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5 Tipps für die Strukturierung Ihres Tagesablaufes
Manager-Morgenroutine

5 Tipps für die Strukturierung Ihres Tagesablaufes

Am

Corona hat viele Tagesabläufe auf den Kopf gestellt - und damit auch viele Gewohnheiten. Wie der Start in den Tag dennoch optimal, effizient und strukturiert gelingt - ob mit oder ohne Corona-Pandemie.

Nicht allein die Uhrzeit ist beim Aufstehen entscheidend. Es geht auch darum, danach das Richtige zu tun. Wie man Abläufe, die durch Corona aus dem Takt geraten sind, wieder unter Kontrolle bringt, im Folgenden.

Tipp 1: Morgenroutine aufbauen

Der richtige Start in den Tag ist ausschlaggebend für gutes Zeitmanagement. Ohne Morgenroutine geht es einfach nicht. Nach dem Weckerklingeln noch lange liegen bleiben, ziellos mit dem Handy durch E-Mails und Social Media stöbern und dann irgendwann schlecht gelaunt im Büro ankommen, ist keine gute Idee. Morgens sind die meisten Menschen mit dem Treffen qualifizierter Entscheidungen überfordert. Baut man sich ein festes Ritual auf, nach dem wirklich jeder Morgen abläuft, kommt man besser in den Tag. Der Kopf kann langsam wach werden und durch den immer gleichen Ablauf in die Konzentration finden, die spätestens im Büro wichtig ist.

Diese Routine entwickelt sich jedoch nicht von allein, sondern muss aktiv aufgebaut werden. Wer seine Routine gefunden hat, sollte sich etwa drei Wochen Zeit nehmen, um sie zu etablieren. Danach läuft das Morgenprogramm dann von allein ab.

Tipp 2: Smartphone ausschalten – morgens und bei wichtigen Aufgaben

Das Smartphone ist zwar praktisch, weil es für Erreichbarkeit und leichten Zugang zu Informationen sorgt. Gleichzeitig ist es aber ein Zeitkiller. Wer einmal anfängt, Nachrichten zu lesen, sich durch die sozialen Medien zu scrollen oder E-Mails zu beantworten, kommt davon so schnell nicht mehr los. Zu einem guten Zeitmanagement gehört, dass das Smartphone morgens nach dem Aufstehen für wenigstens eine Stunde nicht benutzt wird.

Wer konzentriert arbeiten will, legt das Gerät besser in ein anderes Zimmer oder schaltet es ganz aus. Denn natürlich verführt auch ein stumm geschaltetes Smartphone in Reichweite immer wieder dazu, auf den Bildschirm zu schauen, E-Mails abzurufen und hier und da in den News-Feed zu schauen. Das Gerät vermittelt uns einfach ständig das Gefühl, etwas zu verpassen.

Tipp 3: Wecker ohne Snooze-Taste

Erfolgreiche Menschen stehen zwar nicht zwangsläufig wie Tim Cook, CEO von Apple, um Viertel vor vier morgens auf. Aber um acht liegen sie trotzdem nicht mehr im Bett. Die Snooze-Taste ist verführerisch, aber sie sollte nicht genutzt werden. Denn sie untergräbt die Morgenroutine und motiviert nicht zum Aufstehen. Was dagegen sehr gut motiviert, ist der Gedanke daran, warum man aufstehen will. Das leckere Frühstück, der bereits duftende Kaffee, die Vorfreude auf einen produktiven Tag können sehr gut helfen.

Um dauerhaft von der Snooze-Taste loszukommen, sollte man wenigstens drei Wochen, das heißt 21 Tage lang, immer zur gleichen Zeit aufstehen. So gewöhnt sich der Körper sehr gut daran. Mit dieser Methode können sogar aus Nachteulen und Morgenmuffeln Frühaufsteher.

Tipp 4: Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Lange Tage im Büro, Meetings folgen auf Meetings, abends noch ein Geschäftsessen: Das ist erstens anstrengend und zweitens schadet es der Gesundheit. Denn de facto verbringen Manager und Managerinnen so fast den gesamten Tag im Sitzen. Um produktiv zu arbeiten und strukturiert durch den Tag zu gehen, muss aber der Kopf frei bleiben. Sport hilft dabei. So ist es empfehlenswert, morgens direkt nach dem Aufstehen eine halbe Stunde Morgensport zu machen. Die körperliche Betätigung kommt der Gesundheit zugute, macht wach und regt den Stoffwechsel an. Außerdem arbeitet der Kopf beim Sport.

Experten für Lernen und Gehirnforscher und -forscherinnen haben festgestellt, dass sich beim Sport nicht nur der Körper bewegt. Wer bei einer Aufgabe oder einem Problem festhängt, kann sich wortwörtlich freistrampeln. Beim Laufen bewegen sich nämlich auch die Gedanken weiter. Besonders hilfreich ist Laufen im Freien, denn die erhöhte Sauerstoffzufuhr tut dem Gehirn ebenfalls gut. Das Tolle am Laufen im Freien ist, dass es auch bei geschlossenen Fitnessstudios und abgesagtem Vereinsleben noch stattfinden durfte, sogar bei Ausgangssperren.

