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Stressbewältigung: Wie Sie mit Stress am besten lernen umzugehen

  1. Die Stress-Situation genau analysieren: Wenn Sie den Störfaktor in Ihrem Leben genau analysiert haben, können Sie ihn entweder vermeiden oder entschärfen. Beispielsweise können Sie einer nervigen Diskussion aus dem Weg gehen, d.h. diese vermeiden. Somit haben Sie sich viel Energie gespart. Allerdings sollten Sie wichtige Aussprachen wahrnehmen – in diesem Fall ist vermeiden nicht die richtige Lösung – weil sich der Ärger nur anhäuft und auf Dauer sie mehr und mehr belastet. Eine andere Möglichkeit ist, die Situation zu entschärfen. Beispielsweise in dem sie das Handy nur zu bestimmten Zeiten anschalten und ansonsten die Mailbox einstellen.
  2. Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung: Lernen Sie, Ihren Fokus auf die positiven Dinge zu lenken und bewerten Sie Situationen – auch wenn Sie zunächst negativ auf Sie wirken – positiv. Beispielsweise Sie haben Streit mit einer Person aus Ihrem Umfeld und es kommt zu einem Zerwürfnis. Zunächst werden Sie sicher verärgert über die Auseinandersetzung sein. Mit ein wenig Distanz jedoch werden Sie die Situation vielleicht anders bewerten: Sie könnten sagen, dass Ihnen der Streit nun das wahre Gesicht des sogenannten Freundes gezeigt hat und Sie dadurch vor weiteren Ärgernissen in dieser Beziehung geschützt sind.
  3. Sowohl Self-Fullfilling Prophecys vermeiden als auch Luftschlösser: Weder zu negative Vorstellungen von dem, was sie erwarten wird – „Ich mache meine Arbeit so schlecht, dass mir bald gekündigt wird“ – noch zu viele Luftschlösser – „Nach meiner nächsten Jobzusage steht meinem Karriereaufschwung nichts mehr im Wege und ich werde mir bald meinen Millionenvilla leisten können“ – sind schlecht. Versuchen Sie, ein gesundes Selbstvertrauen zu sich und Ihren Vorstellungen zu bekommen. Gehen Sie dabei Step-by-Step vor und freuen Sie sich über Teilerfolge, wie beispielsweise die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch (ohne dabei zu blumig über eine Jobzusage zu phantasieren) oder ein nettes und aufbauendes Gespräch mit Ihrem Chef (ohne dabei gleich auf einen unmittelbaren Karrieresprung zu hoffen).
  4. Sprache kontrollieren ist bedeutend: Beobachten Sie sich selbst. Benutzen Sie oft Wörter wie „Nie“, „Keiner“, „Immer“ und verbinden Sie damit oft negative Aussagen. Beispielsweise Sätze wie: „Immer habe ich den Schwarzen-Peter“, oder ähnliche. Das Leben ist zwar alles andere als immer gerecht, aber mit solchen Sätzen schießen Sie sich von vorne herein ins Aus. Ersätzen Sie doch mal das „immer“ mit „gelegentlich“ und schon sieht die Welt ganz anders aus.
  5. Ansprüche reduzieren: Viele Menschen in unserer Leistungsgesellschaft haben im Laufe der Zeit zu hohe Ansprüche über sich und ihre Lebenssituation entwickelt. Halten Sie des öfteren inne, treten Sie ein Schritt von der Stress erzeugenden Situation zurück und betrachten Sie sie aus einer neutralen Perspektive. Plötzlich kommt Ihnen die beängstigende Situation klein und vielleicht unbedeutend vor. Manchmal kann man dann auch einfach über die Gegebenheit lachen. Und Humor entschärft allemal!
  6. Ein Blick in die Psyche hilft: Mit Sicherheit kenne Sie sich so gut, dass Sie wissen, was bei Ihnen immer wieder Stress erzeugt. Oft sind es wiederkehrende Situationen. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, diese mit einem Coach oder Psychotherapeuten zu besprechen, machen Sie sich klar, dass genau diese Situationen „Ihr Thema“ sind, an dem Sie arbeiten müssen. Damit entschärfen Sie die Stress-Situation automatisch.
  7. Das Leben genießen und von zu vielen Plänen wegkommen: Wichtig ist, nicht allzu viel planen und im Moment bleiben. Das Lebensrad dreht sich unaufhörlich und verändert sich ständig. Zu viele Pläne können deswegen hinderlich sein. Oft hat das Leben einen anderen Plan und Sie sind schließlich dann nur enttäuscht, wenn diese Pläne nicht Ihren Vorstellungen entsprechen.
  8. Positive Selbstgespräche führen: Für Stress-Situationen können Sie sich Suggestiv-Sätze zurechtlegen, die sie dann zu entsprechenden Zeiten abrufen. Beispielsweise: „Ich darf auch Fehler machen“, „Eine Sache nach der anderen erledigen“, „Nicht alles persönlich nehmen“, „Ich werde daraus lernen“, etc.
  9. Stopper einbauen: Oft haben wir eine Situation oder den Inhalt eines Gespräches, das wir geführt haben oder noch führen müssen, ständig im Kopf. Bauen Sie einen Stopper ein, in dem Sie, wenn die Situation wieder auftaucht, einfach „Stopp“ sagen bzw. sagen: „Jetzt nicht, sondern heute Abend denke ich darüber nach“. Dann gönnen Sie sich abends beispielsweise eine halbe Stunde, in der sie über die Situation nachdenken. Nach Ablauf der 30 Minuten unternehmen Sie etwas, was Ihnen Spaß macht und Sie auf andere Gedanken bringt.
  10. Ausgleich durch Sport ist wichtig: Ob es das abendliche Joggen oder das Yoga ist – schaffen Sie sich sportlichen Ausgleich. Sie werden innerlich ruhiger und gelassener. Außerdem ist bewiesen, dass Sport das Selbstvertrauen stärkt. Hinzukommt ein weiterer positiver Aspekt: Aus Erfahrung wissen Sie, das Sporttraining meist anstrengemd ist, wenn Sie Erfolge erzielen wollen. So ist das auch mit Ihren Stress-Situationen. Sie zu bewältigen sollte für Sie wie ein Training sein, das zwar anstrengend, aber auf längere Sicht effektiv ist.

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