etwa zwei Jahre in einem großen Vertrieb das Verkaufen gelernt, bis ich es mir eines Tages zum Ziel gesetzt habe, die Missstände des derzeitigen Ausbildungssystems – welche ich selbst am eigenen Leib erleben durfte – auszuräumen und Menschen zur besten Version ihrer selbst zu verhelfen. Dieses Ziel verwirkliche ich heute leidenschaftlich. Nebenher bin ich auch noch als Vortragsredner unterwegs und schreibe derzeit an meinem ersten eigenen Buch zum Thema „Sinnfindung in der Arbeitswelt“.

Lebensmotto: „The Purpose of Life is a Life full of Purpose!“

HAMBL Group

Firmenadresse: Olper Hütte 5, 57462 Olpe

Tel.: 02761/947949-15

E.Mail: burghaus@hambl-group.com

Gründungsjahr: 2018

Mitarbeiterzahl: 4

Umsatz 2018 erwartet: 120.000 Euro

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Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Wir beraten und begleiten mittelständische Betriebe mit unserem markenrechtlich geschützten G.E.D.A.N.K.E®- Konzept und das in der Regel über die gesamte Ausbildungszeit hinweg. Diese Begleitung findet insbesondere in Workshop-/ und Vortragsform statt. Das Konzept als solches wird außerdem als Lizenz vergeben, wodurch wir möglichst viele Auszubildende und Führungskräfte mit unserer Methodik erreichen möchten. Die Lerninhalte haben wir in mühevoller Kleinarbeit und mit viel Liebe zum Detail aufgrund unserer eigenen, meist schlechten Erfahrungen, in unserer Ausbildungszeit zusammengestellt. Wir sind für unsere Auszubildenden und Führungskräfte Sprachrohr, Freund, Wegbegleiter und Mentor zugleich. Dadurch gelingt es uns, eine fortwährende, tiefe Bindung zu unseren Coachees aufzubauen, welche für die Wissensvermittlung essentieller Softskills von besonders großer Bedeutung ist. Hauptverantwortlich für die Durchführung und Konzeption der Workshops ist unser Workshopleiter und Chefkonzeptionist Steffen Heimel. Neben dem rollierenden und umfassenden G.E.D.A.N.K.E®-Konzept bieten wir auch Teambildungsevents in spektakulärem Rahmen (Flugplatz, Segeltörn etc.) für unsere Kunden an. Die dabei entstehenden Bilder und Videos sind insbesondere für den Bereich des Ausbildungsmarketings und der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität von besonderem Stellenwert.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Unsere eigenen, überwiegend negativen Erfahrungen mit dem Ausbildungssystem führten uns als Gründer zusammen. Wir dachten uns, dass es doch möglich sein muss, eine Ausbildung erfolgreich zu bestehen und dabei auch noch Freude zu haben. Das eigens entwickelte G.E.D.A.N.K.E® Konzept wäre das gewesen, was wir in unserer Ausbildungszeit gebraucht hätten. So machten wir es in einer mehrjährigen Reifezeit für unsere Kunden zugänglich.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?

Unser Team setzt sich aus uns Gründern: Steffen Heimel, Antonino Alfano, Björn Müsse und Sascha Burghaus zusammen. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Ausbildung wieder attraktiv und gleichzeitig für viele wieder erfolgreich zu gestalten. Während Steffen Heimel für die Konzeption und Durchführung der Workshops zuständig ist, so kümmert sich Björn Müsse um den Bereich der betrieblichen Gesundheitsfürsorge. Antonino Alfano ist für unsere Finanzen zuständig, während meine Verantwortung in Marketing & Vertrieb liegt.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Durch unser Alter von durchschnittlich 22 Jahren sind wir extrem nah an der Kernzielgruppe der Auszubildenden dran. Das bedeutet wir untersuchen nicht nur, was sie denken könnten, sondern wissen es aus unserer eigenen Erfahrung nur zu gut. Außerdem gehen wir nicht den heute so weit verbreiteten „Du kannst alles schaffen wenn du nur willst- Weg“, sondern setzen an der Persönlichkeit an, indem wir uns um grundlegende Soft-Skills, Werte und Charaktereigenschaften der Auszubildenden kümmern.

