Digitalisierung

Disruption

Definition:

Als Disruption wird in der Wirtschaft die Neuentwicklung von etwas bezeichnet, wenn diese ein bestehendes System revolutioniert und das alte System vollständig verdrängt. Der Begriff kommt von dem Englischen Verb ‘to disrupt’, was auf Deutsch heißt, etwas zu stören. Ist die Disruption erfolgreich, wird das alte System vollständig durch das neue ersetzt und Konkurrenten, die nicht auf das neue System gewechselt habens schnell aus dem Markt verdrängt. Jedoch ist eine Disruption in dieser reinen Form sehr selten. Es ist wahrscheinlicher, dass sie dazu führt, dass etablierte Unternehmen erhebliche Einbußen registrieren, jedoch nicht komplett aus dem Markt verdrängt werden. Große Unternehmen, die von einer Disruption betroffen sind, erholen sich fast nie komplett von dieser. Oft wird der Begriff im Zusammenhang mit Digitalisierung angesprochen.

Disruption ist besonders gefährlich für große Unternehmen, da diese sich nur schwer und langsam an neue Systeme anpassen. Eine Neustrukturierung birgt für große Unternehmen erheblich mehr Risiken als für Start-Up Unternehmen, da kleine Unternehmen nicht so viel zu verlieren haben wie Große.

Unterschied zwischen Innovation und Disruption

Der Unterschied zwischen den Begriffen Innovation und Disruption besteht darin, dass bei Innovation lediglich ein bestehendes System weiterentwickelt wird. So ist der Wechsel von der Platte als Musikmedium zur CD eine reine Innovation, da sich nur der Musikträger verändert hat. Jegliche Handelsstufen blieben jedoch gleich, da CDs immer noch in Musikläden vertrieben wurden und Zwischenhändler zwischen den Läden und den Musikern vermittelten. Das Aufkommen von Streamingdiensten wie zum Beispiel Spotify ist hingegen eine Disruption, da diese Dienste die Zwischenstufen abgeschafft haben und die Produktionskette damit revolutionierten.

Video: Wie funktioniert Disruption?

© Onpulson.de

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