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Suchmaschinenoptimierung (SEO): Grundlagen-Wissen und Tipps für die Praxis
Online-Marketing

Suchmaschinenoptimierung (SEO): Grundlagen-Wissen und Tipps für die Praxis

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Erfahren Sie, wie Sie Ihre Website mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf die nächste Ebene bringen können. Wir erklären Ihnen, was SEO ist, welche Arten es gibt, worauf es ankommt und warum es sich lohnt mit der Website ganz oben in den Suchergebnissen zu ranken? Außerdem erhalten Sie vier praktische Ranking-Tipps, um Ihre Website besser bei Google & Co. in den Trefferlisten zu positionieren.

Zusammenfassung

Suchmaschinenoptimierung: SEO auf einen Blick

Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist die Verwendung verschiedener Techniken, um die Sichtbarkeit einer Website in den organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen von Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo zu verbessern.[1]

Dazu gehören die Optimierung von Inhalten und Metadaten, die Verwendung von bestimmten Keywords und die Verknüpfung mit anderen Websites. Suchmaschinenoptimierung zielt darauf ab, die Sichtbarkeit einer Website in den Suchmaschinenergebnissen zu erhöhen, um mehr Traffic auf die Website zu lenken. Ziel ist es, die Rankings einer Website so weit wie möglich in den organischen Suchergebnissen zu verbessern.

Welche SEO-Arten gibt es?

Grundsätzlich kann zwischen zwei verschiedenen Varianten der Suchmaschinenoptimierung unterschieden werden.[2] Zu den verschiedenen Varianten zählen: Onpage-SEO und Offpage-SEO. Darüber hinaus lässt sich die Online-Marketing-Disziplin noch nach White-Hat SEO und Black-Hat SEO unterteilen.

1. Onpage-SEO

Onpage-Optimierung bezieht sich auf alle Maßnahmen, die innerhalb einer Webseite vorgenommen werden, um im Bereich SEO Erfolge zu erzielen. Beispiele hierfür sind:

  • Hochwertige und aktuelle Inhalte (Text, Bilder, Videos)
  • Informationsstruktur / Website-Architektur
  • Usability
  • Interne Verlinkung
  • URL-Management
  • SEO-freundliche URLs
  • Title Tags
  • Keyword Density

2. Offpage-SEO

Offpage-Optimierung bezieht sich auf alle Maßnahmen, die außerhalb einer Webseite vorgenommen werden, um im Bereich SEO Erfolge zu erzielen. Beispiele hierfür sind:

  • Externe Verlinkung / Erwähnungen in vertrauenswürdigen Websites
  • Social Signs (Erwähnung im Social Web: z.B. Likes, Follower)
  • White Hat und Black Hat SEO

3. White-Hat SEO und Black-Hat SEO

Darüber hinaus kann man Suchmaschinenoptimierung noch in White Hat und Black Hat SEO unterteilen.[3]

White-Hat SEO ist ein Begriff, der sich auf die Einhaltung der Richtlinien und Best Practices bei der Suchmaschinenoptimierung bezieht. Es beinhaltet die Verwendung von Techniken, die den Regeln der Suchmaschinenalgorithmen entsprechen und sicherstellen, dass eine Website auf eine Weise optimiert wird, die den Kriterien der Suchmaschinen entspricht und nicht gegen die Regeln verstößt. Diese Techniken können den Umgang mit Content, Keywords, Linkbuilding, Metadaten, URL-Struktur und vielem mehr umfassen.

Black-Hat SEO hingegen bezieht sich auf Techniken, die gegen die Richtlinien und Best Practices der Suchmaschinen verstoßen. Es beinhaltet die Verwendung von Techniken, die darauf abzielen, die Rankings einer Website zu verbessern, indem sie die Suchmaschinenalgorithmen umgehen. Diese Techniken können die Verwendung von automatisierten Programmen, Keyword-Stuffing, Cloaking, Duplicate Content und mehr beinhalten. Zum Bereich Black-Hat SEO gehören ebenfalls Maßnahmen, die darauf abzielen Webseiten von Wettbewerbern gezielt zu schwächen.

Warum Suchmaschinenoptimierung wichtig ist?

Suchmaschinenoptimierung ist wichtig, da es Ihnen ermöglicht, eine höhere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Suchmaschinen zu erreichen. Durch eine höhere Sichtbarkeit können Sie mehr Besucher auf Ihre Website lenken, was zu mehr Traffic, mehr Umsatz und letztlich zu einem größeren Unternehmenserfolg führen kann. Darüber hinaus kann eine gute SEO-Strategie auch dazu beitragen, Ihre Marke zu stärken und das Vertrauen Ihrer Zielgruppe zu gewinnen.

