Gründerporträt

Rupert Schäfer, Gründer der digitalen Strategieberatung Nunatak Group

Von Onpulson Redaktion
Am

Rupert Schäfer ist Gründer der digitalen Strategieberatung Nunatak Group. Das Unternehmen sieht sich als Wegweiser in Zeiten der digitalen Transformation. Es identifiziert Wachstumschancen und entwirft für seine Kunden individuelle, ergebnisorientierte Strategien.

Name: Rupert Schäfer

Geburtsjahr: 1977

Position: Gründer und Managing Director

Vita: Rupert Schäfer blickt auf über zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Consumer Internet und Medien zurück. Dabei zieht sich das Thema Digitalisierung von Geschäftsmodellen wie ein roter Faden durch seine Vita. 2011 gründete er mit seinem Geschäftspartner Robert Jacobi die digitale Strategieberatung The Nunatak Group in München und fungiert dort seitdem als Managing Partner.

Zuvor arbeitete er bei Hubert Burda Media, wo er unterschiedliche digitale Themen und Beteiligungen betreute. Zudem war er Teil des Gründungsteams und langjähriger Produzent von Europas führender digitaler Zeitgeist-Konferenz DLD (Digital, Life, Design). Als Managing Partner bei Result, einer Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt auf der Internationalisierung digitaler Geschäftsmodelle, unterstützte er nationale und internationale Kunden bei der erfolgreichen digitalen Transformation. Rupert Schäfer hat bereits mehrere Firmen gegründet und ist ein aktiver Seed-Investor.

Lebensmotto: This is impossible. – Only if you believe it is.

Über das Unternehmen

The Nunatak Group
Schackstrasse 3
80539 München
Gründungsjahr: 2011
Mitarbeiter: 34
Telefon: +49 89/997 436 700

Was ist das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

The Nunatak Group versteht sich als Wegweiser in Zeiten digitaler Transformation. Wir identifizieren Wachstumschancen und entwerfen für unseren Kunden maßgeschneiderte, ergebnisorientierte Strategien. Dabei begleiten wir sie von Strategie über Konzeption und Implementierung bis hin zu Change-Management-Prozessen. Zu unseren Kunden gehören Banken und Versicherungen, Unternehmen aus den Bereichen Medien und Telekommunikation, Mobilität, Industrie, Konsumgüter und Handel. Unser Fokus liegt dabei auf Growth Strategies, Digital Strategy & Transformation, M&A sowie Data Analytics & Strategy.

Erst kommt die Vision, dann die Gründung. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gestoßen?

Wir wurden vermehrt von Kontakten angesprochen, ob wir uns nicht vorstellen könnten, sie als Berater bei verschiedenen Digital-Themen zu unterstützen. Damals haben wir schnell festgestellt, dass unsere Expertise und Erfahrung sehr wertgeschätzt wird und wir aktiv dabei helfen, Probleme zu lösen und das Geschäft unserer Kunden zu verbessern. Die Zahl der Anfragen stieg stetig und wir haben entschieden, The Nunatak Group zu gründen.

Neben einer guten Idee spielt auch die Team-Zusammensetzung oft eine entscheidende Rolle. Wie setzt sich das Team bei Ihnen zusammen?
Unser Team besteht aus Strategieberatern und Projektmanagern mit langjähriger Digital-Expertise und einem Background in BWL, Wirtschaftsingenieurwesen oder IT. Die meisten unserer Mitarbeiter gehören zu den Digital Natives – das heißt diejenigen, die mit digitalen Technologien aufgewachsen sind und für die KI, Blockchain und Virtual Reality keine Fremdwörter sind. Uns alle vereint die Leidenschaft für innovative Technologien, zukunftsweisende Trends und disruptive Geschäftsmodelle.

Wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Statt standardisierten Beratungskonzepten bieten wir individuell zugeschnittene, praxisorientierte Ansätze. Zudem profitieren wir von einem langjährigen Austausch mit den Big Playern im Digital-Bereich sowie Digital-Experten in klassischen Unternehmen. Wir sind eng vernetzt mit der Gründer- und Startup-Welt (z.B. durch Kooperationen mit Universitäten, digitale Konferenzen) und hochspezialisierten technischen Experten als Ergänzung unserer strategischen Projektteams.

Was war Ihre Motivation Unternehmer zu werden?

Mein Wunsch, unternehmerisch tätig zu sein, ist bei mir tief verankert. Bereits während des Studiums habe ich zwei Firmen gegründet. Trotzdem habe ich mich nach meinem Abschluss zunächst für ein Angestelltenverhältnis entschieden, um zu lernen, wie Unternehmen funktionieren und um mir ein Netzwerk aufzubauen. Dennoch war für mich von Anfang an klar, dass ich nicht mein Leben lang als Angestellter tätig sein möchte. Mich spornt es an, selbst etwas zu schaffen – mit allen Höhen und Tiefen, die damit einhergehen. Als Unternehmer – und da spreche ich sicherlich für viele Gleichgesinnte – will man mit seiner Dienstleistung oder seinem Produkt einen Mehrwert schaffen und schlussendlich ein Problem lösen.

