So lassen sich Fachkräfte durch Social-Recruiting finden
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So lassen sich Fachkräfte durch Social-Recruiting finden

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Sie sind lokaler Dienstleister in Ihrer Stadt und suchen händeringend nach kompetenten Mitarbeitern für Ihr Unternehmen? In den vergangenen Jahren haben Sie immer auf Stellenanzeigen im Internet und auf Offline-Medien gesetzt – mittlerweile aber ohne Erfolg. Mit Social-Recruting könen Sie trotz Fachkräftemangel geeignete Mitarbeiter in wenigen Wochen finden.

Der Fachkräftemangel ist aktuell so präsent wie noch nie und in fast jeder Branche angekommen. Vor allem im Handwerk und Gesundheitswesen fehlen tausende qualifizierte Fachkräfte. Die Zahl der offenen Stellen für Fachkräfte hat ihren Höchststand erreicht.

Laut PricewaterhouseCoopers (PwC) blieben im Jahr 2020 nach ihrer Einschätzung, 33.000 Arzt-Vollzeitstellen unbesetzt und bis 2030 sollen es bereits 76.000 Vollzeitstellen sein. Wichtig in der aktuellen Zeit ist, dass Sie sich als Unternehmen nach außen als guten Arbeitgeber positionieren und aktiv Marketingmaßnahmen treffen, um potenzielle Bewerber anzuziehen. Es muss ein Umdenken stattfinden und Unternehmen müssen sich auf die Bedürfnisse und Wünsche von Fachkräften anpassen, denn diese sind aktuell in der glücklichen Position, sich ihren Arbeitgeber auszusuchen.

Alte Recruiting-Methoden funktionieren nicht mehr so gut wie früher

Wahrscheinlich setzen sie aktuell noch auf die alt bekannten Methoden, wie Stellenanzeigen auf großen Online-Portalen oder in Printmedien. Wie Sie sicher bemerkt haben, funktioniert das aktuell nicht mehr so gut wie es noch vor einiges Jahren funktioniert hat. Der Markt an Arbeitgebern auf Stellenbörsen ist überflutet und es gibt viel mehr Angebote als Nachfragen. Sie müssen viel Geld investieren, um eine Stelle auszuschreiben und meistens erhalten Sie entweder keine, sehr weniger oder nicht qualifizierte Bewerbungen für Ihr Unternehmen.

Dass diese Methoden nicht mehr so gut funktionieren ist kein Geheimnis, deshalb müssen Sie sich nach Alternativ-Kanälen umsehen.  Es gibt Methoden wie Social-Recruiting, dass aktuell sehr gut funktioniert. Mehr dazu erfahren Sie etwas weiter unten im Artikel.

Aktive und passive Kandidaten beim Recruiting

Ein wichtiger Punkt, den Sie bei der Suche nach Mitarbeitern unterscheiden sollten, sind aktive und passive Bewerber. Denn wenn Sie Anzeigen auf großen Stellenbörsen schalten, suchen Sie spezifisch nach aktiven Bewerbern. Das heißt nach Leuten, die aktiv auf Jobsuche sind, weil sie entweder arbeitslos sind oder ihren alten Arbeitgeber wechseln möchten. In dem gesamten Arbeitsmarkt machen aktive Bewerber einen Prozentanteil von ungefähr 20 Prozent aus. (Quelle: fanomena.io)

Über normale Stellenanzeigen erreichen Sie nur die aktiven Bewerber, die aktiv nach einem neuen Job suchen. Unterschätzt werden jedoch die passiven Bewerber, denn diese überlegen aktuell ihren Job zu wechseln, sind vielleicht nicht ganz zufrieden aber haben sich noch nicht getraut nach neuen Herausforderungen zu suchen. Wenn Sie diese Leute erreichen, werden Sie definitiv eine größere Auswahl an Bewerber haben. Das einzige, das Sie tun müssen, ist es diese Bewerber zu erreichen, auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen und diese animieren zu Ihnen zu wechseln.

Wie funktioniert Social-Recruiting?

Social-Recruiting ist die neue Methode, um an qualifizierte Fachkräfte für Ihr Unternehmen zu kommen. Diese Methode unterscheidet sich grundlegend von den alten Stellenanzeigen und funktioniert heutzutage optimal, wenn Sie es richtig machen.

Wir unterscheiden bei Social-Recruiting zwischen 2 Methoden:

Methode 1: Social Recruiting über bezahlte Facebook/Instagram- Werbeanzeigen (für passive Bewerber)

Die erste Methode ist es Social-Recruiting über bezahlte Werbeanzeigen wie Instagram und Facebook zu betreiben. Über diese Kanäle schaffen Sie es passive Bewerber zu erreichen, die noch nicht aktiv auf Jobsuche sind. Hierbei schaltet man bezahlte Anzeigen mit Werbemitteln in Form von Bildern und Videos und kann damit seine potenzielle Zielgruppe erreichen.

Sie können zum Beispiel in Facebook auswählen: „Zeigen Sie meine Anzeige bitte allen Menschen, die sich für das Thema Buchhaltung interessieren” Wenn Sie Ihre Werbemittel jetzt ansprechend gestalten und die sogenannten „Schmerzpunkte” Ihrer Zielgruppe treffen, werden diese auf Ihre Anzeige klicken und sich über Ihre Webseite bei Ihrem Unternehmen bewerben.