Laut einer Studie erhält durchschnittlich jede Website mehr als 53 % ihres Traffics über Suchmaschinen. Allein daran, dass Google 3.9 Milliarden Suchanfragen pro Tag verarbeitet, lässt sich erkennen, welches Potential die Investition in Suchmaschinenoptimierung mit sich bringt.

Welche Rolle spielt Google im Suchmaschinenmarkt?

Mit einem Marktanteil von über 91 % im Oktober 2022 aller Suchanfragen weltweit dominiert Google den globalen Suchmaschinenmarkt. Mit anderen Worten: Mehr als neun von zehn Internetnutzern, die online nach Informationen suchen, tun dies über Google.

Im Vergleich dazu erreicht der engste Wettbewerber Yahoo nur einen Bruchteil von Googles Suchvolumen. Yahoo hat derzeit einen Marktanteil von 2.95 % , dicht gefolgt von Bing mit 2,9 % und dem russischen Anbieter Yandex. In Deutschland gliedern sich die Marktanteile der beliebtesten Suchmaschinen im November 2022 auf Desktop, Mobile und Tablet wie folgt:[5]

Suchmaschine Desktop Mobile Tablet
Google 80,21 % 96.53 % 92,76 %
Bing 14,1 % 0,83 % 4,14 %
Yahoo 1,75 % 0,71 % 1,1 %
DuckDuckGo 1,27 % 0,67 %  0,68 %
Ecosia 1,08 % 0,64 % 0,42 %
Yandex 0,47 % 0,32 % 0,4 %

Sowohl weltweit, als auch in Deutschland ist Google der Marktführer. Aufgrund des großen Marktanteils lohnt es sich folglich die Website für den Algorithmus von Google zu optimieren. Der positive Nebeneffekt: Wer für Google optimiert, verbessert oft parallel dazu sein Ranking bei anderen Suchmaschinen, da der Algorithmus Aspekte wie z.B. die Pagespeed oder die Verweildauer ähnlich relevant bewertet.

Warum es sich lohnt, mit der Website ganz oben zu ranken?

Die Kurzantwort lautet: Die Ergebnisse auf der ersten Seite von Google erhalten den meisten Traffic. Laut einer Studie von Sistrix  kommen mehr als  55,2 %  des gesamten Datenverkehrs auf die ersten drei Ergebnisse, wobei der größte Teil mit 28,5 % davon auf das erste Ergebnis entfällt. Ein weiteres Ergebnis der Studie besagt, dass auf Seite 2 lediglich 2,5 % der Besucher auf die Suchergebnisse klicken.  Selbst wenn Sie daher mit den wichtigsten Suchbegriffen auf Seite 2 ranken, erhalten Sie folglich kaum Traffic auf Ihrer Website. 

Ein zu beachtender Aspekt ist jedoch, dass die Suchergebnisse von Google zunehmend mit “eigenen” Inhalten wie Antwortboxen, Knowledge Panels oder lokalen Suchergebnissen angereichert werden. Diese Funktionen kommen den Suchenden zugute, da sie bessere Antworten auf ihre Suchanfragen liefern, bedeuten aber auch, dass es mehr Wettbewerb um die begehrten oberen Plätze bei Google gibt. Folglich stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob es nicht wirtschaftlicher ist, von vornherein mit Google-Adwords ein Top-Ranking über Anzeigenplatzierungen einzukaufen. 

Praxistipp 1: Erstelle eine nutzerzentrierte Website

Die goldene SEO-Grundregel besagt, dass Suchmaschinen tendenziell bessere Rankings vergeben, wenn die Benutzer zufrieden sind. Der Inhalt und die Benutzerfreundlichkeit (UX) sind wesentliche Faktoren, um das Such-Erlebnis des Benutzers zu optimieren und seine Zufriedenheit herzustellen.

Die Basis für diese nutzerzentrierte Entwicklung setzt die exakte Kenntnis der Zielgruppe sowie klar definierte Ziele, was genau ich bei meiner Zielgruppe erreichen möchte, voraus. Nur wenn diese grundlegenden Aspekte geklärt sind, lassen sich alle Maßnahmen darauf abzielen, die Website so zu gestalten, dass sie dem Benutzer gefällt.

