Gründerporträt

Olivier Ramel, Mitgründer von Kymono, dem Culture-Designer für personalisierte Kleidung und Büro-Accessoires

Von Onpulson Redaktion
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Kymono versteht sich als “Culture Designer“. Das Startup arbeitet mit Gründern, Personalleitern und Office Managern zusammen, die sich täglich mit dem Thema Kultur beschäftigen, um Mitarbeiter zusammenzubringen und echte Botschafter für ihre Unternehmen zu fördern. Für sie bietet Kymono eine große Auswahl an personalisierter Kleidung und Büro-Accessoires, die ihrer Unternehmenskultur entsprechen.

Name: Olivier Ramel

Geburtsjahr: 1991

Position: Mitgründer und Geschäftsführer

Weitere Gründungen: Cosy, das natürliche Getränk zum Entspannen, La Récolte der Snack-Service für Studenten, die Eventagentur Wakatepe und das Gourmetglas Mööti.

Vita: Olivier Ramel, 28 Jahre alt, blickt bereits auf einige Erfahrungen als Unternehmer zurück. Schon während seiner Schulzeit gründete er sein erstes Business, bei dem er selbst entworfene Pullover erfolgreich an 400 Schüler verkaufte. Später als Student an der International Business School in Paris entwickelte Olivier weitere Geschäftsideen. Dabei hat er sich zum Ziel gesetzt, alternative und gesunde Produkte herzustellen und den Menschen in den Mittelpunkt seines Unternehmens zu stellen.

Nach seiner Zeit bei Mööti suchte Olivier nach neuer Inspiration, deshalb gründete er 2017 Kymono. Als Geschäftsführer und Teil des Kymono “Culture Designer”-Teams hilft er Unternehmen weltweit, ihre Werte und Unternehmenskultur durch personalisierte Kleidung und Büroaccessoires auszudrücken. Mit Kymono will der Serienunternehmer die Branche für maßgeschneiderte Textilien und Bürogestaltung umkrempeln.

Lebensmotto: Kreativität ist mein Leitmotiv – jeder Tag ist ein produktiver Tag.

Über das Unternehmen

The Family
Engeldamm 60
10179 Berlin
Gründungsjahr: 2017
Mitarbeiter: 40
Telefon: +33 6 68 71 79 06
Website: kymono.co/

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Kymono versteht sich als “Culture Designer“. Wir arbeiten mit Gründern, Personalleitern und Office Managern zusammen, die sich täglich mit dem Thema Kultur beschäftigen, um Mitarbeiter zusammenzubringen und ein Team von echten Botschaftern für ihre Unternehmen aufzubauen. Für sie bieten wir eine große Auswahl an personalisierter Kleidung und Büro-Accessoires, die ihrer Unternehmenskultur entsprechen. Unsere Kunden sind unter anderem Airbnb, WeWork, Drivy, Payfit, Kapten, Leetchie … Unternehmen, die nach Branding suchen, besuchen unseren Online-Shop und wählen aus über 300 Produkten aus. Unsere Mindestbestellmenge beträgt 10 Stück und die Preise können je nach den verwendeten Personalisierungstechniken und -produkten variieren. Kunden können auch in einem unserer Showrooms (Paris, London, Madrid und Berlin) die Produkte auszuprobieren und alle Details vor Ort zu klären.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Mode und Networking waren mir schon immer wichtig. Es fing alles während einer Kaffeepause mit Alice Zagury, der Geschäftsführerin von dem europäischen Start-up-Netzwerk The Family an. Ich erzählte ihr, dass ich früher Pullover in der Schule verkauft habe, und sie gestand mir sofort, dass viele Start-ups bei The Family ihre eigenen Firmenoutfits, die zu ihrer Kultur passen, suchen. Wir haben also gemeinsam erkannt, dass es von der Mitarbeiterseite einen Bedarf gab, sich mit ihren Unternehmenswerten zu identifizieren und als Team aufzutreten. Wenige Wochen später, nachdem ich Hugo, Leiter einer Textilfabrik in der Normandie, an Bord geholt habe, entstand Kymono.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen? Wir haben ein großartiges Team mit Hugo als Textilexperte, The Family als Start-up-Netzwerk und ich bringe Erfahrung im Vertrieb mit. Unser Unternehmen zählt mittlerweile 40 Mitarbeiter, die wir gerne als “Culture Designer“ bezeichnen. Unser Hauptsitz befindet sich in Frankreich und wir haben drei weitere Büros in Großbritannien, Spanien und ganz neu hinzugekommen – auch Deutschland.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Wir frischen den Outfit-Markt für Unternehmen auf. Als wir angefangen haben, stellten wir fest, dass das damalige Angebot kaum Kundenservice und ziemlich enttäuschende Produkte bot – unmodisch und ökologisch fragwürdig. Deshalb setzt Kymono bei seiner Kleidung auf 100 Prozent biologische Qualität, Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen.

