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Digitales Arbeiten

Remote Access: Möglichkeiten und Vorteile für Unternehmen

Von Onpulson Redaktion
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In Zeiten, in denen Arbeitsplätze zunehmend flexibler werden, müssen sich Unternehmen auch im IT-Bereich umorientieren. Remote Access ist eine der Schlagwörter des digitalen Zeitalters. Der sogenannte Fernzugriff auf IT-Systeme sorgt für erhebliche Veränderungen in der Arbeitswelt und trägt zur Effizienz und Produktivität im Unternehmen bei.

Egal, ob softwarebasiert oder über ein VPN – um den mobilen Zugriff auf den Arbeits-PC sicherzustellen, greifen immer mehr Unternehmen auf Remote-Access-Tools zurück. Dank der nützlichen Software können Arbeitnehmer aus der Ferne nicht nur unbeschränkt auf den Desktop ihres Arbeitsplatzes, sondern auch auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen und damit jederzeit und von überall auf der Welt arbeiten. Darüber hinaus bietet Remote Access ungeahnte Möglichkeiten für die Problembehandlung und Wartung von IT-Systemen. Der Fernzugriff sorgt nicht nur für eine erhebliche Effizienzsteigerung, sondern ist für Unternehmen ein entscheidender Faktor, um kostensparend zu wirtschaften.

Remote Access als Chance für den Arbeitsplatz 4.0

Der Begriff  „New Work“ bahnt sich seinen Weg als Credo durch ganze Branchen. In diesem Zusammenhang gewinnt vor allem der digitale Arbeitsplatz oder der „Arbeitsplatz 4.0“ mehr und mehr an Bedeutung. Unternehmer stehen vor der Herausforderung, die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens den neuen Anforderungen entsprechend anzupassen. Damit der Arbeitsplatz 4.0 Realität werden kann, ist es nötig, eine Hardware- und Software-Umgebung im Unternehmen zu schaffen, die flexibles Arbeiten ermöglicht.

Egal, ob zuhause oder im Ausland – mobiles Arbeiten ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern im heutigen digitalen und globalisierten Zeitalter angekommen. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom haben mittlerweile 39 Prozent der Unternehmen Home Office eingeführt – Tendenz steigend. Die Möglichkeit, mobil von zu Hause aus zu arbeiten, sorgt für Freiheit und Flexibilität, schafft Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und trägt zu einer positiven Work-Life-Balance bei.

Um bei der Heimarbeit für reibungslose Arbeitsprozesse zu sorgen, können Remote-Access-Tools von Anbietern wie TeamViewer, dessen Software ständig weiterentwickelt wird, als Alternative zur vergleichsweise teuren und langsamen VPN-Verbindung dienen. Dank einer Remote-Access-Software gelangen Arbeitnehmer standortunabhängig auf den Desktop ihres Arbeits-PCs sowie auf das Unternehmensnetzwerk und greifen nach Bedarf auf lokal gespeicherte Dateien und Software zu. Der Vorteil: Dateien, Dokumente, Programme und E-Mails auf dem Arbeits-PC oder im Unternehmensnetzwerk müssen nicht aufwendig auf Datenträger oder ein anderes Gerät übertragen werden, um von unterwegs auf sie zuzugreifen, sondern sind jederzeit und von überall einseh- und verwendbar.

Remote Access ist außerdem eine der Antworten auf die Frage, was Unternehmen tun müssen, um sich auf eine zunehmend globalisierte Arbeitswelt einzustellen. Schließlich sind internationale Unternehmensnetzwerke sowie zeitlich begrenzte Standortwechsel und Geschäftsreisen längst keine Seltenheit mehr, sondern ein wichtiger Teil des weitreichenden New-Work-Phänomens. In Zeiten, in denen in vielen Branchen Fachkräftemangel herrscht, müssen Unternehmen Anreize schaffen, junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Das gelingt nur, wenn sich Arbeitgeber mit den gestiegenen Anforderungen an flexible Arbeitsplätze, Reisemöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandersetzen. Remote Access trägt dazu bei, entsprechende Lösungen zu realisieren.

Geräteunabhängig den vollen Zugriff

Um mobiles Arbeiten mithilfe von Remote Access zu ermöglichen, ist es unabdingbar, dass entsprechende Tools geräteübergreifend verwendbar ist. Viele Fachkräfte arbeiten heute mobil mit dem Laptop. Darüber hinaus haben Smartphones und Tablets in der Arbeitswelt mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Die kompakten mobilen Endgeräte sind schnell einsatzbereit und gut verstaubar. Wer noch einen kurzen Blick in seine E-Mails werfen oder mobil auf Unternehmens-Kontakte zugreifen möchte, nutzt heutzutage lieber das Smartphone als Laptop.