Praxistipp 2: Stelle hochwertigen Content bereit

Seit den Pinguin- und Panda-Updates legt Google den Ranking-Fokus auf qualitativ hochwertige Inhalte. Der Ranking-Algorithmus ist darauf ausgerichtet, möglichst viele hochwertige Inhalte im Internet zu crawlen, zu indexieren und zu ranken. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Besuchern Inhalte bereitstellen,

  • die zu einer Problemlösung beitragen
  • die gut verständlich sind und nicht in die Irre führen
  • die übersichtlich strukturiert und gut lesbar sind
  • die das Versprechen der Überschrift oder des Teasers einhalten
  • die aktuell gehalten werden
  • die aus unterschiedlichen und passenden Content-Formaten wie Text, Bild, Infografiken, Videos und Audios gestaltet sind.

Allerdings ist es nicht ausreichend nur hochwertige Inhalte zu erstellen. Um bei Google gut zu ranken, spielen auch andere Faktoren eine Rolle [6], wie z.B. das Alter der Domain, die Anzahl an Social-Signs oder die Anzahl an bereits veröffentlichten Inhalten auf der Website. Daher ist es wichtig, ein gesamtheitliches Konzept zur Suchmaschinenoptimierung zu erstellen, das auf eine erhöhte Sichtbarkeit in den Suchergebnissen abzielt.

Praxistipp 3: Erstelle Content zu den richtigen Keywörtern

Die Erstellung qualitativ hochwertiger Inhalte ist ein entscheidender Bestandteil jeder erfolgreichen SEO-Strategie. Neben der Qualität spielen jedoch noch die Auswahl der richtigen Keywords sowie das entsprechende Suchvolumen für diese Keywörter eine entscheidende Rolle. Der Begriff Suchvolumen beschreibt die Anzahl der monatlichen Suchanfragen, die ein bestimmtes Keyword über eine Suchmaschine wie z.B. Google erhält. Dabei gilt die Regel: Je mehr Suchvolumen es für ein bestimmtes Keyword gibt, desto höher sind die Chancen, darüber mehr Traffic zu erhalten.

In Verbindung mit den richtigen Keywords, der Erstellung von qualitativ hochwertigem Content und einer systematischen Vorgehensweise, kann man bei Google ein gutes Ranking erzielen. Im folgenden werden die jeweiligen Schritte dargestellt, die nötig sind, um eine erfolgreiche SEO-Content-Strategie durchzuführen:

1.Schritt: Sammeln zielgruppenspezifischer Keywords (z.B. durch Brainstorming oder mit einer Wettbewerbsanalyse anhand div. SEO-Tools)

2.Schritt: Prüfen, inwiefern Suchvolumen bei Google existiert (z.B. anhand des kostenlosen Google-Keyword-Planners)

3. Schritt: Prüfen, ob Google grundsätzlich redaktionellen Inhalt zu den definierten Keywörtern auf der ersten Seite ranken lässt und nicht andere Contenttypen wie z.B. Shoppingseiten oder wissenschaftliche Arbeiten im Ranking bevorzugt.

4.Schritt: Redaktions-Guideline erstellen

5.Schritt: Artikel-Thema/ Content-Konzept / Struktur für den Artikel erstellen

6.Schritt: Artikel erstellen und vermarkten (Social-Media + Backlinks sammeln, Newsletter etc, Stichwort: Offpage-SEO)

7. Schritt: Artikel kontinuierlich optimieren und anreichern (mit Videos, Quellenangaben, Grafiken, Neuen Aspekten)

Praxistipp 4: Sorge für eine hohe Benutzerfreundlichkeit

Als Benutzerfreundlichkeit (engl. Usability) wird die intuitive Benutzbarkeit einer Website bezeichnet. Um eine solche zu gewährleisten, muss die Website dem User das Erreichen seines Ziels auf möglichst unkomplizierte Weise und in einer optisch ansprechenden Umgebung ermöglichen. Zufriedene Nutzer verweilen länger auf der Website, was sich positiv auf das Suchmaschinenranking auswirkt.

