So wird eine Franchise-Beziehung zur Erfolgsgeschichte
Gründung

So wird eine Franchise-Beziehung zur Erfolgsgeschichte

Porträtfoto von Marion Lauterbach, Franchise-Managerin, Schülerhilfe
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Eine lange und glückliche Beziehung bedeutet auch immer ein Stück Arbeit - dies gilt vor allem auch in einer Franchise-Partnerschaft. Mit welchen fünf einfachen Maßnahmen eine Gründung unter der Flagge einer bestehenden Marke zur Erfolgsgeschichte wird, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

1. Gegenseitiges Kennenlernen

Welche Ansprüche können neue Partner im System an die zukünftige Beziehung stellen? Für die Beantwortung dieser Frage ist eine intensive Kennenlernphase unerlässlich. Vor dem Start sollten Gründer ihr Wunsch-Franchise-System daher gut kennenlernen und möglichst viele Punkte klären: Wie hoch ist mein Invest und welche Ertragschancen habe ich? Wie lange gibt es die Marke schon? Was bietet mir das Konzept und wie hoch ist die Erfolgsquote? Ist die Marke Mitglied im Franchise-Verband? Gibt es eine Partnerzufriedenheitsbefragung und wie fällt diese aus? Andersherum ist es auch für Entscheider in der Firmenzentrale von Bedeutung, den zukünftigen Geschäftspartner und seinen beruflichen Werdegang gut kennenzulernen und zu prüfen, ob er oder sie die nötigen Qualifikationen mitbringt. Das sorgt für gegenseitige Sicherheit und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen und erfolgreichen Zusammenarbeit.

2. Eine Vertrauensbasis schaffen

Vertrauen ist das Fundament einer erfolgreichen Franchise-Partnerschaft. Dies gilt für beide Seiten: Das Franchise-Unternehmen verlässt sich auf die Qualitäten und Fähigkeiten der Geschäftspartner, die wiederum auf die Erfahrung des Unternehmens vertrauen. Für die Gründer ist der größte Vorteil einer Gründung innerhalb eines Franchise-Systems die Chance, mit einem lang erprobten und oft über Jahre optimierten Geschäftsmodell zu arbeiten. Gebietsschutz, Unterstützung im Marketing oder Vertrieb sind nur einige der Assets, auf die sich die Gründenden stets verlassen können. Eine unternehmerische Partnerschaft ermöglicht es, Anfängerfehler zu vermeiden und sich stattdessen gänzlich auf das Unternehmertum zu konzentrieren. Nur wenn das Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden ist, wird die unternehmerische Partnerschaft erfolgreich sein.

3. Transparenz konsequent und beidseitig vorleben

Die ehrliche Kommunikation miteinander ist die Basis einer gesunden Zusammenarbeit. Das beginnt direkt am Anfang: Der Franchise-Geber muss klarstellen, wie seine Marke funktioniert, welche Erfolgsaussichten eine Gründung hat und wie groß das Potenzial des Wunschstandortes ist. Gründer müssen zudem die Chance bekommen, einen unverstellten Einblick in das Unternehmen zu erlangen. Wie funktioniert der Gebietsschutz? Wie profitieren die einzelnen Standorte von den gemeinsamen Marketing-Aktivitäten? Welche Konzepte haben sich bewährt? Und welche Hilfestellung bekomme ich in meiner Startphase? Ein transparenter Einblick in alle Prozesse hilft Neu-Gründern dabei, den eigenen Standort zu etablieren und gemeinsam mit dem System zu wachsen.

Auch während der Zusammenarbeit ist gegenseitige Transparenz oberstes Gebot. Genau wie die Unternehmenszentrale stets Einblick in die Geschäftszahlen der Standorte erhält, müssen die Franchise-Partner über die strategische Entwicklung der Marke sowie den weiteren Ausbau des Unternehmens informiert werden. Eine gesunde Partnerschaft funktioniert auf Augenhöhe – für Geheimnisse voreinander ist kein Platz.

4. Miteinander statt gegeneinander arbeiten

Franchise-Partnerschaft heißt, dass alle Involvierten an einer gemeinsamen Mission arbeiten. Nur wenn alle mit anpacken und sich als Gemeinschaft verstehen, kann das Ziel gemeinsam erreicht werden. Vorkehrungen, wie etwa ein Gebietsschutz, verhindern wirtschaftlichen Kannibalismus zwischen den verschiedenen Unternehmern. Gemeinsam ist man stärker: Zeigt ein Standort eine besonders gute wirtschaftliche Performance, können auch andere Mitglieder des Franchise-Verbundes davon lernen. Eine gelebte Best-Practice-Kultur und regelmäßige Treffen fördern die Gemeinsamkeit. Die Franchise-Zentrale mit ihren Fachabteilungen und Agenturen kümmert sich um die Stärke der Marke durch professionelles Marketing und starke Vertriebskanäle und die Partner vor Ort können sich auf ihr Unternehmen konzentrieren. Professionalität in Kommunikation und Umsetzung ist dabei stets ein wichtiger Baustein für die funktionierende unternehmerische Beziehung.

5. Stetige Veränderung und Optimierung umsetzen

Egal ob Wirtschaft, Gesellschaft oder Politik – alles ist in Bewegung. Zuletzt zeigte sich dies beispielsweise bei den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Wer erfolgreich sein will, muss sich stetig anpassen und weiterentwickeln, in diesem Falle beispielsweise digitale Lösungen anbieten und forcieren. Es gilt nicht nur, kontinuierlich die Bedürfnisse der Zielgruppe zu evaluieren, sondern auch die Leistungen, Wünsche und Ideen der Kooperationspartner zu reflektieren sowie externe Einflussfaktoren wie beispielsweise COVID-19 zu berücksichtigen.

Fazit: Never stop talking!

Genau wie in einer Liebesbeziehung sind die drei wichtigsten Elemente einer gelungenen Franchise-Partnerschaft Kommunikation, Kommunikation und nochmals Kommunikation. Der gemeinsame Austausch ist mit Abstand das bedeutendste Element einer langjährigen und fruchtbaren Zusammenarbeit. Nie sollten beide Parteien vergessen: Sie arbeiten als Team und an einem gemeinsamen Ziel. Wenn alle an einem Strang ziehen, gibt es keine Herausforderung, die nicht gelöst werden kann.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Porträtfoto von Marion Lauterbach, Franchise-Managerin, Schülerhilfe

Marion Lauterbach Marion Lauterbach ist Franchise-Managerin bei der Schülerhilfe. Von der Beratung der Partner bis hin zur Wachstumsstrategie trägt sie die Gesamtverantwortung im Franchisebereich. Davor verantwortete sie unter anderem die Pressearbeit des Unternehmens und war für mehrere Jahre als Journalistin beim WDR und bei Arte tätig. www.schuelerhilfe.de
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