Interne Kommunikation 2026: Anspruch hoch – Umsetzung oft gebremst
Über 50 % ohne Erfolgskontrolle: Wie strategisch ist die interne Kommunikation heute? Während 97 Prozent der befragten Unternehmen eine Strategie als wichtig oder eher wichtig einstufen, haben in der Praxis nur 17,0 Prozent eine professionell und ganzheitlich ausgearbeitete Kommunikationsstrategie etabliert.
Die D-A-CH-Befragung von beyond und Staffbase zeigt, warum Wirkungsmessung und Führungskräftekommunikation zum zentralen Gradmesser werden.
Interne Kommunikation soll Transformation möglich machen, Orientierung geben und Kultur stärken. Doch wie gut ist sie dafür wirklich aufgestellt? Der Trendmonitor Interne Kommunikation 2026 (SCM x Staffbase) zeichnet das Bild eines Fachbereichs, dessen strategische Bedeutung wächst – während Ressourcen, Steuerung und Erfolgskontrolle vielerorts nicht Schritt halten.
Zwei Befunde stechen besonders hervor: Messbarkeit wird als notwendig gesehen, bleibt in der Praxis jedoch häufig eine Dauerbaustelle. Gleichzeitig gelten Führungskräfte als Schlüssel für wirksame interne Kommunikation – doch Anspruch und Realität klaffen auseinander: Der Einfluss der Führungskräftekommunikation wird von mehr als 85 % als hoch oder sehr hoch
bewertet, gleichzeitig nennen viele erhebliche Hürden wie fehlendes Kommunikationsverständnis (fast drei Viertel) und Zeitmangel (rund 63 %).
Der Report liefert Benchmarks und Einordnungen – von Strategie und Organisation über Wirkungsmessung bis zur Rolle von Führungskräften und den Trends, die die interne Kommunikation 2026 prägen.
Strategie von großer Bedeutung
Nahezu alle befragten Unternehmen messen einer klar definierten internen Kommunikationsstrategie eine hohe Bedeutung bei, bei den meisten ist diese allerdings nicht vorhanden.
97 % halten eine Strategie für wichtig oder eher wichtig. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass nur 17,0 % über eine professionelle und umfassend ausgearbeitete Strategie verfügen. Gleichzeitig geben 23,6 % an, bislang kein schriftlich fixiertes Konzept zu haben.
Auch bei der Wirkungsmessung besteht Nachholbedarf. Lediglich 32,8 % der Betriebe verfügen über geeignete Mechanismen zur Überprüfung ihrer Ziele in der internen Kommunikation. Mehr als die Hälfte (56,3 %) misst die Wirkung gar nicht. Als Hauptgrund werden fehlende personelle oder zeitliche Kapazitäten genannt, was 49,4 % der Befragten angeben.
In der Führungskräftekommunikation zeigt sich ein klares Bild: Relevante Informationen erhalten Mitarbeitende überwiegend direkt von der Geschäftsleitung oder der internen Kommunikation. 62,6 % nennen diese Kanäle als wichtigste Informationsquelle. Deutlich dahinter folgen die direkten Vorgesetzten, die lediglich von 14,4 % als primäre Informationsgeber genannt werden.
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