Berufliche Vorsätze

Fast die Hälfte der Deutschen möchte 2018 mehr im Job leisten als 2017

Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Studie der Job Seite Indeed, für die das Marktforschungsunternehmen respondi 2.944 Menschen in Deutschland befragte. Immerhin: Zwei Drittel der befragten Beamten glauben sich am Limit, was ihre Arbeit betrifft. Aus dieser Einschätzung leiten zumindest 37 Prozent aller Studienteilnehmer „gute berufliche Vorsätze“ für das kommende Jahr ab.

Mehr Verantwortung, mehr Meetings, weniger Privatleben

Mehr Sport, mehr Zeit für Freunde oder gesünderes Essen – die Liste der guten Vorsätze für ein neues Jahr ist lang und betrifft viele Lebensbereiche. Auch die guten Vorsätze in beruflicher Hinsicht sind überraschend vielschichtig. Diejenigen, die mit der direkten Arbeitsleistung zu tun haben, zielen primär darauf ab, die eigene Karriere entschiedener voranzubringen. So sagen 44 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie in den kommenden zwölf Monaten mehr Projektverantwortung übernehmen möchten als im vergangenen Jahr. 28 Prozent planen gar im Privatleben zurückzustecken, um so 2018 mehr Energie und Zeit in die Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahn investieren zu können.

Zudem interessant: Fast ein Drittel (32 Prozent) möchten an mehr Meetings teilnehmen, jeder Fünfte (20 Prozent) ist sogar an beruflichen Treffen interessiert, die nichts mit dem eigenen direkten beruflichen Einsatzgebiet zu tun haben.

Quelle: obs/Indeed Deutschland GmbH/Grafik: Statista

Mehr als ein Viertel wollen verstärkt im Home Office arbeiten

Im Vergleich dazu etwas weniger im Fokus der guten Vorsätze: die Veränderung von Gewohnheiten, die eigentlich den beruflichen Stress erhöhen. Nur 20,5 Prozent möchten zukünftig seltener ihre Mails von zu Hause aus checken. 24 Prozent geben zudem an, 2018 ihre Mittagspause weniger oft an ihrem Schreibtisch zu verbringen. Immerhin 28 Prozent planen öfter im Home Office zu arbeiten als im letzten Jahr.

Offener im täglichen Umgang werden

Was das Arbeitspensum in Form von Arbeitszeit betrifft, sind sich die Deutschen uneins. Während 21 Prozent der Befragten 2018 mehr arbeiten wollen als 2017, planen 24,5 Prozent ihr Arbeitspensum zu reduzieren. Deutlicher sind die Zahlen, wenn es um die Arbeitsatmosphäre und die eigene Einflussnahme darauf geht. So möchten 40 Prozent im kommenden Jahr offener und freundlicher auf ihre Kollegen zugehen. Weitere 34 Prozent haben genau das auch im täglichen Umgang mit ihrem Vorgesetzten vor. Immerhin 37 Prozent planen 2017 öfter mit ihren Kollegen etwas nach Feierabend zu unternehmen. Dabei soll dann aber weniger über den Job gesprochen werden. Denn mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer (51 Prozent) haben sich für das neue Jahr vorgenommen, ganz allgemein nach getaner Arbeit weniger an ihren Job zu denken.

Gegen das Klischee: Gute Vorsätze werden ernst genommen

Interessant ist die Hartnäckigkeit mit der die beruflichen Vorsätze für ein neues Jahr verfolgt werden. Entgegen des gängigen Klischees, dass Zukunftspläne am Jahresende oft schnell wieder verworfen sind, sagen mehr als die Hälfte (51 Prozent) derjenigen, die sich gute berufliche Vorsätze vornehmen, dass sie auch an diesen festhalten. Die, die sie doch verwerfen sind dafür besonders schnell darin: 68 Prozent von ihnen vergessen ihre Pläne bereits nach spätestens acht Wochen wieder.

Der Jobwechsel gehört übrigens für 40 Prozent zu den Vorhaben, die sie mit dem neuen Jahr verbinden. Fast vier von zehn Arbeitnehmern (38 Prozent) forcieren diesen bereits im ersten Quartal des neuen Jahres – also zu der Zeit, in denen die „guten Vorsätze“ noch nicht wieder vergessen sind.

Foto/Thumbnail: ©maurus/Depositphotos.com


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