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7 Fehler, die Sie beim Onboarding vermeiden sollten
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7 Fehler, die Sie beim Onboarding vermeiden sollten

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Unternehmen können viel Geld sparen, wenn Sie Ihre Mitarbeiter im neuen Job richtig willkommen heißen und sie mit System einarbeiten. Rund ein Drittel der Neulinge verlassen das Unternehmen wieder, weil die Einarbeitung nicht wie gewünscht ist. Neben den anfallenden Kosten für das Rekruiting kommt dann noch ein Imageschaden mit dazu. Nils Kröger ist Experte für Mitarbeiter-Entwicklung und teilt in diesem Fachartikel 7 Fehler, die unbedingt beim Onboarding vermieden werden sollten.

1. Nicht gut vorbereitet sein

Der größte Fehler ist als Unternehmen nicht vorbereitet zu sein, wenn der neue Angestellte die Stelle antritt. Es müssen Trainingsvideos, Checklisten und Prüfungen vorbereitet sein, die jeder neue Mitarbeiter einmal durchlaufen muss. Die Führungskraft braucht nicht selber dem Mitarbeiter alles zeigen, sondern kann produktiv weiter arbeiten, während der Mitarbeiter die vorgefertigten Trainingsinhalte durchläuft und alles erlernt, was er zur optimalen Ausführung seines Jobs benötigt. So kann er die Zeit sinnvoll nutzen und er steigert sein Selbstwertgefühl von Tag 1 an.

2. Arbeitplatz ist nicht eingerichtet

Wenn der Arbeitsplatz nicht von Anfang an eingerichtet ist, hat der neue Kollege schnell das Gefühl, er sei nicht wirklich willkommen. Daher sollte neben den digitalen Trainingsinhalten natürlich auch der Computer, Accounts und Passwörter vollständig eingerichtet sein und im besten Fall noch eine kleines Willkommensgeschenk wie beispielsweise AirPods für den neuen Mitarbeiter bereit liegen.

3. Mission und Vision werden nicht vorgestellt

Das kollegiale Miteinander ist für viele Angestellte das „Salz in der Suppe“. Ein gutes Team fördert die Motivation jedes einzelnen. Ein großer Fehler ist es daher die Firmenmission und Werte nicht vorzustellen. Im firmeneignene Mitarbeiterportal sollten daher Videos und weitere Inhalte bereit gestellt werden, die der Mitarbeiter sich anschaut und so genau versteht, was seine Aufgabe im Unternehmen ist, wieso diese so wichtig ist und was generell die Ziele sind. So weiß der Mitarbeiter, wie essentiell seine Arbeit ist – dies trägt wiederum zur Motivation bei. Auch sollten alle Ansprechpartner für den Mitarbeiter glasklar kommuniziert werden, sodass bei Fragen jederzeit der richtige Ansprechpartner parat ist. Im besten Fall tauchen natürlich durch ausführliche Anleitungen und Trainingsvideos keine Fragen auf.

4. Fort- und Weiterbildungen nicht fördern

Ein weiterer Fehler ist, wenn das Unternehmen ihren neuen Angestellten nicht richtig einarbeitet und ihm beispielsweise notwendige Fort- und Weiterbildungen nicht anbietet. Dadurch kann der Neue notwendige Skills nicht gewinnbringend einsetzen und er ist bei seiner täglichen Arbeit aufgeschmissen. Ein Unternehmen sollte auch ihre eigenen Inhalte digital erstellen und – je nach Position des Mitarbeiter – auch weitere Inhalte anbieten. „Dadurch vertiefen neue Mitarbeiter ihr Know-how und fühlen sich gleichzeitig um so mehr gewertschätzt“, erklärt Nils Kröger, Geschäftsführer der Workbase Platforms GmbH, mit der man das Onboarding systematisieren kann und so die Mitarbeiterproduktivität stark steigert.

5. Nicht richtig integrieren

Von Anfang an sollten Sie den neuen Kollegen integrieren, in dem Sie im Mitarbeiterportal alle Events sehen und auch wissen, wenn die Abteilung gemeinsam zum Essen in die Kantine geht oder wenn ein Abteilungsevent ansteht. Hier hat der Neue viele Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und sich ein Netzwerk aufzubauen, was ausschlaggebend für die Mitarbeiterzufriedenheit ist.

6. Keine Kommunikation über Zeiten

Auch sollten dem neuen Angestellten digital wichtige Zeiten kommuniziert werden: wann geht man gemeinsam zum Mittagessen, was sind die Kernarbeitszeiten, wie werden Überstunden gehandhabt, wie sieht es mit Home-Office aus, wie sind meine KPIs, wie sind die KPIs der Abteilung/des gesamten Unternehmens und wer von den Kollegen ist vielleicht nur halbtags da?

Kommunizieren Sie von Anfang an diese Zeiten, denn Work-Life Balance und Family-Time ist für viele Mitarbeiter ein sehr wichtiges Gut und trägt auch zur Motivation des Mitarbeiters bei. Viele dieser Fragen wurden vielleicht bereits im Vorstellungsgespräch geklärt, aber man sollte es nochmal wiederholen, weil sich beispielsweise auch die Home-Office Möglichkeiten durch eine veränderte Pandemielage geändert haben könnten. Dafür bietet sich auch gut eine “Neuigkeiten”- Funktion einer Mitarbeiter Plattform.

7. Keine Feedbackgespräche anbieten

Führungskräfte sollten regelmäßige Feedbackgespräche mit dem neuen Angestellten auf keinen Fall umgehen. Das ist wichtig für beide Seiten: der Neue kann berichten, wie es ihm ergeht, was ihn vielleicht frustriert und was man verändern kann, aber auch, was gut läuft. Vorgesetzte können Unternehmensziele klar erläutern und den Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden.

Bildquelle: ©Depositphotos.com

Kommentare

  1. von Jürgen Rathje am 26.04.2022 | 13:49

    Einmal davon abgesehen, dass der Begriff „Onboarding“ ein Unwort ist:
    Punkt 3: Mission und Vision müssen VOR dem Kennlerngespräch essentiell kommuniziert werden und nicht bei Arbeitsbeginn – ein Kardinalfehler,
    DAS gilt auch für Punkt 6: Die Arbeitszeiten – essentiell !!
    UND: Wahrscheinlich u n a u s r o t t b a r der Begriff „Work-Life-Balance“ – völlig überholt,
    Work-Life-Romance –
    wird lediglich ein Einkommensplatz gesucht ODER ein echter Arbeitsplatz ?
    Jürgen Rathje Unternehmensberatung Unternehmenskultur – Personalentwicklung Kiel/Berlin

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