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Festanstellung ist für die wenigsten IT-Freiberufler eine Option

Von Onpulson Redaktion
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Der Anteil an externen Fachkräfte wird sich erhöhen - nur noch 46 Prozent der IT-Experten sind fest angestellt. Insbesondere Freelancer (22,3 Prozent) werden zur Sicherstellung des Know-hows und der Kernkompetenzen in Betrieben benötigt. Und es geht weiter aufwärts: Zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Quote an externen Fachkräften in Zukunft "steigen" beziehungsweise "deutlich steigen" wird.

Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen IT-Freiberuflerstudie, die IDG Research Services in Zusammenarbeit mit dem führenden Personaldienstleister für IT und Engineering Allgeier Experts durchgeführt hat. Die Partnerstudie zwischen Allgeier Experts und der IDG stellte einmal mehr den Trend heraus, dass interne Mitarbeiter zunehmend als Schnittstellen in der Organisation dienen, externe Experten jedoch die Aufgaben umsetzen. Aber wie setzen sich IT-Experten, mit denen Unternehmen zusammenarbeiten, strukturell zusammen?

Selbständige IT-Fachkräfte und Outsourcing-Dienstleister haben dabei geringfügig im Vergleich zu den Ergebnissen 2018 zugelegt, die Arbeitnehmerüberlassung verbesserte sich um zwei Prozentpunkte. Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Lastspitzen abfedern, Know-how einkaufen und auf der Kostenseite Pluspunkte nutzen. Dabei bleibt die Kompetenz maßgeblicher Treiber der Entwicklung. Die Qualität der vorgelegten Profile von IT-Fachkräften spielt eine außerordentliche Rolle.

Quelle: Allgeier Experts SE/“IT Freiberufler 2019″

Das ist Unternehmen und Freelancern wichtig

Ein optimaler Prozessablauf im Sinne von einer „reibungslosen Abwicklung“ ist sowohl für die Kunden als auch für die Freiberufler ein wichtiges Kriterium. „Schnelligkeit“ und das „passende Matching“ der qualitativen Profile sind für Unternehmen ebenfalls von Bedeutung. Dennoch steht erneut die Kommunikation an der Spitze (40,5 Prozent der Befragten). Für die Freelancer hat sich die „Qualität der Kommunikation“ mit den Personaldienstleistern deutlich verbessert.

Hier wird ebenfalls gepunktet: Ganz weit oben auf der Wunschliste der Freelancer stehen „sichere Zahlungen“, gefolgt von „fairen Verträgen“. Kritischer bewertet wurden das (fehlende) „Feedback am Projektende“, die (nicht wirklich) „maßgeschneiderten Projektangebote“ und die (mangelnde) „Akzeptanz der Honoraranforderungen“.
Welche Punkte Freelancern wichtig sind, weiß auch Allgeier Experts Geschäftsführer Frank Eckes: „Ein Experte benötigt einen liquiden und zuverlässigen Partner. Kontinuierliche Auslastung und reibungslose Abwicklung stehen traditionell ganz weit vorne auf der Wunschliste aller selbständigen Berater. Durch unsere Größe, unsere Einbindung in einen großen und erfolgreichen Konzern und durch unsere langjährige Marktpräsenz erfüllen wir diese Hygienefaktoren vollumfänglich.“

Gefragte IT-Experten

Der Bedarf an IT-Kompetenzen ist ungebrochen hoch. Besonders gefragt sind die Bereiche IT-Security und Digitalisierung sowie Beratung und Softwareentwicklung. Trotz alledem sind die Stundensätze für IT-Freiberufler 2018 leicht zurück gegangen (86,73 Euro). Das war ein Rückgang gegenüber 2017 um rund zwei Prozent.

Mixed-Teams bringen Zufriedenheit

Nach wie vor schafft eine Mischung aus internen Mitarbeitern und externen Experten eine hohe Zufriedenheit bei Unternehmen und Freiberuflern gleichermaßen. Bereits die Studienergebnisse aus dem letzten Jahr brachten ähnliche Ergebnisse hervor: Damals setzten über 90 Prozent der Befragten auf Mixed Teams und das mit Erfolg: 77,3 Prozent der Unternehmensvertreter waren mit den gemischten Projektteams „sehr zufrieden“. Heute nutzen knapp 93 Prozent der befragten Unternehmen Mixed-Teams. 99,2 Prozent der Unternehmen sind zufrieden. Nicht zu toppen: Die IT und die Fachbereiche sind sogar zu 100 Prozent „zufrieden“.
Rechtliche Unsicherheit

Die Auswirkungen der Gesetzesänderung werden langsam spürbar: 53 Prozent der befragten Freelancer haben Aufträge nicht erhalten, weil das Einsatzunternehmen die rechtliche Situation rund um das Thema Scheinselbständigkeit unsicher fand (Anstieg um 14 Prozent). Im Zuge dessen bieten viele Unternehmen den Freiberuflern andere Kooperationsmodelle, wie z.B. Arbeitnehmerüberlassung, befristete Verträge oder die Tätigkeit über Vermittler an. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sind dabei „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit der Kompetenz der Personaldienstleister in punkto rechtlicher Beratung beim Einsatz von externen Fachkräften.

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Foto/Thumbnail: ©AllaSerebrina/Depositphotos.com

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