Gründerporträt

Sarah-Kristin Bohlmeier, Gründerin des HR-Tech Unternehmens teambay

Von Onpulson Redaktion
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Sarah-Kristin Bohlmeier ist Gründerin und Geschäftsführerin von teambay. Das HR-Tech Unternehmen ermöglicht eine regelmäßige, konstruktive und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Management, die individuell auf das Unternehmen zugeschnitten wird. Dabei vertritt die Firma einen ganzheitlichen Ansatz aus Software-Tool und Beratung.

Name: Sarah-Kristin Bohlmeier

Geburtsjahr: 1987

Position: Gründerin und Geschäftsführerin

Vita: Sarah-Kristin Bohlmeier ist Gründerin und Geschäftsführerin des HR-Tech-Unternehmens teambay. Neben den Tätigkeiten als Geschäftsführerin ist sie maßgeblich in die Beratungsleistungen von teambay involviert. Den Grundstein für ihre Karriere legte sie mit einem Master in Organizational Behavior an der London School of Economics. Danach war sie in verschiedenen Bereichen in der Personalentwicklung tätig, zuletzt als HR-Managerin bei Kühne + Nagel.

Lebensmotto: „Whether you think you can, or you think you can’t – you’re right!“ – Henry Ford.

Über das Unternehmen

teambay GmbH
Skalitzer Str. 138
10999 Berlin
Gründungsjahr: 2014
Mitarbeiter: 10
Telefon: +49(0)30/526 630 56

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

teambay ermöglicht eine regelmäßige, konstruktive und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Management, die passgenau auf das individuelle Unternehmen zugeschnitten wird. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz aus Software-Tool und Beratung. Die Online-Plattform hilft Unternehmen bei der Einbindung der Mitarbeiter, deckt deren Bedürfnisse auf, hilft Prozesse zu verbessern und fördert die Unternehmenskultur. Es können sowohl spezifische Projekte begleitet als auch allgemeine Themen wie Zufriedenheit, Produktivität und Führung behandelt werden. Die grundlegenden Funktionen des Tools, z. B. verschiedene Fragenformate, Puls-Checks oder Peer-Feedback, sind sehr flexibel einsetzbar, fördern interaktive Kommunikation und sind für alle Kunden inklusive. Neben dem individuell anpassbaren Tool bieten wir beratende Unterstützung ganz nach den Bedürfnissen des Unternehmens. Dafür nutzen wir Analysen, Workshops oder Trainings.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Wie so oft kommt auch hier die Idee zur Gründung aus der persönlichen Praxis. Während meiner Arbeit in der Personalentwicklung merkte ich, dass klassische Befragungen einfach nicht ausreichen und nicht effizient genug sind, um HR-Arbeit wirklich erfolgreich zu machen. Es fehlte mir ein Tool, um mit den Mitarbeitern in einen kontinuierlichen Dialog zu treten und sie konstruktiv einzubinden. Und so entstand teambay.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?

Bei teambay rekrutieren wir generell keine Positionen, sondern Menschen. Ein gutes Team ist für mich divers und teilt die gleichen, starken Werte. Und genauso ist es bei uns: Wir sind alle bunt und extrem unterschiedlich, aber getrieben durch die gleichen Werte. Gemeinsam arbeiten wir daran, mit innovativer Technologie Lösungen für Menschen und deren Kommunikation zu bauen. Dabei hilft es ungemein, verschiedene Kulturen und Denkweisen zu kombinieren, weil wir dadurch immer innovativ und flexibel bleiben und so auch individuelle Lösungen für unsere Kunden finden können.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

teambay ist nicht einfach nur ein weiteres Software-Tool, das zufällig im HR-Bereich angesiedelt ist. Da die Idee aus meinem persönlichen Bedürfnis in der täglichen HR-Arbeit entsprang, basieren unsere Leistungen auch auf Branchen-Expertise. teambay ist von Personalern für Personaler. Darauf fußt auch unser holistischer Ansatz aus Software und Beratung. Wir wissen, wie Personaler denken und was sie brauchen und setzen genau da an. Außerdem legen wir einen großen Fokus auf Flexibilität, denn auch das ist klar: Jedes Unternehmen ist anders und hat ganz eigene Herausforderungen. Um diese erfolgreich anzugehen, braucht es individuelle Lösungen.

