Typologie der Macht

Die Merkmale der häufigsten Chef-Typen à la Hollywood

logoboom

Mit dem absoluten Alleinherrscher Don Vito Corleone aus „Der Pate“ verglichen die meisten Befragten ihren Chef. Foto: ©logoboom/Depsoitphotos.com

Pünktlich zur kommenden Oscar-Verleihung, bei der die Stars und Sternchen über den roten Teppich laufen und für ihre Filme ausgezeichnet werden, hat sich das Karriereportal Monster einige der bekanntesten Hollywood-Charaktere für einen Chef-Vergleich ausgeliehen. In einer Online-Umfrage wollte Monster wissen, welchem Charakter der Vorgesetzte der Befragten am ehesten ähnelt.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Top zwei Typen sind: Der absolute Alleinherrscher Don Vito Corleone aus „Der Pate“ (24,5 Prozent) und die Dominante Miranda Priestly aus „Der Teufel trägt Prada“ (16,0 Prozent). Die verständnisvolle Teamplayerin alias Jules Ostin aus „Man lernt nie aus“ belegt den dritten Platz mit 15,4 Prozent.

Frage: Welcher dieser Charaktere ähnelt deinem derzeitigen Vorgesetzten am ehesten?

  • Miranda Priestly, die Dominante (Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“):
    15.9%
  • Don Vito Corleone, der absolute Alleinherrscher (Marlon Brando in „Der Pate“): 24.6%
  • P.T. Barnum, der passionierte Visionär (Hugh Jackman in „The Greatest Showman“): 5.6%
  • Jules Ostin, der verständnisvolle Teamplayer (Anne Hathaway in „The Intern/ Man lernt nie aus“): 15.2%
  • Han, der zurückhaltende Harmoniebedürftige (Matthew Moy in „2 Broke Girls“): 8.0%
  • keine/keiner von den genannten: 30.7%

Die drei häufigsten Chef-Typen:

Da jeder dieser verschiedenen Typen einen anderen Umgang verlangt, lohnt es sich, ihre Persönlichkeiten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier die drei häufigsten Chef-Typen:

1. Der absolute Alleinherrscher alias Don Vito Corleone

Ganz nach dem Motto „Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann“ ist dieser Typ Chef ähnlich wie Don Vito Corleone in „Der Pate“ sehr selbstbewusst unterwegs und behält aus seiner Sicht immer Recht. Dem absoluten Alleinherrscher mangelt es erheblich an sozialer Kompetenz. Er kann aber auch anders: Sobald ihm jemand hierarchisch Übergeordnetes gegenübersteht oder er sich von einer Person einen Nutzen verspricht, kommt seine freundliche, charismatische Seite zum Vorschein. Dieser Typ Chef ist mit Vorsicht zu genießen, denn wenn Fehler passieren, sucht er diese gerne bei anderen anstatt bei sich selbst. Falls „Untergebene“ merken, dass sie durch die Tyrannei und Aggressivität des Chefs den Spaß an ihrer Arbeit verlieren, sollten sie sich Gedanken über einen Abteilungs- und Jobwechsel machen – denn dieser Chef wird sich nicht ändern.

2. Der Dominante alias Miranda Priestly

Während einige ihn für seine Entscheidungsfreude und Expertise bewundern, leiden andere unter seiner Kontrollsucht. Dabei steckt hinter der dominanten Art und Weise oft die Angst zu versagen. Wie auch in „Der Teufel trägt Prada“ tun Mitarbeiter gut damit, den Chef wissen zu lassen, dass sie ihn und seine Position im Unternehmen respektieren. Außerdem zahlt es sich aus, ihn bei Projekten stets auf dem Laufenden zu halten, damit er das Gefühl behält, über alles Bescheid zu wissen. Bei der Anfrage nach Gehaltserhöhung, Beförderung oder ähnlichem, empfiehlt es sich, gut überlegte Argumente mit unterstützenden Zahlen und Fakten parat zu haben.

3. Der verständnisvolle Teamplayer alias Jules Ostin

Diesem Typ Chef liegen die Stimmung im Team und die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter am Herzen. Wie in der Komödie „Man lernt nie aus“ ist dieser Typ darauf bedacht, mit seiner freundlichen Art eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Der Teamplayer erkennt die Kompetenzen im Team an, kehrt aber Diskussionen und Konflikten gerne einmal den Rücken. Riskant wird es bei diesem Typ, wenn er seine Rolle als Führungskraft nicht wahrnimmt, denn spätestens in Krisenzeiten brauchen Mitarbeiter eine Leitfigur, die das Ruder in die Hand nimmt, auch wenn es mal unangenehm wird. Positive Rückmeldung zu seiner Person, sieht er durch seinen Wunsch nach Anerkennung sehr gern. Jedoch sollten seine Mitarbeiter darauf achten, sich selbst klare Ziele zu setzen und diese einzuhalten, denn der harmoniebedürftige Teamplayer drückt sich schon mal um Entscheidungen und klare Handlungsanweisungen.


0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!

Die von Ihnen erstellten Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch unsere Redaktion. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und unsere Datenschutzerklärung.