Gründerporträt

Marek Sacha, Gründer der digitalen Werkstoff-Plattform XOM Materials

Von Onpulson Redaktion
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Marek Sacha ist Gründer und CEO von XOM Materials, der digitalen Werkstoff-Plattform, auf der Händler, Hersteller und Verbraucher zusammengebracht werden. Die Idee ist, den B2B-Handel mit Stahl, Metall und Kunststoff vollständig zu digitalisieren – von der Angebotserstellung bis zum Tracking bei der Auslieferung.

Name: Marek Sacha

Titel: CEO

Geburtsjahr: 1987

Position: Geschäftsführender Gesellschafter

Weitere Gründungen: Cera – CeraCare.co.uk, Rohlik.cz

Vita: Der gebürtige Tscheche studierte Computer Science in Prag und Mathematik in Linz. Er gründete drei Staups, bevor er 2018 zu XOM Materials kam. Untern den Startups war die britische Healthcare-Plattform Cera. Außerdem  arbeitet er als Berater bei McKinsey & Company. Aus Marek Sacha hätte theoretisch auch ein Profisportler werden können, denn er spielte eine Zeit lang erfolgreich Basketball. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Berlin.

Lebensmotto: Niemals aufgeben.

Über das Unternehmen

XOM Materials GmbH
Ackerstraße 14–15
10115 Berlin
Gründungsjahr: 2017
Mitarbeiter: >50

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Wir betreiben mit dem XOM Marktplatz eine digitale Werkstoff-Plattform, auf der wir Händler, Hersteller und Verbraucher zusammenbringen. Es geht darum, den B2B-Handel mit Stahl, Metall und Kunststoff vollständig zu digitalisieren – von der Angebotserstellung bis zum Tracking bei der Auslieferung.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Der Stahl-, Metall- und Kunststoffhandel läuft im B2B-Bereich noch in großen Teilen analog. Angebotsanfragen, Preisverhandlungen, Lieferantensuche laufen noch sehr viel über Fax und Telefon. Viele Prozessschritte lassen sich leicht digitalisieren, außerdem macht es Sinn, alle Player auf einer großen Plattform zusammenzubringen, das macht es für alle effektiver.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?

Ich als CEO und Serial-Gründer gehöre zu den Plattformexperten bei XOM. Mein Geschäftsführer-Kollege Tim Milde bringt als COO die Branchenkenntnis aus dem Stahlhandel mit. Hauptsächlich arbeiten bei uns Programmierer und andere ITler, aber natürlich auch Sales Agents, um Kunden zu betreuen.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Zumindest in Deutschland sind wir die einzigen, die eine Plattform in dieser Branche betreiben.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Ich wollte einfach meine Ideen direkt umsetzen und sehen, ob sie funktionieren. Außerdem bin ich eher ein ungeduldiger Mensch, als Unternehmer kann ich selbst das Tempo vorgeben.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

Zunächst möchten wir, wie aktuell in die USA, in weitere Länder expandieren. Zudem wollen wir die Anzahl der Lieferanten und Verbraucher, die über XOM Transaktionen abwickeln, deutlich ausweiten, um so in spätestens drei Jahren zur führenden Plattform für Werkstoffe zu werden.

Das Team von XOM Materials möchte weiterhin wachsen und sucht qualifizierte Mitarbeiter. Foto: XOM Materials

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Ich denke, allen Startups, die eine Plattform aufbauen, geht es ähnlich. Kaum ist sie gelauncht, muss man Kunden und Anbieter davon überzeugen, die Plattform zu nutzen. Anfangs war es schwer, als Neuling das Vertrauen von teilweise sehr traditionsreichen Unternehmen zu gewinnen. Aber inzwischen haben wir uns einen Namen in der Branche gemacht.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Wir sind ein unabhängiges Venture des internationalen Stahlhändlers Klöckner & Co SE.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option? Warum?

Ja sicher, wir wollen möglichst schnell wachsen.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weitergeben?

Denkt groß und lasst euch nicht so schnell abschrecken. Und sucht euch verlässliche Mitstreiter, denn ein Startup zu gründen, bringt einen an seine Grenzen.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Wir wollen weiter wachsen und suchen daher Tech-Talente, die uns beim Erreichen unserer ehrgeizigen Ziele unterstützen.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Wir digitalisieren eine ganze Branche und sind somit ein zukunftsträchtiges modernes Unternehmen.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminster. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Ich würde ihm raten, mehr Geld für die digitale Transformation zur Verfügung zu stellen, denn wenn der Wandel gelingt, haben alle etwas davon.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Ich kenne mich zwar mit dem Aufbau von Plattformen und Startups aus, bin aber ein Branchenneuling, wenn es um den Stahlhandel geht. Hier hat mir mein Kollege Tim Milde sehr geholfen. Wir sind ohnehin ein klasse Team als Geschäftsführer.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Ich wäre wirklich sehr neugierig auf Elon Musk, der mit Tesla die gesamte Automobilbranche wachgerüttelt hat. Er mag persönlich kein einfacher Mensch sein, aber er ist definitiv ein Visionär.

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