Die meisten selbstständigen Unternehmer würden wieder gründen
KMU-Gründerstudie

Die meisten selbstständigen Unternehmer würden wieder gründen

Von Onpulson Redaktion
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Es herrscht positive Stimmung unter den befragten Unternehmern: 95 Prozent würden wieder gründen. Und: den Deutschen sind inhabergeführte Unternehmen sehr wichtig. Fast jeder Zweite gibt an, dass sein Lebensstil unmittelbar auf den vielfältigen Angeboten von Dienstleistern und Unternehmern aufsetzt.

Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen METRO-Umfrage, die die Stimmung bei  kleinen und mittelgroßen Unternehmern, die ihren Betrieb selbst führen, widerspiegelt. Dabei zeichnet die Studie ein sehr positives Bild, denn mit 95 Prozent würden fast alle der befragten Unternehmer wieder gründen. Die Studie zeigt auch, wie wichtig die Existenz dieser lokalen Betriebe für viele Verbraucher ist, um ihren Lebensstil aufrechtzuerhalten.

Diese Sorgen haben selbstständige Unternehmer

Die Deutschen lieben es, bei inhabergeführten Unternehmen einzukaufen. So gaben 43 Prozent der befragten Verbraucher an, dass kleine und mittelgroße inhabergeführte Betriebe einen enormen Anteil daran haben, dass sie ihren Lebensstil wie gewünscht führen können.

Und auch die selbstständigen Unternehmer sind sehr optimistisch. Fast alle (95 Prozent) gaben an, dass sie immer wieder gründen würden, obwohl fast jeder Zweite eine Unsicherheit seines Einkommens befürchtet (41 Prozent). Zudem muss jeder Dritte (32 Prozent) immer wieder viel Kraft in den kontinuierlichen Kampf um das Neugeschäft stecken. Ein weiteres Thema ist, dass fast ein Viertel (23 Prozent) die Steuerzahlungen belasten.

Deshalb raten Experten Gründern, die eine Geschäftsidee haben, sich vor dem Start gut zu informieren: „Vor allem in den ersten zwei Jahren nach Geschäftsgründung ist es wichtig, sich des Runways bewusst zu sein – das heißt jener Durststrecke, auf der die Reserven reichen müssen. Gründer müssen in dieser Zeit analytisch und strategisch mit dem vorhandenen Kapital umgehen und die Burn Rate,den Verbrauch der Ressourcen, überschaubar halten“, so Prof. Dr. Christoph Hienerth, Chair in Entrepreneurship und New Business Development von der Otto Beisheim School of Management in Vallendar.

Erfolgsfaktoren für Selbstständige: Service, Qualität und Nachhaltigkeit

Dass viele Deutsche die kleinen und mittelgroßen Unternehmen sehr schätzen, liegt unter anderem daran, dass sie nachhaltig handeln. Für 54 Prozent der befragten Verbraucher ist das ein wichtiges Entscheidungskriterium. Für ebenfalls über die Hälfte (52 Prozent) ist gute Qualität einer der Hauptgründe, warum sie Produkte und Dienstleistungen lieber von inhabergeführten Unternehmen beziehen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) nennt außerdem den guten Service. Insgesamt gaben 38 Prozent der Befragten an, lieber bei inhabergeführten Unternehmen als bei großen Ketten einzukaufen.

Kleinunternehmen bedienen Wunsch nach Individualität und Vielfalt in der Region

Die Deutschen lieben die Vielfalt in ihrer Region und schätzen vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen für ihren Anteil daran. Das bestätigten 38 Prozent der befragten Verbraucher. Dabei sind personalisierte Dienstleistungen, die inhabergeführte Betriebe anbieten, bei der Hälfte der Deutschen (51 Prozent) besonders beliebt. Deshalb ist laut Umfrage auch nahezu jeder zweite Befragte der Meinung, dass vorwiegend die kleineren und mittelgroßen Unternehmen die besten Leistungen für die Aufrechterhaltung ihres individuellen Lebensstils bieten. So würde auch jeder zweite Verbraucher den persönlichen Service (51 Prozent) und die einzigartigen Produkte (50 Prozent) vermissen, wenn die Zahl der inhabergeführten Unternehmen zurückginge. Auch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen würde 46 Prozent der Deutschen fehlen.

Besonders beliebt: inhabergeführte Friseurläden, Restaurants und Cafés

Über die Hälfte der befragten Verbraucher in Deutschland (54 Prozent) gaben an, dass sie vor allem kleine inhabergeführte Friseur- und Barbierläden gegenüber den großen Ketten bevorzugen. Fast genauso beliebt sind kleinere Restaurants, Cafés und Imbisse (53 Prozent) sowie Blumenhändler (47 Prozent).

Foto/Thumbnail: ©olly18/Depositphotos.com

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