Handouts: Perfekte Ergänzung mit weitreichender Wirkung
Erfolgreich präsentieren

Handouts: Perfekte Ergänzung mit weitreichender Wirkung

Carolin Fischer
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Viele Referenten verkennen die Wirkung eines Handouts. Sie drucken einfach ihre Präsentation aus und geben diese ihren Zuhörern an die Hand. Damit verschenken sie wertvolles Potenzial, welches einen beliebigen Vortrag zu einem Ereignis mit Erinnerungs-Effekt macht. Ein Handout unterstützt im Optimalfall den Vortrag und ergänzt die Präsentation um weitere Details. Wird ein Handout richtig eingesetzt, wirkt es wie ein Präsentations-Booster. Lesen Sie, was ein richtig gutes Handout ausmacht und wie es Ihnen nützt.

Handout: Eine Begriffsbestimmung

Wörtlich übersetzt bedeutet Handout so viel wie „aushändigen“. Als Substantiv spricht man von einer Handreichung oder von Handzetteln. In der Praxis ist ein Handout alles, was ein Referent im Zusammenhang mit dem eigenen Vortrag seinen Publikum aushändigt. Das Handout gibt zum einen Orientierung über die anstehenden Präsentationsinhalte und es dient Zuhörern dazu, den Vortrag im Nachhinein noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ein Handout stellt Inhalte der Präsentation recht detailliert dar. In ihm finden sich die Kernaussagen des Vortrags. Im besten Fall ist es dazu geeignet, als Nachschlagewerk für die Präsentation zu dienen. Es sollte daher in jedem Fall gesondert angefertigt werden, anstatt lediglich eine verschriftlichte Form der gesamten Präsentation zu sein.

Mehrwert ist ein Muss

Ein Handout ohne Mehrwert ist überflüssig. Stattdessen sollte es neben den zentralen Säulen des Vortrags weitere informative Inhalte und vertiefende Detailinformationen enthalten. Das Handout ist nicht nur eine Ergänzung zum Vortrag, sondern es sorgt dafür, dass die Folien in einer Power-Point-Präsentation schlanker werden. Es steht nicht mehr so viel drauf, Vortragende befreien sich damit vom Zwang, viele Folieninhalte Punkt für Punkt abzuarbeiten. Mit mehr Handlungsspielraum lassen sich Vorträge entsprechend lockerer und freier gestalten. Zudem ist es gut zu wissen, dass das ergänzende Handout die Infos nachliefert, die Sie vielleicht im Eifer des Gefechts versehentlich nicht erwähnen.

Besondere Kerninhalte, beispielsweise eine Schlüsselstatistik oder eine anschauliche Grafik, die essenziell für die zu vermittelnden Informationen ist, sollten dringend im Handout enthalten sein. Hier bietet es sich besonders an, dieses ebenfalls direkt in PowerPoint zu erstellen und auszudrucken. Damit eine professionelle Qualität gesichert ist, gibt es beim Ausdruck von Präsentationen einiges zu beachten.

Nichts dem Zufall überlassen

Unbedingt zu empfehlen sind für Präsentationen und Handouts gleichermaßen professionelle Vorlagen als Erfolgs-Baustein. Vorgefertigte Business-Slides bieten wirkungsvolle Designs und sorgen dafür, dass Redner sich auf das Wesentliche – nämlich die Inhalte – konzentrieren können. Die professionellen Grafiken sind durchdacht und vielfach erprobt. Sie helfen dabei, den Kern eines Themas herauszuarbeiten und Informationen optisch so darzustellen, dass sie rasch Eingang in die Köpfe der Hörer finden. Zudem lockern sie eine Präsentation auf, denn nicht selten bieten professionelle Slide-Vorlagen pfiffige Grafiken, spannende Bilder und attraktive Designs. Das alles verleiht einer Präsentation eine moderne Leichtigkeit mit Unterhaltungseffekt. Es fesselt Zuhörer und steigert die Chancen als unterhaltsamer Redner positiv in Erinnerung bleiben.

Die Vorteile eines guten Handouts

Einige Vorteile sind in den vorigen Absätzen schon zur Sprache gekommen. Diese Auflistung verschafft einen Überblick der Vorteile:

  • Handout entlasten die PowerPoint-Folien
  • Redner erhält mehr Spielraum
  • Teilnehmer können die Inhalte des Vortrags im Detail nachlesen
  • während des Vortrags können Zuhörer das Gesagte besser verfolgen und mit eigenen Notizen ergänzen
  • das Publikum hat sofort einen Überblick über die Inhalte

Damit diese Vorteile volle Wirkung erzielen, ist ein Handout vor dem Vortrag auszuteilen. Dann kann es zur Orientierung für Zuhörer dienen und durch ergänzende Notizen später als wertvoller Unterlage wieder hervorgeholt werden. Nicht zuletzt ist ein sorgfältig erstelltes Handout eine Visitenkarte, mit der Sie auch bei denjenigen punkten können, die vielleicht nicht die Zeit gefunden haben, persönlich zu ihrem Vortrag zu kommen.

