Google Ads vs. Facebook Ads: Die Werbeanzeigen der Web-Giganten im Vergleich
Online-Marketing

Google Ads vs. Facebook Ads: Die Werbeanzeigen der Web-Giganten im Vergleich

Von Lara Meyer
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Überlegt man sich, Werbung im Netz zu schalten, fallen einem zuerst die Internet-Giganten Facebook und Google ein. Beide Plattformen geben attraktive Möglichkeiten, Ads zu platzieren, sogenannte Google Ads und Facebook Ads zur Neukundengewinnung. Doch worin unterscheiden und wo überschneiden sie sich und welche Plattform eignet sich für welches Unternehmen?

Warum Google Ads und Facebook Ads als Online-Werbung sinnvoll sind

Etwas „googeln“ ist mittlerweile in den alltäglichen Sprachgebrauch eingeflossen. Daran merkt man deutlich, welchen Stellenwert die Suchmaschine zwischenzeitlich in unserem Leben eingenommen hat. Auch Personen im Internet zu suchen (und zu finden) ist heutzutage dank Facebook und Co. keine Schwierigkeit mehr. Im Gegenteil: Versucht man mehr über Personen, egal ob privat oder geschäftlich, herauszufinden, sind Google und die sozialen Netzwerke die erste Anlaufstelle.

Vor allem durch die Nutzung von Smartphones ist die Zeit, die jede Person im Internet verbringt, rasant gestiegen. Eine Auswertung von Statista zeigt, dass im Jahr 2018 Nutzer täglich durchschnittlich 183 Minuten im Internet verbracht haben, Tendenz klar steigend.  Es ist daher die logische Konsequenz, im Internet Werbung zu schalten. Doch wo? Zwei Plattformen bieten sich auf Grund ihrer enormen Nutzerzahlen konkret an:

Kurze Erklärung beider Werbekanäle

1. Funktionsweise von Facebook Ads

Facebook ist aktuell das größte soziale Netzwerk sowohl in Deutschland als auch weltweit. Aus diesem Grund ist es für viele Unternehmen die logische Konsequenz, hier Werbung zu schalten. Facebook Ads sind, wie es der Name schon vermuten lässt, die bezahlten Werbeanzeigen, die auf der Social Media-Plattform (und der Plattform der Tochtergesellschaft Instagram) ausgespielt werden. Platziert werden die Anzeigen dabei auf zwei unterschiedliche Weisen:

  1. In einer Spalte rechts neben dem Feed
  2. Als gesponserte Posts eingebaut in den Feed

Die Werbeanzeige gestaltet jedes Unternehmen selbst. Anschließend wird diese, entsprechend des Targetings, von Facebook ausgespielt. Werbung auf Facebook verfolgt ein klares Ziel. Gewünschte Conversions in einer vorher festgelegten Zielgruppe generieren. Conversions können dabei die unterschiedlichsten Ausprägungen annehmen:

  • Interaktionen
  • Klicks
  • Leads
  • Käufe
  • u.v.m.

1. Funktionsweise von Google Ads

Google hingegen ist im Suchmaschinen-Bereich und auch im Suchmaschinenmarketing weltweit der absolute Marktführer, weshalb auch hier Anzeigen sinnvoll sein können. Google Ads können als Werbeanzeigen innerhalb der Suchergebnisse der Suchmaschine platziert werden. Hierfür werden Anzeigen ausgespielt, die entsprechend verschiedener Nutzeranfragen angepasst wurden. Dies geschieht entweder oberhalb und unterhalb der organischen Suchergebnisse. Ähnlich wie bei Facebook Ads sollen auch durch Google Ads die Conversions gesteigert werden. Außerdem können die Anzeigen ebenfalls außerhalb der Suchmaschine in Form von Display-, Video- und Shopping-Ads sichtbar sein.

Die Gemeinsamkeiten Facebook- und Google Ads

Die Grundlage beider Plattformen sind Pay-per-Click-Werbeangebote. Das bedeutet, dass die Kosten für den Werbetreibenden nur dann entstehen, wenn die Anzeige tatsächlich geklickt wurde. Die Grundidee, wie beide Systeme ihren Dienst abrechnen, ist somit die gleiche – in der genauen Ausführung unterscheiden sie sich jedoch voneinander.

