Was Arbeitnehmer im Job als wichtig empfinden
Studie zur Jobzufriedenheit

Was Arbeitnehmer im Job als wichtig empfinden

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Von größter Bedeutung für die deutschen Beschäftigten ist das Gehalt, gefolgt von einem guten Team. Aber nicht nur die Kollegen spielen eine wichtige Rolle für die Jobzufriedenheit: Ein wertschätzendes Verhalten der Vorgesetzten steht für die Beschäftigten an dritter Stelle.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“, für die in diesem Jahr 1.875 Arbeitnehmer befragt wurden. Die Daten wurden im Auftrag der pronova BKK erhoben.

Gehalt, Team, Chef – auf diese drei Faktoren können sich jeweils mehr als vier Fünftel der Beschäftigten verständigen, wenn es um Zufriedenheit im Berufsleben geht. Für 84 Prozent ist ein angemessenes Gehalt entscheidend. 82 Prozent legen Wert auf einen guten Kollegenzusammenhalt. Ein wertschätzendes Verhalten ihres Vorgesetzten wiederum ist 81 Prozent der Berufstätigen wichtig.

Im Alltag vieler Berufstätiger gibt es hier offensichtlich noch Defizite: In ihrem aktuellen Job bewerten die Beschäftigten ihr Gehalt wie auch das Verhalten ihrer Vorgesetzten im Schnitt als lediglich „befriedigend“, die Kollegen und das Team hingegen erhalten immerhin ein „gut“.

Arbeiten in der Krise: Wie Vorgesetzte helfen können

„Unternehmen sollten gerade in herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie besonders sensibel auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern eingehen“, sagt Patrizia Thamm, Psychologin bei der pronova BKK. „Aktuell ist das Führungsverhalten besonders wichtig. Um die Beschäftigten zu motivieren, sollten Vorgesetzte besonders anerkennend auftreten, denn die meisten leisten in der Corona-Krise mehr als üblich. Mitunter haben sie eine Doppelbelastung von Homeoffice und Kinderbetreuung zu meistern. Wertschätzung ist deshalb gefragter denn je“, sagt Thamm. „Natürlich kann auch die Angst um den Job in der Krise ein Thema sein. Hier sollten Führungskräfte Feingefühl beweisen, sich für ihre Mitarbeiter Zeit nehmen und sich verständnisvoll zeigen. Auf diese Weise können sie ihren Teil dazu beitragen, dass Arbeitnehmer während der Corona-Krise mental gestärkt werden und nach wie vor mit ihrem Job zufrieden sind.“

Gesundheitsförderung: Massagen und Rückenschule besonders beliebt

Dabei machen die Betriebe den Beschäftigten durchaus Gesundheitsangebote: Vier von fünf Arbeitnehmern steht eine betriebliche Gesundheitsförderung zur Verfügung. Knapp die Hälfte der Beschäftigten hat die Möglichkeit, sich beim Betriebsarzt einer allgemeinen Gesundheitsprüfung zu unterziehen, 35 Prozent der Arbeitnehmer können ihre Augen untersuchen lassen. Eine Kantine mit gesundem Essen sowie einen Obstkorb gibt es ebenso für jeweils rund ein Drittel der Beschäftigten. Die Angebote werden auch häufig genutzt, neun von zehn Arbeitnehmern nehmen sie in Anspruch.

Die Studie zeigt auch, dass fast sechs von zehn Beschäftigten das Angebot oder einen Zuschuss für eine Massage begrüßen würden. 57 Prozent der Mitarbeitenden finden eine Rückenschule wichtig. Des Weiteren hoch im Kurs stehen die Augenuntersuchung, die für 62 Prozent der Beschäftigten interessant ist, sowie die allgemeine Gesundheitsberatung (54 Prozent).

Jüngere Arbeitnehmer nutzen Gesundheitsförderung stärker

Gesundes Essen aus der Kantine, Obstkorb oder Fitnessstudio: Im Bundesvergleich fällt auf, dass jüngere Beschäftigte betriebliche Gesundheitsangebote stärker nutzen als der Bundesdurchschnitt. Unter 30-Jährige interessieren sich besonders für Angebote aus den Bereichen Ernährung und Bewegung. So finden 73 Prozent der unter 30-Jährigen den bereitgestellten Obstkorb gut, insgesamt liegt die Zahl bei 70 Prozent. Wiederum 69 Prozent von den jüngeren Beschäftigten schätzen das Angebot einer Kantine mit vollwertiger Kost, der Bundesschnitt liegt hier bei 59 Prozent. Mehr als 61 Prozent der Jüngeren haben Interesse an einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Bundesweit sind es 51 Prozent der Beschäftigten.

Foto/Thumbnail: ©BiancoBlue/Depositphotos.com

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