Tipp 5: Morgenroutinen beginnen am Abend vorher – mit einer To-do-Liste

Idealerweise sind die Aufgaben, die den Tag über anliegen, schon beim Aufwachen klar. Wie erreicht man das? Dies ist ganz einfach: Der Tag wird jeweils am Abend vorher geplant. Es reicht aber nicht aus, nur grob in den Kalender zu schauen.

Eine gute Tagesplanung besteht daraus, sich am Abend handschriftlich eine Liste anzufertigen, was am nächsten Tag alles erledigt werden muss. Das klingt in Zeiten von synchronisierten Kalendern auf zahlreichen digitalen Endgeräten altertümlich, macht aber Sinn. Bei der Umsetzung zwischen gesprochener Sprache und Schrift werden verschiedene Gehirnregionen angesprochen. Die Termine und Aufgaben werden dann jeweils im Sprachzentrum (Akustik) und im visuellen Zentrum (Sehen und Lesen) verarbeitet, sind somit doppelt angelegt. Wer von Hand schreibt, lässt alles zusätzlich durch den motorischen Cortex laufen. Das Schriftmuster wird im Muskelgedächtnis angelegt.

Die Handschrift funktioniert dabei ein bisschen wie das Laufen an der frischen Luft. Während der Körper mit der Fortbewegung (Stift auf Papier) beschäftigt ist, strukturiert der Kopf bereits die Aufgaben und fängt an, sie zu bearbeiten. Das ist ein unbewusster Vorgang, der sich aber am nächsten Tag auszahlt: Selbst ohne Blick auf die To-do-Liste wird der Tag strukturiert abgearbeitet. Viele Aufgaben fallen auch noch leichter. Denn in der Nacht hat das Unterbewusstsein bereits Vorarbeit geleistet und einige Lösungen gefunden.

Das Mindset spielt auch eine Rolle: Wer abends den nächsten Tag strukturiert, geht beruhigt ins Bett und weiß genau, was ihn oder sie am nächsten Tag erwartet. Das sorgt für einen ruhigen Schlaf, der erholsam ist und damit ebenfalls für einen strukturierten, guten Tag sorgt.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto/megaflopp

Über den Autor

Martin Geiger Effizientertainer® Martin Geiger hat eine Mission: Den Menschen dabei zu helfen, anders zu arbeiten und mehr zu leben. In seinen unterhaltsamen Vorträgen, Büchern und Coachings verrät der Vordenker in Sachen Produktivität, wie selbstbestimmte Zeitführung nach seiner Methode gelingt. martingeiger.com  
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Kommentare

  1. von Jürgen Rathje am 29.03.2022 | 20:12

    Der Artikel bestätigt meine analoge Sicht – hier meine Ergänzungen:
    1. Es ist wichtig, ohne Wecker aufzustehen und in Einheiten von 1,5 Stunden zu planen,
    wenn es wirklich nicht ohne Wecker geht, also Schlafzyklus z.B. 6,0 Stunden oder 7,5 oder 9,0 – das funktioniert sehr gut mit regelmäßigen Zubettgehzeiten..
    Es ist gut, „lange“ liegenzubleiben, wenn der Körper das verlangt. Jeder Tag ist anders.
    2. „Never check emails in the morning“ lautet sogar ein Buch aus Amerika
    3. Die alte Regel lautet: denke am Morgen und handle am Nachmittag – das Paradoxon ist, dass gerade Nachmenschen morgens besonders kreativ sind.
    4. Morgens Sport sollte dem biologischen Rhythmus entsprechen – völliger Quatsch für Nachtmenschen und erwiesenermaßen NICHT gesund. Kreislaufaktivierung durch „Aufräumen“ und eine 5-Minuten-Einheit Morgengymnastik sind für den Körper besser.
    6. Es versteht sich von selbst – morgens auf Nachrichten zu verzichten, dann legen Sie lieber klassische Musik auf und zünden JEDEN morgen eine Kerze für Ihren neuen Lebenstag an – mache ich seit 25 Jahren.
    7. Es empfiehlt sich, morgens das strukturelle TAGEBUCH haptisch – welches Sie führen sollten, am Morgen nachzubearbeiten, nachdem Sie am Abend vorher schon 10 Minuten dabei waren und ebenfalls Ihre Planung für den heutigen Tag gemacht haben
    um Ihr Gehirn zu entlasten. Und Sie bestimmen das Tempo und den Umfang, was für Sie am neuen Tag auf Sie einprasselt.
    Herzliche und gesunde Grüße
    Jürgen Rathje
    Unternehmensberatung Unternehmenskultur/Personalentwicklung
    Kiel/Berlin

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