Was uns von unseren Wettbewerbern unterscheidet, ist die Tatsache, dass wir alles, was Kunden benötigen, individuell ohne jede Einschränkung anpassen können. Unsere Fantasie kennt keine Grenzen. Auch unsere Showrooms sind sehr beliebt – viele andere Anbieter bieten nichts zum anfassen und ausprobieren.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Ich bin leidenschaftlicher Unternehmer und Kymono ist bereits meine fünfte Gründung. Ein neues Unternehmen zu starten, bringt mir einfach Freude, Energie und Kreativität in den Alltag. Das ist das, was mich morgens motiviert aufwachen lässt. Besonders reizvoll fand ich es, mein Abschlusspraktikum in meinem eigenen Unternehmen absolvieren zu können.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

In etwa zwei Jahren hat sich Kymono mit einem Umsatz von über 3 Millionen Euro und Büros in vier europäischen Ländern rasant entwickelt. Unser Ziel ist es, die europäische Referenz für Corporate Fashion und Bürodesign zu werden und in fünf weiteren europäischen Ländern durchzustarten. Langfristig planen wir unseren Online-Shop weiterzuentwickeln und zu automatisieren. Schließlich ist unsere Vision einen 360° Service anzubieten, der die Beratung zu Employer Branding bis hin zur Umsetzung eines kompletten Designkonzeptes umfasst.

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Nachdem wir die Idee hatten, ging alles ziemlich schnell. Unsere größte Herausforderung ist gerade in der Wachstumsphase europäischer Marktführer im Markt für trendige Mitarbeiterbekleidung zu werden und Kymono in neuen Ländern bekannt zu machen. Gerade beim internationalen Roll-out gibt es viel zu beachten: unterschiedliche Kulturen und Denkweisen, viele externe und interne Faktoren, die von Land zu Land unterschiedlich sind. Aber wir glauben an unser Geschäft und der Bedarf an Branding wird weltweit mit Sicherheit zunehmen.

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Mit unserem Geschäftsmodell sind wir vom ersten Tag an profitabel gewesen. Dank unseres Kundennetzwerkes und Produktionsstandortes im Norden Frankreichs konnten wir schnell Aufträge annehmen und in den Distributionsprozess einsteigen. Das bedeutet, dass wir am Anfang gar nicht so viel Geld investieren mussten. Außerdem fangen wir erst nach Zahlungseingang an zu produzieren – Ausfälle oder ein großes Risiko bleibt uns daher erspart.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

Ja, sicher. In naher Zukunft möchten wir auf jeden Fall mit VC-Investoren zusammenarbeiten. Wir befinden uns aktuell mitten in unserer ersten Finanzierungsrunde.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weiter geben?

Wenn ich ein Unternehmen gründe, gebe ich stets alles. Mein Ratschlag wäre, so schnell wie möglich einzusteigen, leidenschaftlich zu arbeiten und sich immer für sein Team einzusetzen. Ich sage immer: Es gibt kein gutes Produkt oder gute Dienstleistungen, sondern nur gute Teams.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Wir sind immer auf der Suche nach neuen “Culture Designern”, besonders da wir gerade erst unseren Showroom in Berlin eröffnet haben. Deutschland hat rund 1500 Startups und viele erfolgreiche Unternehmen. Deshalb vergrößern wir gerade unser Team, um diesen Markt abzudecken. Weltweit stellen wir derzeit zehn Vertriebsmitarbeiter ein.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Wir glauben, dass das Team der Schlüssel zum Erfolg ist. Mitarbeiter, die sich mit den Unternehmenswerten identifizieren, sind effektiver und auf das Wachstum des Unternehmens ausgerichtet. Wir wenden uns an Unternehmen und Visionäre und haben Spaß daran deren Unternehmenskultur mitzugestalten. Uns ist es wichtig, dass die Mitglieder des Kymono-Teams die Bedeutung von Zusammenhalt verstehen.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

Ich hatte das Glück, Kymono zusammen mit The Family zu gründen. Als Unternehmer in Frankreich haben wir schnellen Zugriff auf staatliche und regionale Förderprogramme, die insbesondere in der Gründungsphase zur Finanzierung und Entwicklung einer Geschäftsidee beitragen. Darüber hinaus ist der Zeitaufwand für die Gründung mit durchschnittlich 3,5 Tagen (2016) sehr kurz. Ich denke, dass Deutschland und andere europäische Länder durch den Abbau von Bürokratie sowie durch die Verkürzung des Gründungsprozesses neuer Unternehmen profitieren könnten.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Meine Partner, die mich seit Beginn des Abenteuers unterstützen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Ich bin seit langem ein begeisterter Basketball Fan und wenn ich könnte, würde ich mit Kobe Bryant Essen gehen, der für mich ein Musterbeispiel für Führung und Erfolg ist.

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