Tipps für den Aufbau eines perfekten Handouts

Ein gutes Handout braucht etwas Vorbereitung. Es ist nicht zu empfehlen, es im letzten Augenblick zusammenzustellen, denn die fehlende Sorgfalt macht sich bemerkbar. Da das Handout nach dem Vortrag bei den Zuhörern verbleibt, kann sich eine schlampige Vorbereitung auch im Nachhinein noch rächen. Profis erstellen im Übrigen zuerst das Handout und dann erst die Präsentation. Denn das Handout ist quasi Ihr Vortrag im Detail, an dem Sie sich entlanghangeln, um eine knappe und knackige Präsentation auf PowerPoint-Folien herzustellen.

Auf formale Übereinstimmung achten

Generell ist es ratsam Präsentation und Handout im gleichen Design zu machen. Formal gesehen sollten einige Mindestinformationen zu finden sein:

  • grundlegende Infos wie Ort der Präsentation und Name des Referenten
  • Datum der Präsentation
  • eine eingängige Überschrift
  • Seitenzahlen am Fuß
  • einleitende Gliederung als Überblick

Ein Handout ist nicht zu verwechseln mit dem Transskript eines Vortrags. Es geht nicht darum, jedes Wort niederzuschreiben. Stattdessen empfiehlt es sich mit Stichpunkten und Abkürzungen zu arbeiten, Pfeile und Symbole einzusetzen. Ein zusammenhängender Text würde die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu stark fesseln, doch das soll nicht geschehen. Die Zuhörer sollen mit ihrer Aufmerksamkeit bei Ihnen und Ihrem Vortrag bleiben.

Verzichten Sie deshalb auf Schnörkelschriftarten und wählen stattdessen glatte Standardschriften. Besonders wichtig ist eine klare Gliederung, die zum Aufbau der PowerPoint Präsentation passt. Hilfreich ist ein wenig Platz an der Seite oder zwischen den einzelnen Textblöcken, um Zuhörern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Anmerkungen handschriftlich zu ergänzen.

Was steht im Handout?

Wenn das Handout mit den Rahmendaten wie Datum, Seitenzahl, Gliederung etc. versehen ist, geht es an die Ausarbeitung der Inhalte. Diese sind zielgruppengerecht aufzubereiten. Ihnen muss klar sein, welches Vorwissen die Zuhörer haben und wie viel Sie zum Thema voraussetzen können. Ein Handout ist dazu geeignet, um Basisbegriffe des Themas verständlich zu erläutern. Wenn Sie nicht gerade vor Fachpublikum referieren dann haben sie es mit Laien zu tun. Deshalb lautet ein gut gemeinter Rat, Fachtermini weitgehend außen vor zu lassen. Auf Kongressen, auf denen Sie vor Fachpublikum sprechen sind Fachtermini hingegen unverzichtbar, um die eigene Expertise zu demonstrieren. Unabhängig von dem Publikum aber zeigt ein Handout sämtliche Kernaussagen der Präsentation.

Das gewisse Extra: ausgewählte Grafiken und Bilder werten das Handout auf

Zahlreiche Redner verzichten darauf, ihr Handout mit Grafiken aufzuwerten. Damit verschenken sie einen wichtigen Vorteil, den Handouts haben. Ausgewählte Grafiken unterstreichen das Gesagte visuell und helfen dabei, auch komplizierte Sachverhalte auf einen Blick verständlich darzustellen. Natürlich sollte das Handout nicht überwiegend aus Grafiken und Bildern bestehen, sondern stattdessen nur handverlesene Grafiken und Bilder enthalten. Ein praktischer Tipp lautet zudem, auf dem Handout Hinweise auf weiterführende Literatur oder Internetseiten zu geben, falls sich Zuhörer selbst intensiver mit einem Thema befassen wollen.

Als sehr wertvoll erweisen sich in vielen Fällen die Kontaktdaten nebst Kurzvita des Redners auf dem Handout. Interessierte Zuhörer greifen manchmal Wochen oder Monate später auf das Handout zurück und melden sich beim Redner mit Rückfragen. Ein solcher Kontakt ist Gold wert, das gilt insbesondere im Business-Bereich.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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