7 innovative Start-ups aus der Medizin-Branche
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7 innovative Start-ups aus der Medizin-Branche

Von Carolin Fischer
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Zu Zeiten von Corona ist kaum ein Thema relevanter als die fortschreitende Digitalisierung der Gesundheitsbranche. Längst ist man sich einig, dass die Zukunft der Medizin innovativen Start-ups mit digitalen Konzepten gehört. Zahlreiche davon sind in den vergangenen Jahren aus dem Boden geschossen und bereichern schon heute zahlreiche Ärzte und Patienten.

Das Thema Digitalisierungsdruck spielt für die Gesundheitsbranche spätestens seit dem steigenden Interesse an digitalen Angeboten auf Seiten der Patienten eine Rolle. Ob es um Terminvereinbarung, Sprechstunden oder Gesundheitsprävention geht: Zahlreiche Verbraucher, aber auch Mitarbeiter der Gesundheitsbranche, begrüßen die Erleichterungen, die dahingehende Digitalisierung für sie bedeuten könnte. Genau das haben Start-ups mittlerweile für sich genutzt und zukunftsweisende Angebote entwickelt.

1. Doctolib

Bildquelle: Doctolib GmbH

Online binnen Sekunden einen Termin bei Ärzten in der Nähe vereinbaren. Oder sich einfach zur Videosprechstunde bei Fachärzten anmelden. Genau das ermöglicht Doctolib – Europas größtes Netzwerk aus Ärzten und Behandlern. Das französische Start-up wurde 2013 von Stanislas Niox-Chateau, Jessy Bernal, Ivan Schneider und Steve Abou-Rjeily gegründet und drei Jahre später auch in Deutschland gelauncht. Mit der Idee reagierten die Gründer auf die steigende Nachfrage an Online-Terminen seitens der Patienten. Gleichzeitig steigert das Start-up als Termin-Managementsystem die Effizienz für Mediziner und Behandler, deren Terminvergabe mit der Anmeldung auf der Plattform fortan extern abgewickelt wird

2. Caspar Health

Bildquelle: Goreha GmbH

Das Berliner Start-up Caspar Health wurde von Maximilian Michels, Maximilian von Waldenfels und Benjamin Pochhammer gegründet und vertreibt digitalisierte Reha-Behandlungen über eine Plattform an Therapeuten und Mediziner. In einem Trainingsplan mit begleitenden Videos werden Patienten Übungen vorgemacht. Außerdem können Reha-Teilnehmer über die Plattform schnell und einfach Kontakt zu ihren Therapeuten aufnehmen. Die bisher eingesammelte Investitionssumme im siebenstelligen Bereich bestätigt den Erfolg der innovativen Idee.

3. Klara

Bildquelle: Klara Technologies Inc.

Als Messaging-Plattform für Ärzte und Patienten versteht sich Klara – ein New Yorker Start-up, das 2013 von Simon Lorenz and Simon Bolz gegründet wurde. Die damalige Vision: eine Dienstleistung, die bessere Kommunikationswege zwischen Patienten und Ärzten schafft. Sämtliche Patientenkommunikation ist mit Klara innerhalb einer App zentralisiert. Ärzte können mit der digitalen Lösung zudem externe Partner wie Versicherungen und andere Fachärzte in die Kommunikation mit einbinden, um effizientere Behandlungen zu ermöglichen.

4. Smart Reporting

Bildquelle: Smart Reporting GmbH

Jahr für Jahr schreiben Ärzte in freier Form Milliarden von Befunde. Für Patienten bleiben sie meist unverständlich, aber auch andere Mediziner tun sich mit der Dekodierung teilweise schwer. Das Münchner Start-up Smart Reporting will das ändern und Ärzte bei der Dokumentation hochqualitativer Befunde unterstützen. Vorlagen und Entscheidungsbäume vereinfachen den Schreibprozess. Das 2014 durch Wieland Sommer gegründete Unternehmen konnte sich für sein Konzept bereits ein Millioneninvestment sichern.

5. Ariana

Bildquelle: Ariana Digital Health Solutions GmbH

Die Münchner Plattform Ariana Digital Health Solutions GmbH betreut Patienten vor, während und nach Krankenhausaufenthalten, um die Patientenerfahrung zu verbessern. Als Künstliche-Intelligenz-Chatbot schließt das Start-up die Lücke zwischen Fachpersonal und Patientenschaft und funktioniert ähnlich eines digitalen Coachs. Bis hin zur Begleitung bei der Einnahme von Medikamenten berät die künstliche Intelligenz in allen relevanten Fragen. Außerdem unterstützt das 2017 von Dr. Carol Wildhagen gegründete Unternehmen Krankenhäuser, Medizintechnik-Hersteller, Pharma- und Krankenversicherungsunternehmen bei einer skalierbaren Senkung ihrer Kostenkurve.

6. Awesome

Bildquelle: Awesome Technologies Innovationslabor GmbH

Das Würzburger Kommunikationstool Awesome will medizinisches Fachpersonal miteinander vernetzen und dadurch die Versorgungsqualität für Patienten verbessern. Pflegekräfte sollen so unter ärztlicher Anleitung selbst Untersuchungen übernehmen können. Durch effiziente Kommunikation sollen Arztbesuche eingespart und Krankentransporte reduziert werden. Das 2017 durch Doris Aschenbrenner und Michael Albert gegründete Unternehmen könnte durch integrierte Telemedizin Pfleger und Ärzte entlasten.

7. Cardiogo

Bildquelle: Cardiogo GmbH & CO. KG

Cardiogo wurde 2012 in Hamburg gegründet. Kardiologe Dr. Jens Beermann galt damals als weltweit erster telemedizinischer Bereitschaftsdienst aus niedergelassenen Kardiologen, die bei Herzbeschwerden jederzeit erreichbar sind. Zusätzlich zu dem von überall aus erreichbaren 24/7-Service stehen Nutzern des Start-ups eine digitale Gesundheitsakte und ein mobiles EKG-Gerät zur Verfügung. Dies soll Herzpatienten mehr Lebensqualität bei gleichzeitig erhaltener Sicherheit ermöglichen.

Foto/Thumbnail: ©everythingposs/Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Außerdem schreibt sie für verschiedene Mitarbeiterzeitschriften. Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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