Gründerporträt

Arndt Kühne, Gründer und Geschäftsführer der Berliner Digitalagentur Basilicom

Von Onpulson Redaktion
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Arndt Kühne ist Gründer und Geschäftsführer der Digitalagentur Basilicom. Basilicom bezeichnet sich selbst als strategischer und technischer Partner für digitale Projekte. Das 50-köpfige Team entwickelt nutzerzentrierte, digitale Lösungen für Kunden wie Deutsche Bahn, Krombacher und Fleurop.

Geburtsjahr: 1977

Position: Gründer & Geschäftsführer

Weitere Gründungen: exitB GmbH – Mailorder- und Versandhandelslösungen, 2009

Vita: Arndt Kühne ist Gründer und Geschäftsführer der Berliner Digitalagentur Basilicom. Basilicom versteht sich als strategischer und technischer Partner für digitale Projekte. Das 50-köpfige Team kreiert nutzerzentrierte, digitale Lösungen für Kunden wie Deutsche Bahn, Krombacher und Fleurop. In seiner Position verantwortet er die Leitung des Unternehmens sowie die Geschäftsentwicklung und Zukunftsstrategie. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Agenturgeschäft ist der studierte Informatiker Experte für alle Themen der digitalen Transformation, sowie technische Innovation und Digital Commerce. Seit 2014 ist er außerdem als Geschäftsführer für die exitB GmbH tätig, der eCommerce-Spezialistin für Versandhandel.

Lebensmotto: “There is always an opportunity”: Auch vermeintlich negative oder schwierige Situationen verschaffen immer einen anderen Blick auf die Dinge. Daraus ergeben sich meistens wieder neue Möglichkeiten.

Über das Unternehmen

Basilicom GmbH
Sickingenstraße 70
10553 Berlin
Gründungsjahr: 2000
Mitarbeiter: 50
Telefon: +49 (0)30 69 5660 7330

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Wenn man es ganz einfach ausdrücken möchte, dann helfen wir unseren Kunden dabei, den digitalen Wandel zu schaffen. Natürlich steckt dahinter technisch gesehen viel mehr als nur das. Im Detail entwickeln wir innovative und digitale Lösungen im Bereich Produktinformationsmanagement, Content Management, Digital Asset Management und E-Commerce. Bei unserer täglichen Arbeit greifen wir dabei auf einen Mix aus Strategie und technischer Umsetzung zurück. Denn für uns ist klar: Der digitale Wandel in einem Unternehmen muss vor allem von den Mitarbeitern akzeptiert und gelebt werden. Deshalb ist es in Projekten umso wichtiger, von Anfang an alle Fachabteilungen mit einzubeziehen. Das macht unser Geschäftsmodell auch mit aus.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Es war 1999/2000 – ich hatte gerade mit meinem Informatikstudium begonnen. Ich machte in den Semesterferien als Programmierer Praktikum bei einer Internetagentur in Hamburg. Das war kurz vor dem Ende der .com-Zeit, alles ein bisschen verrückt, alle hatten die größten Ideen, wollten an die Börse und trotzdem gab es nur Schneckentempo-Internet. Aber Web-Technologien waren neu, Flash gerade hip und wir waren von allem begeistert. Wir konnten Dinge erschaffen, die andere nicht konnten und es gab schnell viel Nachfrage.

Neben einer guten Idee spielt auch die Teamzusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?

Wir entwickeln unsere Strukturen ständig weiter. Es geht immer um interdisziplinäre Teams, die selbstständig arbeiten können und dabei in eine hierarchisch flache Struktur eingebettet sind. Es gibt Teams für Produktion, Service und Beratung. Ein Management-Team mit Vertretern aus allen Bereichen trifft wichtige operative und strategische Entscheidungen. Mit meiner Kollegin Eva Werle bilden wir eine Geschäftsführer-Doppelspitze als letzte Instanz, aber bei uns ist Augenhöhe wichtig, mit unseren Mitarbeitern und mit unseren Kunden.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Wir stellen immer den Mensch in den Mittelpunkt. Um den digitalen Wandel in einem Unternehmen zum Erfolg zu führen, ist es immens wichtig, diesen Prozess gemeinsam mit den Mitarbeiter des Unternehmens zu beschreiten. Um ein interessanter und nachhaltiger Arbeitgeber zu sein, ist es darüber hinaus von Bedeutung, auf Augenhöhe mit unseren Mitarbeitern über deren Bedürfnisse zu sprechen und auf sie einzugehen. Und um einem Nutzer an einem digitalen Touchpoint die beste Experience zu bieten, muss man nutzerzentriert denken. Sobald Technik ins Spiel kommt, bedarf es einer flexiblen Plattform, mit der diese individuellen Anforderungen schnell und effizient umgesetzt werden können. Auch deshalb gehören wir zu den Top Pimcore Agenturen in Deutschland.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Etwas Eigenes zu erschaffen ist eine große Motivation und ein großes Privileg. Das hat mich von Anfang an ermutigt, Unternehmer zu werden und selbst zu gründen.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

Basilicom ist in den letzten 20 Jahren zu einem verlässlichen Partner für unsere Kunden und zu einem sicheren Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter geworden. Das gilt es weiter auszubauen. Wir wollen noch mehr Unternehmen von den Möglichkeiten der Digitalisierung begeistern. Und wir wollen unsere Position als Top-Arbeitgeber im Mittelstand weiter ausbauen.

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Wenn man ein Unternehmen mit einer handvoll Leuten gründet, dann nimmt man viele Rollen ein. Ich war Geschäftsführer, Projektleiter und Programmierer in einem. Da ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bekommen.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Wir sind komplett eigenfinanziert und investieren sehr viel zurück ins Unternehmen. Bisher waren wir auf keine Fremdfinanzierung angewiesen. Wir achten auf einen schnellen ROI.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

Eine Partnerschaft muss immer auch inhaltlich Sinn machen. Wenn die Konstellation stimmt, kann man über alles sprechen.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weiter geben?

Es ist wichtig loszulegen. Einfach machen. Aus Fehlern wird man klug. Aber holt euch Tipps von erfahrenen Gründern oder Leuten aus dem Business. Sucht euch einen Mentor, jemand, der mehr Erfahrung und mehr Weitblick hat. Das ist in jeder Phase wichtig.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Wir sind immer auf der Suche nach Leuten, die sich und Basilicom weiterbringen wollen. Unsere offenen Stellen findet man auf basilicom.de/de/jobs oder man schreibt Sarah eine E-Mail an talente@basilicom.de.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Von Kununu und Focus sind wir zu einem der Top Arbeitgeber Mittelstand 2019 gekürt worden. Unsere Mitarbeiter fühlen sich bei uns wohl. Wir fördern und fordern. Jeder kann mitgestalten und sich und die Firma weiterbringen. Außerdem kochen wir, wandern in den Bergen, spielen Tischtennis und haben viel Spaß miteinander – wie eine zweite Familie eben.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminster. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Ich wünsche mir die digitale Transformation Deutschlands, mit agilen Ministerien, die nach Scrum arbeiten und massive Investitionen in Bildung und Infrastruktur.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Ich möchte mich bei meinen Mitarbeiter bedanken, denn ohne sie wären wir nicht da, wo wir jetzt stehen. Bei unseren Kunden für deren langjähriges Vertrauen und bei meiner Frau für ihre Geduld.

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