Für manche Menschen ist Ihre Anzeige vielleicht jetzt noch nicht relevant, aber Ihr Unternehmen wird im Kopf Ihrer Zielgruppe bleiben und wenn einer der potentiellen Bewerber nach ein paar Wochen darüber nachdenkt seinen Job zu wechseln, wird er an Ihre Firma denken.

Die Kosten pro Bewerbung variieren je nach Position. Für Quereinsteiger und Junior-Stellen kostet eine Bewerbung circa 15-20 Euro. Für Fachkräfte mit mehreren Jahren Erfahrung in einer Branche wie Steuern oder Gesundheit, kann eine qualifizierte Bewerbung bis zu 300 Euro kosten.

In der Regel erhalten Sie nach wenigen Tagen schon die erste Bewerbung, sofern Ihre Kampagne gut eingerichtet ist. Idealerweise lassen Sie die Kampagne von einem Social-Recruiting-Experten einrichten, da Sie ansonsten auch eine Menge Geld verlieren können.

 

Wie Facebook Werbeanzeigen aussehen können. Quelle: facebook.com.

Methode 2: Social Recruiting über bezahlte Google Werbeanzeigen (für aktive Bewerber)

Die zweite Methode ist es, bezahlte Werbeanzeigen auf Google zu schalten. Mit dieser Methode erreichen Sie vor allem aktive Bewerber, die gerade nach einem neuen Job suchen. Wenn zum Beispiel jemand nach „Steuerfachangestellte Frankfurt Job” sucht, haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrer Karriereseite ganz oben gefunden zu werden.

Anstelle, dass der Suchende auf großen Stellenbörsen landet, bei denen er Auswahl an hunderten Arbeitgebern hat, landet dieser auf Ihrer Karriereseite. Jetzt müssen Sie nur noch den Besucher von Ihrem Unternehmen überzeugen und schon wird dieser sich bei Ihnen bewerben. Die Kosten pro Bewerbung liegen hier auch meistens zwischen 50 und 150 € je nach Position und Qualifikationen.

Wie Google Werbeanzeigen aussehen können. Quelle: google.com

Worauf es bei gutem Social-Recruiting wirklich ankommt

Social-Recruiting ist nicht gleich Social-Recruiting. Damit Ihre Kampagnen erfolgreich werden, gibt es einige Dinge zu beachten.

  1. Leben Sie die Werte Ihres Unternehmens: Zeigen Sie die Werte, die Sie in Ihrem Unternehmen leben, nach außen. Wenn Sie zum Beispiel für Digitalisierung stehen, sollten Sie auch moderne Technik verwenden und auf Papier verzichten. Das sollte man auch in Ihrem Außenauftritt sehen können.
  2. Verzichten Sie im ersten Schritt auf ein Anschreiben und Lebenslauf: Viele potenzielle Bewerber werden Ihr Unternehmen über das Handy finden. Sei es über Google, Facebook oder Instagram. Nicht jeder hat ein Anschreiben oder ein Lebenslauf auf seinem Handy. Machen Sie es deshalb Ihrem Bewerber so einfach wie möglich und verzichten Sie im ersten Schritt auf diese Unterlagen und nutzen stattdessen ein interaktives Bewerbungsformular, in dem Sie die wichtigsten Informationen abfragen und man sich innerhalb weniger Minuten bewerben kann.
  3. Wählen Sie einen zeitgemäßen Außenauftritt: Niemand möchte sich über alte Formulare auf Ihrer Webseite bewerben. Desweiteren möchte niemand eine Webseite aufrufen, die nicht für das Handy optimiert ist. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie einen zeitgemäßen und modernen Außenauftritt haben, der das Interesse potenzieller Bewerber wecken kann. Ihre Webseite ist das Grundgerüst für alle weiteren Marketing-Aktivitäten zu Gewinnung von Neukunden oder Fachkräften.
  4. Nutzen Sie Bilder und Videos zur Präsentation Ihres Unternehmens: Gute Bilder und Videos von Ihrem Unternehmen sorgen für einen ersten guten Eindruck. Setzen Sie deshalb auf qualitativ hochwertige Bilder, die Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Büroräume in dem besten Rampenlicht präsentieren. Ihre Bilder sollten aktuell und nicht vor zehn Jahren aufgenommen worden sein.

Fazit: Social-Recruiting erreicht vor allem passive Bewerber

Gute Mitarbeiter auch während des Fachkräftemangels zu gewinnen ist kein Hexenwerk. Alte Recruiting-Methoden auf großen Stellenportalen funktioniert heutzutage nicht mehr so gut wie früher. Deshalb müssen Unternehmen mit der Zeit gehen und neue Recruiting-Methoden in Ihrem Unternehmen umsetzen. Heutzutage funktioniert Social-Recruiting über Social Media sehr gut, um passive Bewerber zu erreichen, welche circa 80% des gesamten Bewerbermarkt ausmachen.

Mit Hilfe einer guten Positionierung, modernen Webseite und einfachen Bewerbungsprozess ist es möglich mehrere Bewerbungen in der Woche oder sogar am Tag zu erhalten. Wenn Sie aktuell Schwierigkeiten haben Mitarbeiter zu gewinnen, sollten Sie Social-Recruiting für Ihr Unternehmen einsetzen.

Bildnachweis: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Jonas Strambach Jonas Strambach ist Gründer und Geschäftsführer von Jonas Strambach Consulting. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er lokale Dienstleister, weiter mit ihrem Unternehmen zu wachsen. Mit Social-Recruiting besetzt er offene Stellen meist in wenigen Wochen, auch während des Fachkräftemangels. www.jonas-strambach.de
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