Welche unternehmerischen Ziele haben Sie für die nächsten 3 Jahre?

Ziel ist es, den Grundstein für weiteres Wachstum zu legen und dabei nie den Kundenfokus aus den Augen zu verlieren. Wir möchten langfristig mit unseren Kunden wachsen. Auch die Eröffnung weiterer Standorte schließen wir dabei nicht aus, wenn sie einen strategischen Mehrwert bieten.

Was waren die größten Herausforderungen in der Gründungsphase?

Dazu zählen sicherlich die zahlreichen Entscheidungen, denen man sich als Unternehmer stellen muss: stellt man Mitarbeiter ein, wechselt man von Freelancern zu Festangestellten, ab wann fängt man an, ein Backoffice – sprich Personalabteilung, Sekretariat, etc. – aufzubauen oder wann wagt man den Schritt, sich ein größeres Büro zu leisten. Ich denke, die größte Herausforderung in der Gründungsphase ist der Sprung von der Selbständigkeit zum Unternehmertum. Schafft man es, eine Firma zu etablieren, Strukturen zu schaffen, Kundenbeziehungen aufzubauen und so zu pflegen und zu intensivieren, dass man nachhaltig wachsen und Arbeitsplätze schaffen kann?

Ein Unternehmen zu gründen und zu expandieren kostet Geld. Wie finanzieren Sie sich?

Unser Unternehmen war nie fremd- bzw. VC-finanziert. Das heißt, dass unser gesamtes Wachstum aus dem Cash Flow kommt.

Ist für Sie eine Partnerschaft mit Venture-Kapitalgebern eine Option?

In meinen Augen haben Venture-Kapitalgeber grundsätzlich ein geringes Interesse an Dienstleistern, da das Geschäft zu schwer skalierbar ist. Deswegen ist dies für uns eher keine Option.

Welchen Tipp möchten Sie an andere Gründer gerne weiter geben?

Zunächst sollte sich jeder die Frage stellen, ob man wirklich der Typ dafür ist. Denn Unternehmertum ist eine Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Man sollte sich dem Risiko und der Verantwortung bewusst sein, die man als Unternehmer trägt.

Ist Ihr Team bereits vollständig oder suchen Sie aktuell noch freie und/oder feste Mitarbeiter?

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Talenten. Derzeit haben wir wieder diverse offene Stellen als Consultants oder Projektleiter. Aber auch Praktikanten bieten wir die Möglichkeit, sich in die Konzeption von Digitalisierungsstrategien einzubringen.

Warum sollten Fach- und Führungskräfte sich bei Ihrem Unternehmen bewerben?

Wir denken Beratung anders – sowohl im Hinblick auf Unternehmenskultur und Arbeitsumfeld als auch durch unsere pragmatischen Herangehensweise. Wir arbeiten an spannenden, zukunftsorientierten Themen rund um die Digitalisierung und fördern Zusammenhalt, Fairness und ein Top-Betriebsklima. Jeder Mitarbeiter kann sich individuell weiterentwickeln und übernimmt von Beginn an verantwortungsvolle Aufgaben. Zudem haben Hierarchien bei uns einen geringen Stellenwert. Die Leute sollen Spaß an der Arbeit haben!

Stellen Sie sich vor, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminster. Was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland bei ihm wünschen?

In meinen Augen sollte man Unternehmertum mehr fördern. In Deutschland haben wir im Vergleich zu anderen Ländern ein Wirtschaftssystem, das sowohl die Gründung als auch die Finanzierung von jüngeren Unternehmen in Wachstumsphasen nicht immer einfach gestaltet. Wir brauchen ein Ökosystem, das sowohl Unternehmertum als auch wirtschaftliche Kreativität und Wachstum sichert und Firmengründungen vereinfacht. Ich denke, dass Deutschland in dieser Hinsicht beispielsweise vom Silicon Valley oder Israel noch viel lernen kann. Dort wurde ein Nährboden geschaffen, um Unternehmer und Start-ups wachsen zu lassen.

Welche Person hat Sie in der Gründungs- und Wachstumsphase besonders unterstützt? Bei wem möchten Sie sich bedanken?

Es gab viele Personen, die mich unterstützt haben. Zum einen natürlich mein Mitgründer Robert Jacobi. Mit ihm habe ich immer einen Counterpart, mit dem ich mich austauschen kann. Aber auch ehemalige Kollegen, befreundete VCs und andere Unternehmer, die mich immer in dem bestätigt haben, was wir machen und für Tipps und Hilfestellungen zur Verfügung standen und immer noch stehen.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal zum Dinner gehen und warum?

Ich würde mich gern mit Barack Obama treffen. In meinen Augen eine sehr interessante und faszinierende Persönlichkeit, die den USA gut getan hat. Von ihm würde ich mich gerne inspirieren lassen.

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.