Softwarebasierte Remote-Access-Tools lassen sich schnell und unkompliziert auf dem Laptop, Tablet und Smartphone installieren und sind in wenigen Schritten einsatzbereit. Um auf den virtuellen Desktop des Arbeits-PCs zuzugreifen, genügt eine Anmeldung auf dem mobilen Gerät. Das Ganze funktioniert sogar über verschiedene Betriebssysteme hinweg. Das heißt: Besitzer eines iPhones können mithilfe der Software gleichermaßen auf ihren Windows-Rechner am Arbeitsplatz zugreifen wie Android-Nutzer. Anbieter von Fernzugriffs-Software haben sich zum Vorteil der Anwender auf die große Bandbreite an verschiedenen Geräten und Systemen eingestellt – die jeweiligen Tools funktionieren plattformübergreifend mit MAC, Windows, Linux und den mobilen Betriebssystemen iOS und Android. Technische Hürden sind damit weitestgehend ausgeschlossen.

Remote Access für den Fern-Support der Unternehmens-IT

Im Zuge der gesteigerten Anforderungen an die IT-Infrastruktur von Unternehmen kommt der Wartung von Systemen eine enorme Bedeutung zu. Auch in diesem Bereich hat sich Remote Access bewährt. Egal, ob Inhouse-IT-Abteilungen oder externe Dienstleister – Remote-Access-Lösungen sorgen dafür, dass PC-Probleme in Unternehmen schneller und bequemer gelöst werden können.

Um Ressourcen und Kosten einzusparen, engagieren mittlerweile vor allem kleine und mittelständische Unternehmen gerne externe IT-Dienstleister zur Aufsetzung, Wartung und Pflege ihrer IT-Systeme. Sogenannte Managed Services Provider kümmern sich vornehmlich um die Sicherheit von IT-Systemen, bieten aber auch immer mehr Support Leistungen an.

Hier kommen abermals Remote-Access-Tools ins Spiel: Dank funktionaler Remote-Software müssen externe IT-Dienstleister nicht vor Ort beim Kunden sein, um einen umfassenden Service zu bieten. Support-Adressen und Ticket-Systeme bieten die Grundlage für Informationen. Hat ein Mitarbeiter ein IT-Problem, wendet er sich damit an den externen IT-Spezialisten. Dieser kann seinerseits sofort tätig werden und mithilfe von Remote Access den virtuellen Desktop des Mitarbeiters an Ort und Stelle aufrufen und das Problem beheben. Dank Fernwartung und Fern-Support entfallen zeitraubende und kostenintensive Anfahrten zum Kunden. Dies reduziert Zeiten, in denen Arbeitnehmer nur eingeschränkt produktiv arbeiten können. Remote Access trägt damit wesentlich zur Optimierung von Arbeitsprozessen im Zusammenhang mit der IT-Infrastruktur bei.

Remote Access und Datensicherheit

Die Digitalisierung hat vor allem die Frage der Datensicherheit in den Fokus gerückt. Auch Unternehmer sorgen sich zunehmend um den Schutz sensibler Daten und Dokumente. Da vor allem der Fernzugriff von öffentlichen Netzwerken oder privaten Endgeräten als Sicherheitsrisiko gilt, sind Maßnahmen nötig, die den unbefugten Zugriff auf Unternehmensnetzwerke verhindern.

Grundvoraussetzung für Remote Access ist daher die Sicherung der Endgeräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Im besten Fall stellt das Unternehmen die Geräte, mit denen Mitarbeiter einen Fernzugriff durchführen können, selbst zur Verfügung und sichert die Geräte und die Remote-Verbindung mit einem umfassenden Malwareschutz sowie Verschlüsselungstechnologien ab.

Fehlen dem Unternehmen die Ressourcen, um jedem Angestellten die benötigten Geräte zur Verfügung zu stellen, bedeutet das nicht, dass mobiles Arbeiten ausgeschlossen wäre. Unternehmer sollten sich nicht dagegen sperren, wenn Mitarbeiter ihre privaten Geräte nutzen, um mobil zu arbeiten. Bevor diese zum Einsatz kommen, sollten sie jedoch von der IT-Abteilung oder dem Dienstleister sicherheitstechnisch überprüft werden, damit die unternehmensinternen Sicherheitsrichtlinien eingehalten bzw. angewendet werden können.

Foto/Thumbnail: ©SarkisSeysian/Depositphotos.com

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