Sowohl bei Facebook als auch bei Google gibt es die Option, die Werbeanzeigen als eine Kombination aus Text, Bild und Video darzustellen. Zusätzlich können diese dann durch verschiedene Erweiterungen ergänzt werden.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Werbeangebote liegt darin, dass sie Audience Networks anbieten. Im Detail bedeutet das, dass sowohl Facebook als auch Google ein Netzwerk aus weiteren Websites haben, auf denen die Anzeigen auch außerhalb der eigenen Plattformen ausgespielt werden. Dies wiederum hat starken Einfluss auf die Reichweite. Werbung wird so auch Nicht-Mitgliedern (im Fall Facebook) oder Personen angezeigt, die keine direkte Suchanfrage gestellt haben (im Fall Google), wenn diese auf themenrelevanten Websites unterwegs sind.

Eine weitere Gemeinsamkeit liegt darin, dass beide Plattformen Targeting nutzen, um die optimale Zielgruppe anzusprechen. In der Ausführung unterscheiden sich die beiden in diesem Punkt aber erneut.

Die Unterschiede zwischen Facebook- und Google Ads

Selbstverständlich sind beide Plattformen nur in den Grundzügen ähnlich und haben eine ansatzweise gleiche Basis. Wirft man einen detaillierteren Blick auf das Ganze, unterscheiden sie sich jedoch in vielen Punkten.

Google verwendet Keyword-Targeting

Der wohl markanteste Unterschied liegt in der Ausrichtung und somit dem Targeting der beiden Plattformen. Google setzt bei seinen Google Ads gezielt auf Suchanfragen, die oft eine Kaufabsicht suggerieren. Das Ganze nennt sich Paid Search. Das heißt im Umkehrschluss, dass Google bei genau den Nutzern Anzeigen schaltet, deren Suchanfragen optimal zur beworbenen Seite passen. Das funktioniert über Keyword-Targeting, das heißt dem Schalten spezieller Anzeigen auf bestimmte Schlagwörter. Außerdem können negative Keywords angegeben werden, zu denen man auf keinen Fall angezeigt werden möchte sowie Standorte, Sprache, genutzte Geräte und demographische Daten.

Facebook liefert spezielle Zielgruppen

Facebook hingegen spielt Anzeigen maßgeschneidert für eine spezielle Zielgruppe aus. Dieses Verfahren nennt sich wiederum Paid Social, das heißt Werbung auf Social Media. Werbeanzeigen werden genau den Nutzern angezeigt, die potenzielle Kunden wären und Interesse an der beworbenen Seite haben könnten. Dies geschieht wiederum über vorher gesammelte Daten – beispielsweise zum Konsumverhalten und deren anschließende Analyse.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Reichweite, denn hier gewinnt Google ganz eindeutig. Bereits 2018 behandelte die Suchmaschine weltweit rund 3,45 Milliarden Suchanfragen und das täglich. Das sind beeindruckende Zahlen. Dennoch kann Facebook auch hier mithalten. Zwar steht die Plattform nutzerzahlentechnisch im Schatten der Suchmaschine, dafür kann sie mit ausführlichen Nutzerdaten punkten. Dank dieser ist es möglich, Werbeanzeigen gezielt und quasi ohne signifikante Streuverluste an die gewünschte Zielgruppe auszuspielen.

Mit beiden Plattformen lässt sich die Zielgruppe passend erweitern

Anders als Google hat man so bei Facebook die Möglichkeit, ebenfalls die genaue Nutzergruppe durch Konsumverhalten, Interessen und Ähnliches einzugrenzen. Eine weitere besondere Funktion von Facebook sind „Lookalike Audiences“. Hiermit können potenzielle Kunden erreicht werden, die den aktuellen Bestandskunden ähneln und auf Grund dessen wahrscheinlicher am Unternehmen interessiert sind. Ein ähnliches Konzept besteht ebenfalls in Google Ads. Hier werden die Audiences allerdings automatisch erstellt, sobald bestimmte Kriterien erfüllt sind und können nicht manuell eingestellt werden.

Wann und für wen macht welche Plattform Sinn?

Werbung auf Facebook ist prinzipiell zielsicherer, soviel steht fest. Nichtsdestotrotz darf weder die Marktmacht noch die Nutzerzahlen Googles außer Acht gelassen werden. Einfach gesagt, ergänzen sie sich sozusagen. Somit ist eine Kombination beider Plattformen ideal und verbessert die Costumer Journey der Kunden. Nicht zuletzt braucht man verschiedene „Kontaktpunkte“, um einen potenziellen Kunden auch tatsächlich zum Konvertieren zu bewegen. Dies funktioniert am besten über eine Omnipräsenz auf verschiedenen Kanälen.

Wer dennoch lieber nur eine Plattform wählen möchte, dem erleichtern vielleicht folgende Kriterien den Entscheidungsprozess:

Foto/Thumbnail: ©chaiyapruek/Depositphotos.com

Über den Autor

Porträtfoto von Lara Meyer von Agentur eology

Lara Meyer Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in Würzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt. www.eology.de
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