5 innovative Start-ups aus der Fintech-Branche
Unternehmen im Focus

5 innovative Start-ups aus der Fintech-Branche

Carolin Fischer
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Die Digitalisierung soll den Menschen in erster Linie das Leben leichter machen. Gerade im Bereich Finanzen wird der Umgang mit Geld immer digitaler und somit immer leichter. Dabei könnte man schon sagen, dass Online-Banking bereits ein alter Hut ist. Fast täglich findet man immer neue Fintechs, die den Markt erobern wollen, um uns den Umgang mit unseren Finanzen zu vereinfachen.

Dass der Fintech-Branche eine große Zukunft bevorsteht, merkt man nicht zuletzt an dem Verhalten der Banken. Sie investieren massiv in Fintechs. Etablierten Banken ist es offenbar sehr ernst, den Blick in die Zukunft zu richten und sich nicht nur auf das reguläre Geldgeschäft zu konzentrieren. Solche Tools und Apps sind dabei nicht mehr nur auf den B2B-Sektor begrenzt, sondern richten sich mittlerweile immer stärker auf den Endkunden aus. Es ist eine Zeit, die geradezu wie geschaffen ist, für Start-ups aus der Fintech-Branche. Wir haben einige der innovativsten Unternehmen zusammengestellt, von denen man sicher sein kann, dass man auch in Zukunft noch von ihnen hören wird.

1. N26

Bild: N26 GmbH

Dabei handelt es sich um eine Bank, die zu 100 Prozent mobil agiert. Von der Eröffnung des Girokontos über Überweisungen bis hin zum Sparen – die Bank N26 ermöglicht es, alle alltäglichen Geldgeschäfte mit dem Smartphone abzuwickeln.

Das Fintech-Unternehmen hat sich vorgenommen, die weltweit erste digitale Bank zu werden. Im Mittelpunkt steht dabei die übersichtliche App, von der aus das komplette Konto gesteuert werden kann. Sie hilft einem auf eine transparente Art und Weise seine Ausgaben im Blick zu behalten und auf diese Weise sogar Geld einzusparen.

Im Jahr 2013 wurde N26 von Valentin Stalf und Maximilian Tayental ins Leben gerufen, 2015 gab es bereits die ersten Produkte und mittlerweile hat die digitale Bank schon mehr als 5 Millionen Kunden ansammeln können. Das alles wurde möglich gemacht mit einem Team aus nunmehr 1.500 Mitarbeitern und fünf festen Standorten in Berlin, New York, Barcelona, Sao Paolo und Wien.

2. CLARK

Bild: Clark Germany GmbH

Wenn es um das praktische Verwalten von Versicherungen geht, ist die App CLARK ein hilfreiches Tool. Der digitale Versicherungsmanager hilft den Usern, Serviceleistungen bestehender Verträge immer wieder aktuell an die persönlichen Bedürfnisse oder sich verändernde Lebenssituationen anzupassen. Das Insurtech-Startup setzt dabei auf ein internes Team aus Versicherungs-Experten sowie auf intelligente Technologie.

Eine Grundfunktion von CLARK liegt darin, sich bestehende Versicherungspolicen mit den enthaltenen Serviceleistungen übersichtlich und auf einen Blick anzeigen zu lassen. Gemeinsam mit den geschulten Fachleuten aus der Versicherungsbranche lässt sich direkt über die App ermitteln, ob der aktuelle Versicherungsschutz zur individuellen Lebenssituation passt. Bedürfnisse und Grundvoraussetzungen verändern sich immer wieder und so kann es schnell passieren, dass die im Vertrag enthaltenen Serviceleistungen nicht ausreichend sind oder sogar eine Überversicherung besteht.

Über die persönliche Beratung durch den in der App integrierten Chat oder per Telefon, können Versicherungskunden ihren aktuellen Bedarf ermitteln und erhalten individuelle Empfehlungen zur Anpassung des Versicherungsschutzes. Konkrete Tarifoptionen aus einem Pool von mehr als 160 Versicherungsanbietern werden miteinander verglichen und in einem maßgeschneiderten Optimierungsangebot über die App an den Kunden weitergeleitet. So können Versicherte ihren individuellen Schutz jederzeit ohne großen Rechercheaufwand überprüfen und flexibel auf eine sich verändernde Lebenssituation reagieren.

3. Taxfix

Bild: Taxfix GmbH

Niemand beschäftigt sich gerne mit seiner Steuererklärung und nicht jeder hat das Geld, um einen Steuerberater zu engagieren. Hier hilft das Fintech-Unternehmen Taxfix. Es wirbt damit, dass man seine Steuererklärung in etwa 22 Minuten geschafft hat. Wie viele Konkurrenten des Tools, basiert Taxfix auf dem Programm des Finanzamts Elster. Allerdings schafft es Taxfix die einzelnen Unterpunkte der jeweiligen Formulare so aufzuschlüsseln, dass es Normalsterbliche verstehen.

Allerdings ist die Bearbeitung der Steuererklärung nicht umsonst. Ab einem Erstattungsbetrag von über 50 Euro wird eine Gebühr von 34,99 fällig. Dennoch ist das in den meisten Fällen günstiger als ein Steuerberater. Sollte wirklich einmal eine höhere Nachzahlung winken, sind die Gebühren doch wirklich gut angelegt.

4. LIQID

Bild: LIQID Asset Management GmbH

LIQID ist ein digitaler Vermögensverwalter, der sich als unabhängige digitale Alternative zur Privatbank versteht. Neben der klassischen Vermögensverwaltung in Aktien- und Anleihefonds ab 100.000 Euro, darunter auch nachhaltigen Angeboten, bietet das 2016 gegründete Berliner Fintech erfahrenen Anlegern ab 200.000 Euro auch den Zugang zu alternativen Anlagenklassen wie Private Equity und Private Equity Real Estate (unternehmerische Immobilienbeteiligungen). Bei der Entwicklung und Umsetzung seiner Anlagestrategien arbeitet LIQID in enger Partnerschaft mit den Experten von HQ Trust, dem Multi-Family-Office der Familie Harald Quandt, zusammen. Neben HQ Trust zählen der Londoner Private-Equity-Investor Tosca, Project A Ventures und Dieter von Holtzbrinck Ventures zu den Gesellschaftern von LIQID.

5. IDnow

Bild: IDnow GmbH

Hinter IDnow versteckt sich ein Fintech-Unternehmen, das nicht direkt etwas mit Geld zu tun hat. Für Geldgeschäfte ist es wichtig, sich identifizieren zu können. Ein gängiger Weg das zu tun, ist das PostIdent-Verfahren. Das ist allerdings häufig etwas umständlich, da man zuerst zu einer Poststelle muss, um sich identifizieren zu lassen. Mit IDnow geht das deutlich schneller und einfacher.

Mittels intuitiver und einer durch Künstliche Intelligenz gesteuerten Lösung ist es möglich, dass Personen ganz einfach über die Smartphone-Kamera erkannt werden können. So können beispielsweise Kreditverträge bequem aus der Ferne abgeschlossen werden. Auch in den Bereichen Versicherung, E-Commerce oder in der Automobilindustrie findet man Anwendungsbereiche für das Tool.

2016 hat sich das bayrische Startup seine Idee patentieren lassen und bereits zwei Jahre später konnten die Autoident-Produkte den Markt erobern. Mittlerweile ist IDnow in der Lage Nutzer aus der ganzen Welt mit seinem Verfahren zu identifizieren.

Foto/Thumbnail: ©ArturVerkhovetskiy/Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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