Abgesichert für den Ernstfall

Spezielle Versicherungen für Selbstständige

Von Carolin Fischer
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Bestimmte Versicherungen sind für jeden Pflicht. Wer Arbeitnehmer ist, der muss nur für einen Teil seiner Sozialversicherung aufkommen. Wer selbstständig ist, muss dagegen selbst für die gesamten Kosten aufkommen. Doch bestimmte Arbeitsgruppen benötigen noch ganz andere, spezielle Versicherungen. Um welche es sich handelt, soll die folgende Auflistung zeigen.

Es gibt für fast alles eine Versicherung. Der Preis richtet sich stark nach der Versicherungssumme und dem Risiko für die Inanspruchnahme. Zudem hängt der Preis auch davon ab, wie viele Versicherte es tatsächlich gibt. Je weniger Versicherte es gibt, desto teurer wird die Police. Versicherungen, deren Schadensfall extrem gering ist, werden hingegen nicht ganz so teuer sein, wie beispielsweise eine Versicherung gegen Meteoreinschläge. Der Nutzen einer Versicherung muss daher gut abgewogen werden.

IT-Haftpflichtversicherung

Wer im IT-Bereich tätig ist, dem ist eine IT-Haftpflichtversicherung ans Herz gelegt. Denn sollte die Software Fehler enthalten oder treten Sicherheitslücken auf, so kann Schadensersatz vom Kunden gefordert werden. Durch die immer stärker digitalisierte Welt kommt es immer häufiger zu Schadensfällen in der IT-Branche. Fehler sind bei komplexen Programmen dabei nie auszuschließen, sodass eine Haftpflichtversicherung sehr sinnvoll ist. Entsprechend spezialisierte Versicherer gibt es einige.

IT-Versicherung für die eigenen Strukturen

Unternehmen der IT-Branche müssen sich natürlich auch selbst vor Gefahren schützen. IT-Sicherheitsthemen wie z.B. Hackerangriffe, DDoS-Angriffe und Serverausfälle sind keine Seltenheit und können Schäden in Millionenhöhe verursachen. Daher ist es ratsam eine Versicherung für genau solche Schadensfälle abzuschließen. Doch es zeigt sich: Oft weigern sich Versicherer zu zahlen, wenn nicht klar ist, woher der Angriff stammt. Denn in den Klauseln sind kriegerische Akte und Angriffe durch Staaten nicht im Portfolio enthalten. Wird folglich im Namen eines Staates gehackt, gehen Unternehmen meist leer aus.

Haftpflicht für Fotografen

Wer selbstständiger Fotograf ist, der ist auch gewissen Risiken ausgesetzt. Geht beispielsweise die Kamera verloren, kann durchaus mal ein Schaden im fünfstelligen Bereich entstehen, je nach Kameraequipment. Nicht selten kommt es auch zu Markenrechtsverletzungen, die oft sogar ungewollt entstehen. Meist sind Unternehmen kulant und sehen nach Zurücknahme der Bilder von einer Anzeige ab, doch nicht selten wird Schadensersatz gefordert. Dies kann einige zehntausend Euro kosten. Datenverluste sind nicht nur ärgerlich, sondern teuer. Auch hier kommen die meisten Versicherungen für den Schaden auf.

Berater Haftpflicht

Wer in einer beratenden Funktion tätig ist, der muss besonders gut versichert sein. Denn bei Analysen, Einschätzungen und Ratschlägen kann es auch zu Fehleinschätzungen kommen, die für manche Unternehmen sehr teuer werden können. Schadensersatzansprüche und damit enorme Kosten sind damit verbunden. Gut, wer da versichert ist. Die Haftpflichtversicherung mit Betriebshaftpflicht kommt auch für Sachschäden mit Folgeschäden auf. Wird beispielsweise ein Laptop beschädigt, der während einer Beratung zerstört wird, kommt die Versicherung auf. Missgeschicke passieren immer mal.

Kunstversicherung

Wer gewerblich mit Kunst und Antiquitäten handelt, sollte zusätzlich versichert sein. Denn viele Kunstwerke sind nicht nur teuer, sondern unersetzlich. Beim Transport, dem Auspacken oder der Ausstellung können Unfälle passieren, bei denen das Bild oder eine Skulptur Schaden nehmen können. Für die Restaurierung oder den Schadenersatz kommt dann die Kunstversicherung zu tragen. Eine Kunstversicherung lohnt sich dabei nicht nur für Händler, sondern auch für die Künstler selbst, denn die verdienen mit ihren Werken schließlich ihr Geld.

Foto/Thumbnail: ©Pixabay.com

Über den Autor

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Außerdem schreibt sie für verschiedene Mitarbeiterzeitschriften. Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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