Die folgende Checkliste zeigt die wichtigsten Elemente, die bei der Gestaltung einer Webseite aus Usability-Perspektive berücksichtigt werden sollte:

  • Site-Struktur: Der Benutzer findet sich intuitiv zurecht.
  • Navigation: Die Navigation ist nicht überladen und beinhaltet +/- 5 Menüpunkte
  • Ladezeit: Die Ladezeit zum Aufbau der Seite ist kurz
  • Schriftgröße: Die Schriftgröße muss so gestaltet sein, dass sie gut lesbar ist
  • Zugänglichkeit: Die Website muss für jeden uneingeschränkt nutzbar sein. Die Zugänglichkeit bezieht sich z.B. auf den Browser, das Endgerät oder auch auf eine Behinderung wie eine Rot-grün-Schwäche.
  • Lesbarkeit: Alle Artikel und Funktionalitäten müssen gut lesbar und benutzerbar sowie webgerecht aufgearbeitet sein. Der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrundfarbe muss ausreichend hoch sein.
  • Design: Das Design muss ansprechend sein und zur Zielgruppe passen.

Praxistipp 5: Betreibe Offpage-Optimierung

Im Vergleich zu Praxistipp 1 bis 4 bezieht sich Offpage-SEO sich auf alle Optimierungsmaßnahmen, die außerhalb der eigenen Website durchgeführt werden, um die Sichtbarkeit einer Website in den Suchmaschinen zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel Linkbuilding, Social Media Marketing und andere Maßnahmen, die darauf abzielen, die Beliebtheit und das Vertrauen einer Website bei den Suchmaschinen zu erhöhen.

Linkbuilding

Eines der wichtigsten Elemente beim Offpage-SEO ist das Linkbuilding, das darauf abzielt, von anderen Websites auf die eigene Website verlinkt zu werden. Diese Links, auch „Backlinks“ genannt, stellen für die Suchmaschinen eine Art „Empfehlung“ dar und können dazu beitragen, dass die eigene Website in den Suchresultaten besser gefunden wird. Es ist jedoch wichtig, dass die Links von relevanten und vertrauenswürdigen Websites stammen, um eine positive Wirkung auf das Ranking zu haben.

Social Media Marketing

Eine weitere Möglichkeit, das Offpage-SEO zu verbessern, ist das Social Media Marketing. Durch die aktive Präsenz auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram können Unternehmen ihre Marke bekannter machen und neue Kunden gewinnen. Auch hier können Links zur eigenen Website eine wichtige Rolle spielen, indem sie von den Nutzern geteilt werden.

Um erfolgreich im Offpage-SEO zu sein, ist es wichtig, eine umfassende Strategie zu entwickeln und verschiedene Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Dazu gehört zum Beispiel auch die Analyse von Konkurrenzwebsites und die regelmäßige Überwachung der eigenen Backlinks und Social Media Aktivitäten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eigene Website auf lange Sicht gut in den Suchmaschinen gefunden wird.

Fazit

Unternehmen, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einsetzen möchten, um ihre Online-Präsenz zu verbessern, sollten bestimmte grundlegende Praxistipps befolgen. Dazu gehört das Erstellen einer nutzerzentrierten Website, das Bereitstellen hochwertigen Contents mit den richtigen Keywörtern und die Erhöhung der Nutzerzufriedenheit. Diese Kombination an Maßnahmen bildet die Grundlage für mehr Sichtbarkeit bei Google und kann letztlich zu einer höheren Conversion und mehr Umsatz führen.

Allerdings ist es wichtig immer Up2date zu bleiben, da der Google-Algorithmus ständig verändert wird und somit auch regelmäßige Anpassungen an der eigenen Website notwendig sind. Darüber hinaus sollten Unternehmen sich im klaren sein, dass der Wettbewerb nicht schläft und es ein stetiger Kampf um die besten Plätze im Suchmaschinen-Ranking gibt. Dies kann unter Umständen sehr teuer werden.

Quellen:
[1] Andre Alpar, Markus Koczy, Maik Metzen: SEO-Strategie, Taktik und Technik; S. 15-19; Springer Gabler; Berlin; 2015
[2] Isabella Krystynek SEO-Crashkurs: 10 Schritte zum Erfolg auf Google; S. 23; Independent Published; 2020
[3] Ryte GmbH: White Hat SEO; https://de.ryte.com/wiki/White_Hat_SEO; Abgerufen am: 04.12.2022
[4] Internet Live Stats: Google Search Statistica; https://de.ryte.com/wiki/White_Hat_SEO; Abgerufen am: 21.12.2022
[5] StatCounter.com: Desktop Market Shares https://gs.statcounter.com/search-engine-market-share/desktop/germany ; Abgerufen am: 07.12.2022
[6] Searchmetrics GmbH: Die wichtigsten Google Ranking-Faktoren https://www.searchmetrics.com/de/glossar/ranking-faktor/  ; Abgerufen am: 12.12.2022

Bildnachweis: ©istockphoto.com/LightFieldStudios

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