Soft SkillsWie schreibt man eine professionelle Rede?

  1. Grundaussage der Rede formulieren: Machen Sie sich klar, was Sie mit Ihrer Rede beabsichtigen möchten und was Ihr Hauptziel ist. Beispielsweise Sie arbeiten an einer Rede, die für eine Ausstellungseröffnung ist. Schauen Sie sich vorher die Werke an und sprechen Sie mit der Künstlerin. Formulieren Sie zum Beispiel für sich einen Satz wie: Die junge Künstlerin vertritt Kunst, die nicht schrill, sondern eher still und leise daherkommt – als Gegenpol zu unserer hektischen Welt.
  2. Die Rede sollte auf der Grundaussage aufgebaut werden: Nun gilt es, eine Rede aufzubauen, die um die Hauptintention herumkreist. Wichtig hierbei ist, dass Sie mit einem Hauptziel „spielen“, und es mehrfach auf unterschiedliche Art und Weise wiedergeben. Wichtig hierbei ist, dass es auch wirklich authentisch ist. Bei unserer Vernissage-Rede wäre es beispielsweise fatal, wenn der Zuhörer später feststellen muss, dass die Werke der Künstlerin mit grellen Farben gezeichnet und alles andere als still und leise sind. Bleiben Sie bei der Wahrheit!
  3. Die Rede sollte abwechslungsreich sein: Bauen Sie in Ihre Rede sowohl humorvolle Sprüche als auch ernste Fakten, Gefühle und Tatsachen, mit ein. Hierbei ist es entscheidend, dass Sie die verschiedenen Sprachstile abwechselnd einbringen, dadurch lockern Sie Ihre Rede auf.
  4. Humor muss nicht Comedian-Charakter besitzen: Trauen Sie sich ruhig, humorvoll zu sein, denn das Publikum freut sich, lachen zu dürfen. Dafür müssen Ihre Witze nicht denen von Comedians gleichkommen. Es reicht eine „Brise Humor“.
  5. Anekdoten in der Rede sind immer willkommen: Sie machen eine Rede anschaulich und lebhaft. Beispielsweise eine nette Geschichte, wie es zu der Ausstellung kam oder wie die Künstlerin bereits als Kleinkind den Pinsel geschwungen hat, bringt das Auditorium zum Schmunzeln, zur Identifikation, zur Nachahmung – vielleicht aber auch zur Ablehnung. Auf alle Fälle würzen Anekdoten die Rede.
  6. Rede mit Informationen ausstatten: Die Zuhörer von heute wollen informiert bzw. zusätzlich auch neues Wissen bekommen. Gerne können Sie ebenfalls einige Informationen in Ihre Rede mit einbauen, die nicht nur um Ihren Hauptsatz herumkreisen, ohne dass Sie natürlich Ihre Zuhörer verwirren.
  7. Begrüßung kurz halten: Halten Sie die Anrede am Anfang kurz und knapp – nicht jeder Anwesende muss persönlich begrüßt werden. „Liebe Gäste“ oder „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist ausreichend, eventuell einen oder zwei Ehrengäste namentlich nennen.
  8. Zu Beginn der Rede ist ein Zitat brauchbar: Gerne könne Sie ein Zitat am Anfang Ihrer Rede mit einbringen. Gut ist ein Zitat, dass bereits etwas mit Ihrem anfänglich formulierten Hauptziel in Zusammenhang steht. Doch überladen Sie Ihre Rede nicht mit zu vielen Zitaten, denn das kann sich auch leicht gestelzt anhören.
  9. Wir-Gefühl hervorrufen: Bauen Sie zu Beginn der Rede ein Gemeinschaftsgefühl auf – wenn es gut reinpasst. Dies gelingt, in dem man beispielsweise einen Vergleich herstellt, mit dem sich das Auditorium identifizieren kann, wie: Das Oktoberfest hat dieses Jahr Besucherrekorde zu verzeichnen. Auch unser Münchner Unternehmen kann beim vergangenen „Tag der offenen Tür“ Besucherrekorde verbuchen…………
  10. Lob hört das Auditorium gerne: Loben Sie Ihr Publikum in Ihrer Rede – gesetz den Fall, Sie kennen ein Großteil des Publikums persönlich und meinen das Lob ernst.
  11. Der Schluss sollte an den Anfang der Rede anknüpfen: Gehen Sie sprachlich oder metaphorisch nochmal auf den Beginn Ihrer Rede ein. Leiten Sie auch gegebenenfalls auf den nächsten Programmpunkt über.
Carolin Fischer

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Inhaberin der Agentur Text & PR Fischer. Sie ist spezialisiert auf die Erstellung redaktioneller Inhalte sowie auf die Konzeption und Realisierung von PR-Strategien.

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