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Jeder Vierte macht sich im Home-Office keine Gedanken um die IT-Sicherheit
Fahrlässiges Verhalten

Jeder Vierte macht sich im Home-Office keine Gedanken um die IT-Sicherheit

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Einer aktuellen repräsentativen Studie zufolge, macht sich über ein Viertel der Befragten wenig bis gar keine Gedanken um die IT-Sicherheit beim mobilen Arbeiten. Das ist ein fataler Fehler, denn gerade Arbeitnehmer*innen sind es, die oft zum Angriffspunkt für Cyberkriminelle im Home-Office werden.

Die Erhebung wurde vom IT-Sicherheits-Spezialisten Provectus Technologies in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Splendid Research aus Hamburg durchgeführt. Dabei wird das Sicherheits-Bewusstsein auf Arbeitnehmerseite immer wichtiger. Denn Arbeitnehmer*innen sind häufig der erste Angriffspunkt für Cyberkriminelle – vor allem seitdem immer mehr Menschen im Home-Office arbeiten und dort weniger sichere Verbindungen nutzen.

Immer mehr Maleware-Varianten im Umlauf

Aus dem Lagebericht 2021 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht hervor, dass in diesem Jahr 22 Prozent mehr Varianten an Schadprogrammen (Maleware) entwickelt wurden als noch 2020. Die Anforderung an Unternehmen liegt also auf der Hand: Auch aus der Ferne müssen optimale und sichere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Dass sich über 25 Prozent der Befragten beim mobilen Arbeiten wenig bis gar keine Gedanken um die IT-Sicherheit machen, zeigt, dass Arbeitnehmer*innen für dieses Thema noch deutlich mehr sensibilisiert werden sollten.

Die entsprechenden Technologien der Unternehmen müssen sich sowohl an den üblichen Prozessen sowie den IT-Kenntnissen der Anwender*innen orientieren. Ziel muss sein, technologisch absolute Sicherheit zu gewährleisten, ohne die Arbeitnehmer*innen in ihrer Produktivität einzuschränken.

Arbeitnehmer*innen fordern größeren digitalen Fortschritt und flexible Arbeitskonzepte

Über die Hälfte der Studienteilnehmer*innen wünscht sich von ihrem Unternehmen mehr Fortschritt hinsichtlich Digitaler Transformation. Um diese Einschätzung genauer zu untersuchen, hat Provectus aus den Studienergebnissen drei Indizes gebildet. Auf der Skala von 1 bis 7 konnten thematisch ein Kollaborations-Index, ein IT-Sicherheits-Index und ein Bedarfs-Index gebildet werden. Letzterer gibt beispielsweise Auskunft darüber, wie wichtig für Arbeitnehmer*innen orts- und zeitunabhängiges Arbeiten ist. Er ist mit 5,35 sehr hoch, was die Relevanz dieser Thematik widerspiegelt. Die Entwicklung der Indizes kann über kommende Befragungen nachvollzogen und verglichen werden. Gleichzeitig können Unternehmen sich an den Indizes messen und eigene Konsequenzen daraus ziehen.

Großteil setzt auf ineffiziente und überholte IT-Sicherheitsvorkehrungen

Wie groß der Nachholbedarf für viele Unternehmen ist, wird bei den verwendeten Sicherheitsvorkehrungen deutlich. Provectus hat sechs IT-Security-Lösungen hinsichtlich Sicherheit und Effizienz abgefragt und bewertet. Denn gute Sicherheitsvorkehrungen dürfen die Arbeitnehmer*innen nicht zu sehr in ihren täglichen Abläufen einschränken. Die „eingeschränkte Zugriffsberechtigung auf Anwendungen und Daten“ wird bei 55 Prozent der Befragten und somit am häufigsten genutzt.

Ausgerechnet diese Form steht jedoch nicht ohne Grund im Sicherheits-Effizienz-Ranking an letzter Stelle, da sie die Arbeitnehmer*innen am stärksten in Ihrer Tätigkeit einschränkt. Die beste Lösung, um ein Maximum an IT-Sicherheit und Effizienz zu vereinen, der Single-Sign-On mit Conditional Access, wird hingegen mit 25 Prozent nur einem verhältnismäßig kleinen Teil der Arbeitnehmer*innen verfügbar gemacht.

Über die Hälfte würde den Job für Aussicht auf mobiles Arbeiten wechseln

Ausbleibender digitaler Fortschritt kann sich auch auf das Recruiting auswirken. 65 Prozent der Studienteilnehmer*innen geben an, dass ihnen die Möglichkeit von Home-Office bzw. mobilen Arbeitskonzepten bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wichtig bis sehr wichtig ist. Mehr als die Hälfte würde sogar den Arbeitgeber wechseln, wenn dieser zukünftig keine flexiblen Arbeitsmodelle anbietet. Vor allem für die erfahrenen und leistungsstärksten Mitarbeitenden, wird flexibles Arbeiten immer attraktiver. Grund: Sie bringen viel Know-how mit und haben gleichzeitig noch einige Berufsjahre vor sich. In der Altersgruppe ab 30 Jahren liegt der Anteil derer, denen es wichtig bis sehr wichtig ist, orts- und zeitunabhängig zu arbeiten, bei knapp 80 Prozent. Wer diese halten oder gar für sich gewinnen möchte, hat ohne entsprechende Konzepte geringe Erfolgsaussichten.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto/Inside Creative House

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