Außerdem ist unser G.E.D.A.N.K.E® Modell im Gegensatz zu vielen anderen Trainern/Coaches/Beratern, zu welchen wir uns ausdrücklich nicht zählen, ein ganzheitlicher Ansatz, der über drei Jahre hinweg praktiziert wird. Nur so lässt sich eine nachhaltige, wirklich tiefgreifende Entwicklung erzielen.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Schon früh ist mir bewusst geworden, dass ich nur als Unternehmer die Mittel und Möglichkeiten habe, um eine Veränderung in dem Ausmaß anzustoßen, wie ich es mir immer vorgestellt habe.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

Innerhalb der nächsten drei Jahre möchte ich unser innovatives und ganzheitliches G.E.D.A.N.K.E®-Konzept in Form von bundesweiten Lizenzvergaben für die gesamte Republik zugänglich machen.

Die Gründer der HAMBL Group: Sascha Burghaus, Björn Müsse, Antonino Alfano und Steffen Heimel (von links nach rechts): Foto: ©Sinan Muslu

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Natürlich spielen die finanziellen Aspekte bei jeder Gründung eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Ich persönlich bin mit einem Minus von knapp 5000€ in das Unternehmertum gestartet. Klingt im ersten Moment nicht viel. Für einen Ausbildungsabbrecher mit ungewisser Zukunft, ohne Ersparnisse oder regelmäßigem Einkommen ist es das allerdings sehr wohl. Glücklicherweise ließ sich diese Hürde aber sehr schnell überwinden, sodass wir uns um die „üblichen“ Start-Up Krankheiten kümmern „durften“. Das für alle Parteien gewinnbringende Miteinander im Team stellt hierbei sicherlich eine der größten Herausforderungen dar.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Anfangs konnten wir uns zu Teilen noch durch den ein oder anderen Aushilfsjob über Wasser halten. Heute können wir glücklicherweise von unseren erwirtschafteten Umsätzen leben, sodass wir uns voll und ganz unserer gesellschaftlichen Verantwortung widmen können.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

Jein. Grundsätzlich sehen wir derzeit keinen Bedarf an Venture- Kapitalgebern. Sollte sich allerdings eine günstige, für alle Seiten gewinnbringende Gelegenheit ergeben, sind wir für Gespräche selbstverständlich offen.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weitergeben?

Glaubt an euch und daran, dass ihr benötigt werdet. Holt euch Menschen an Bord, die weiter sind als ihr und hört niemals auf, zu lernen und zu wachsen.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Derzeit sind wir auf der Suche nach freiberuflichen „Mitunternehmern“, welche unser G.E.D.A.N.K.E®-Konzept nachhaltig an unsere Kunden vermitteln.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Das, was wir predigen, leben wir. Wir sind fest davon überzeugt, dass wahrhaftige Erfüllung als auch echtes Lebensglück unabdingbar für eine erfolgreiche, berufliche Karriere sind. Daher achten wir darauf, eine großartige Balance in unserem Alltag zu wahren und tun dies auch bei unseren Kunden und Mitarbeitern.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminster. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass die Gründermentalität insbesondere in den vielen ländlichen Regionen unserer Republik bedeutend stärker gefördert wird. Außerdem ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass die Themen „Glück, Sinn & Lebensführung“ fester Bestandteil des deutschen Ausbildungssystems werden.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

In erster Linie natürlich bei unserem fantastischen Gründerteam. Wir sind wie eine Familie zusammengewachsen und stehen uns bei Problemen aber auch bei schönen Ereignissen immer tatkräftig zur Seite. Weitere Mentoren wie Jose Espinosa, Ludger Quante aber auch meine Familie und Freunde sind ein bedeutender Teil unserer Gründungsstory. Danke dafür.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Mit dem britischen Unternehmer und Philantrop Richard Branson weil ich denke, dass er den Berufszweig des „Sozialen Unternehmers“ prägt wie kein anderer. Von Jemandem, der absolute Rentabilität mit enormen Fortschritt und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet, will ich einfach alles erfahren.


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