Was war Ihre Motivation Unternehmerin zu werden?

Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und habe bereits als Kind die Vor- und Nachteile des Unternehmertums kennengelernt. Nach Erfahrungen im Konzern ergriff ich die Chance, etwas Eigenes zu gestalten. Es ist nicht immer einfach, aber für mich genau das Richtige.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

Ich möchte vor allem für meine Mitarbeiter einen Arbeitsplatz gestalten, der so flexibel ist wie unsere Lösungen, und ihnen erlaubt, zu wachsen und ihr Leben so zu gestalten, wie sie möchten.

Außerdem möchte ich unser Produkt technisch immer weiter entwickeln. Wir arbeiten bereits jetzt mit neuesten Technologien und entwickeln Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren. Diesen Weg möchte ich auch in Zukunft weiter beschreiten.

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Unser Thema war im HR-Bereich zu Beginn nicht sehr gefragt. Und es bedarf auch noch heute der Aufklärung rund um die Themen Mitarbeiterbefragungen und Kommunikation. Diese Problematik spiegelte sich natürlich auch in der Suche nach Investoren wider.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Wir haben verschiedene Angel-Investoren, die uns sowohl finanziell als auch inhaltlich unterstützen. Der Großteil arbeitet selbst im HR-Bereich und kennt somit die Herausforderungen und Chancen in der Branche.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

Eine Option ist es sicherlich, allerdings planen wir in den nächsten Monaten keine größeren Expansionen. Aktuell arbeiten wir an einer Lösung für Venture Kapitalgeber, die dabei hilft, bei Investitionen, Käufen und Mergern die Teams besser einschätzen zu können. Hier freuen wir uns natürlich über Interesse an Kooperationen.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weitergeben?

Ich hätte zu den verschiedensten Themen den ein oder anderen Tipp. Was ich mir anfangs allerdings als Ratschlag gewünscht hätte, ist folgendes: Es kommt immer anders, als man plant. Mach dir dabei nicht so viele Sorgen, denn eine Lösung gibt es immer.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Wir sind immer auf der Suche nach Verstärkung für unser Team. Aktuell suchen wir nach jemanden mit HR- oder Psychologie-Hintergrund in der Kundenberatung.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Jeder, der sich einen flexiblen Arbeitsplatz wünscht, bei dem sich das Unternehmen an den Arbeitnehmer anpasst und nicht andersherum, ist bei uns gut aufgehoben. Dazu kommt die Arbeit an einer innovativen Lösung, die einen Einfluss auf das tägliche Arbeiten von Menschen hat und somit sinnstiftend wirkt. Jeder kann sein Wissen und Können zum Vorteil des Unternehmens einsetzen, sogar in Bereichen, die traditionell in der eigenen Position gar nicht denkbar sind. Bei uns coded eine Mitarbeiterin im Kundensupport beispielsweise eigene Scripte für die Arbeit mit den Daten und unser Front-End-Entwickler betreut regelmäßig Kunden.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Ich würde mir den besseren Ausbau der Netzstruktur in Deutschland und mehr Förderung von Frauen in Führungs- und Gründungsprozessen wünschen. In beiden Bereichen gibt es viel Luft nach oben.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Ich möchte mich definitiv bei meinem Team bedanken. Ohne die Loyalität und Standhaftigkeit meiner Mitarbeiter wäre mir der ganze Prozess sicherlich viel schwerer gefallen. Dazu kommt auch die Unterstützung meines Verlobten, meiner Familie und meiner Freunde, die immer an mich glauben, aber auch kritische Punkte anbringen und mich hinterfragen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Ruth Bader Ginsburg, obwohl eine so beeindruckende Geschichte sicherlich mehr Zeit als ein Dinner bedarf. Ihr Blick auf die Welt von heute mit den Erfahrungen der Welt von gestern wären für mich unfassbar spannend, auch im Hinblick auf die Arbeit als Frau in einem männerdominierten Umfeld wie der Tech-Branche.

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