Geschenke für Geschäftspartner: Darauf sollte man achten
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Geschenke für Geschäftspartner: Darauf sollte man achten

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Schenken ist eine Kunst, die erfordert, sich eingehend Gedanken über das Geschenk und den zu Beschenkenden zu machen. Was sind die 3 Eigenschaften eines guten Firmengeschenks? Wie angemessen sind teure Geschenke und wie sehen in diesem Zusammenhang die Compliance- und Steuerregeln aus?

Ein gutes Geschäft lebt in erster Linie von guten Beziehungen zwischen den Geschäftspartnern – zu dieser Beziehungspflege gehört, aufmerksam miteinander umzugehen und auf Ereignisse zu reagieren, Einladungen zum Essen auszusprechen und Geschenke zu überreichen. Auch untereinander wird in Firmen gern geschenkt: unter Kollegen, dem Mitarbeiter, dem Chef. Doch nicht nur in der Weihnachtszeit lauern hier Fallstricke, für Schenkende und Beschenkte.

Was ist der Anlass und was das Ziel der Geste?

Handelt es sich um einen Weihnachtsgruß, einen Dank für einen guten Abschluss eines Geschäfts oder einer erfolgreichen Verhandlung, um ein Werbegeschenk, um sich in Erinnerung zu bringen – oder einfach zum Erhalt der (geschäftlichen) Freundschaft? Wird es persönlich übergeben oder versandt?

„Was im Geschäftsleben Compliance-Regeln regeln, ordnet im Privaten der gesunde Menschenverstand“, sagt Moritz Freiherr von Knigge. Betrieblich veranlasste Geschenke dürfen pro Jahr und Empfänger nicht mehr als 35 Euro kosten. Dann lässt der Staat einen Betriebsausgabenabzug zu. Ein höherwertiges Geschenk muss der Empfänger versteuern. Seit 2007 haben Unternehmen allerdings die Möglichkeit, die zusätzlich anfallenden Steuern für den Beschenkten zu übernehmen.

Geschenke erwarten eine Gegenleistung?

Unabhängig von Compliance bringt ein ersichtlich teures Geschenk den Beschenkten möglicherweise in Verlegenheit und in Zugzwang. Ihn beschleicht vielleicht das Gefühl, dass eine Gegenleistung verlangt wird. Vergewissern Sie sich vorher, ob er das Geschenk annehmen darf. Sie möchten den Beschenkten mit Ihrer gutgemeinten Geste doch nicht kompromittieren.

Ein weiterer wichtiger Gedanke gilt ebenfalls der zu beschenkenden Person. Wie gut kennen Sie sich? Wie persönlich darf das Geschenk sein? Repräsentiert es Sie als Privatperson oder die Firma? Ist es Ihr persönliches privates Geschenk, kann es sowohl an die Tätigkeit des Beschenkten als auch an Kunst, Kultur und Hobby anknüpfen. Ist es jedoch eindeutig ein Firmenpräsent, sollte in dem Geschenk eine Brücke zwischen beiden Firmen erkennbar werden.

Die edle Flasche Wein ist eine gängige Variante. Ein originelles Präsent für einen wichtigen Kunden sieht allerdings anders aus. Beim Schenken gilt für Unternehmen das gleiche wie für Privatpersonen:

Die Geste zählt mehr als der Sachwert. Ein wirklich gutes Geschenk erfüllt immer mindestens eine der folgenden drei Eigenschaften:

  1. Es nutzt dem Beschenkten in einer alltäglichen Situation
  2. Es hat einen ideellen Wert für den Beschenkten
  3. Es erfüllt einen konkreten Wunsch des Beschenkten

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Britta Balogh Britta Balogh ist seit über 20 Jahren selbstständig und seit 2013 auch als Coach tätig. Als systemischer Coach, Karrierecoach, Speakerin und Autorin unterstützt sie Führungskräfte und Mitarbeiter, die auf ihrem beruflichen Weg vorankommen wollen. Britta Balogh lebt in Berlin und arbeitet im gesamten deutschsprachigen Raum. In ihren Blogbeiträgen untersucht sie die Kommunikation in Unternehmen und gibt Hinweise für Führungskräfte und Personalentwickler. www.balogh-coaching.de
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