Neue Herausforderungen bei Führungs- und Managementaufgaben
Studien-Ergebnisse

Neue Herausforderungen bei Führungs- und Managementaufgaben

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Getrieben von den übergreifenden Anforderungen durch die beschleunigte Digitalisierung, stehen die meisten Unternehmen vor großen strukturellen Herausforderungen in Bezug auf Führungs- und Managementaufgaben. Diese werden uns bis weit in und über das Jahr 2022 begleiten. Der Restrukturierung kommt dabei eine besondere Rolle zu.

Fortschreitende Digitalisierung und Corona-Pandemie stellen uns alle vor vollkommen neue Herausforderungen bei Führungs- und Managementaufgaben. Mehr denn je suchen und benötigen wir verlässliche, feste Werte und klare Ziele. Unternehmen sind sensibilisiert, dass ein „So weitermachen wie bisher“ ein riskantes Manöver ist. Change-Management ist kein abstrakter Begriff mehr. Er findet statt. Das trifft auch für Leadership und die Herausforderungen zu, mit denen sich Unternehmenslenker im Jahr 2021 konfrontiert sehen.

Das zeigt die neue Marktstudie „Leadership+ – Alles anders?“ von der Managementberatung Atreus aus München. Dafür wurden im Januar 2021 knapp 900 Spitzenführungskräfte, darunter u.a. Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und Interim Manager aus verschiedenen Branchen, befragt. Die Studie gibt exklusive Einblicke, welche betrieblichen Herausforderungen und kulturverändernden Führungs- und Managementaufgaben auf Deutschlands
Unternehmen warten.

Transformationsbedarf auf allen Ebenen

„Die Studienergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass die Digitalisierung durch die Pandemie einen Booster bekommen hat. Sie ist im gesamten Betrieb zur Hauptaufgabe und zum wichtigsten Erfolgsfaktor geworden. Dabei steht nicht nur die Transformation des Geschäftsmodells oder betrieblicher Abläufe im Fokus. Auch die Unternehmens- und Mitarbeiterführung muss künftig viel stärker als bisher den Anforderungen aus der Digital-Ära Rechnung tragen”, sagt Rainer Nagel, CEO und Mitbegründer von Atreus. „Corona hat die Unternehmenskultur einmal um 360 Grad gedreht, Führung muss umgedacht und neu ausgerichtet werden.”

Laut der Studie waren die drei größten Leadership-Herausforderungen im Jahr 2020 die Liquiditätssicherung (31 Prozent), die Aufrechterhaltung des Zusammenerhalts im Home-Office (31 Prozent) und die operative Restrukturierung (31 Prozent). Dabei glauben 36 Prozent der deutschen Entscheidungsträger, dass die Managementanforderungen im Jahr 2021 gleichbleibend hoch sein werden, 30 Prozent haben gar bessere Erwartungen an das Jahr.

Knapp die Hälfte der Führungskräfte sieht in der Digitalisierung auf allen Ebenen die größte Leadership-Herausforderung für 2021, 46 Prozent sehen in der Mitarbeiterbindung und Talentgewinnung eine besondere Aufgabe auf sich zukommen. Für mehr als die Hälfte der Führungskräfte (52 Prozent) ist der Umgang mit „Distance Leadership” die größte persönliche Herausforderung, für 46 Prozent ist es die Veränderung der Führungskultur durch die Digitalisierung.

Führung umdenken und neu ausrichten

„Das Gros der deutschen Top-Manager hat den Veränderungsbedarf erkannt und realisiert, dass der Restrukturierung und transformationalen Führung eine besondere Rolle zukommt. Neue Beschäftigungs- und Arbeitsplatzmodelle verlangen nach einer Innovationskultur, die Mitarbeiter dazu animiert, kreative und neue Wege zu gehen”, sagt Dr. Harald Linné, ebenfalls CEO und Mitbegründer von Atreus. „Insofern ist es umso mehr an der Zeit, passende Geschäftsstrategien zu entwickeln und diese auch zeitnah umzusetzen.”

Den Herausforderungen, die den Unternehmen durch die Frauenquote bevorstehen, messen knapp 50 Prozent von Deutschlands Führungskräften hingegen keinen besonderen Stellenwert bei. Eine Quote habe für die Unternehmen nicht die Priorität, gefragt sei vor allem Kompetenz und Professionalität. Das Geschlecht spiele dabei die geringere Rolle. Knapp 40 Prozent glauben aber gleichwohl, dass es schwierig wird, die richtigen weiblichen Führungskräfte zu finden und für
sich zu gewinnen.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

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