everythingposs
Online-Marketing

Local-SEO: So erreichen Sie Ihre Kundschaft vor Ort

Von Onpulson Redaktion
Am

Suchmaschinenoptimierung ist mittlerweile ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Kundengewinnung. Konsumenten nutzen Anbieter wie Bing, Yahoo und vor allem Google, um sich über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen zu informieren. Dafür verwenden sie entsprechende Schlagworte, die ihnen Erfolg bei ihrer Suche versprechen und das Suchfeld eingrenzen sollen. Das Vorgehen der User ist aber nicht nur für Online-Shops interessant, sondern ebenfalls für den stationären Handel.

Allein ein Drittel aller Google-Suchanfragen haben mittlerweile einen örtlichen Bezug, Kunden suchen bestimmte Läden, Anbieter und Institutionen in Zusammenhang mit einer Stadt. Durch Local-SEO können Sie Ihr Geschäft vor Ort bekannt machen. Doch worauf müssen Sie achten und welche Rankingkriterien gibt es?

Was versteckt sich hinter dem Begriff Local-SEO?

Suchmaschinenergebnisse passen sich dem Nutzerverhalten an. Begünstigt wird dies beispielsweise durch das Global Positioning System (kurz: GPS). Wenn Sie in Ihrer Heimatstadt ein Café suchen, dann wird Google automatisch versuchen, durch Ihr GPS-Signal (sofern vorhanden) die Anfrage räumlich einzugrenzen. Dasselbe Prinzip haben Sie auch bei Ihrer IP oder dem WLAN Access Points. Das ist auch der Grund, warum Ihnen häufig lokale Ergebnisse angezeigt werden – diese sind selbstverständlich von Standort zu Standort unterschiedlich.

Bekannt ist, dass sich die meisten User nur für die erste Seite bei Google interessieren. Daher sind die dortigen zehn Positionen äußerst begehrt. Denn nur hier besteht eine größere Chance, dass sich der Nutzer für das dargestellte Angebot entscheidet. An diesem Punkt setzt Suchmaschinenwerbung allgemein an. Mit verschiedenen Maßnahmen verbessern Sie Ihr Ranking, werden weiter oben positioniert und beeinflussen die Entscheidung des suchenden Konsumenten.

Generell gilt: Local-SEO ist unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens. Es spielt keine Rolle, ob Sie 25 oder 250 Mitarbeiter haben. Suchmaschinenoptimierung lohnt sich sowohl für ein kleines Geschäft als auch für eine namhafte Kette. Wenn Sie ansässige Konsumenten erreichen und langfristig an Ihren Laden binden wollen, werden Sie um Local-SEO nicht herumkommen. Mit den nachfolgenden Maßnahmen erhöhen Sie die Präsenz Ihrer einzelnen Standorte.

Die Top-Rankingfaktoren für Ihr Unternehmen

Selbstverständlich gibt es keine Garantie, dass Sie sich permanent unter den besten zehn Suchergebnissen befinden werden. Wenn Ihnen ein SEO-Spezialist etwas anderes erzählt, dann handelt es sich nur um Mutmaßungen. Durch verschiedene Maßnahmen können Sie allerdings die Chance deutlich erhöhen, sich gegen Ihre Konkurrenz bei Google zu behaupten.

Abbildung 1: Die wichtigsten Local-SEO Ranking-Faktoren. Bildquelle: Onpulson.de

1. Die eigene Unternehmensseite

Ein gutes Ergebnis bei Google bringt Ihnen wenig, wenn potenzielle Kunden keinerlei Zusatzinformationen über Sie finden. Daher ist es zunächst das A und O, eine Firmenseite zu erstellen. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Agenturen, die Ihnen die Aufgabe abnehmen – sofern Sie nicht über das notwendige Know-How verfügen. Folgende Details zu Ihrem Geschäft müssen ersichtlich sein:

  • Name
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

Nur so kann der Konsument Sie überhaupt finden. Passen Sie alle weiteren Informationen sowohl Ihrer Branche als auch der Lokalität an. Für Restaurants empfiehlt sich beispielsweise ein Einblick in die Menükarte. Im Dienstleistungsgewerbe sollten Sie Ihr Angebot ebenfalls übersichtlich darstellen. Je mehr Content der User erhält, umso besser. Relevant für die Suche kann zudem eine Google My Business-Seite sein. Diese ist nicht nur automatisch verknüpft mit Google Maps. Alle auf die Suchanfrage zutreffenden Informationen werden am rechten Bildschirmrand angezeigt. Wenn ein Nutzer zum Beispiel Ihr Unternehmen sucht, erhält er direkt alle Details.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass die wesentlichen Details im Internet immer aktuell sind. Das betrifft nicht nur Ihre Firmenseite, sondern ebenfalls Einträge in Branchenbüchern etc.

2. Stellen Sie Ihr Keyword-Set zusammen

Wenn Sie sich mit Suchmaschinenoptimierung befassen, werden Sie wissen, dass Sie Ihre Webseite für ein bestimmtes Keyword. Dies erhöht ebenfalls die Chance, dass Nutzer Sie finden. Wenn Sie einen lokalen Bezug herstellen wollen, sollten Ihre Keywords dementsprechend ausfallen. Sofern Sie über mehrere Standorte verfügen, ist es sinnvoll, die Keywords anzupassen: Teppiche kaufen Köln, Teppiche kaufen München etc. Wichtig ist es, dass Sie mit verschiedenen Synonymen arbeiten. Wenn Sie beispielsweise ein Fitness-Center betreiben, dann dürfen Keywords wie Fitnesszentrum und Fitnessstudio sowie ein örtlicher Bezug nicht fehlen. Da die Thematik SEO jedoch sehr komplex ist, empfiehlt sich an dieser Stelle die Hilfe eines Experten. Mittlerweile gibt es in Deutschland eine Vielzahl an Agenturen, die sich auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert haben.

3. Einträge in einschlägige Branchenverzeichnisse

Haben Sie schon einmal einen Facharzt in Ihrer Nähe gesucht? Dann ist Ihnen bestimmt aufgefallen, dass es Unmengen an speziellen Branchenbüchern wie z.B.  dastelefonbuch.de  oder GoYellow.de  gibt. Es lohnt sich für Unternehmen immer, sich in lokale Verzeichnisse einzutragen. Dieses Vorgehen nennt sich Local-Citation. Achten Sie allerdings darauf, welche sich für Ihre Firma eignen. Im Übrigen ist es egal, ob es sich um einen bezahlten oder kostenfreien Account handelt. Google ist lediglich wichtig, dass Sie einen Eintrag haben. So sind beispielsweise bei einigen Einträgen in den Branchenverzeichnissen Kundenbewertungen enthalten. Mit dieser Möglichkeit können Kunden einfacher ein Unternehmen aussuchen, das Ihren Suchkriterien und Bedürfnissen entspricht.

Interessant könnten ebenfalls vorhandene Stadtseiten sein. Dort sollten Sie unbedingt versuchen, einen Link zu Ihnen zu platzieren. Informieren Sie sich über spezielle Mitgliederlisten, die online zur Verfügung stehen. Viele Patienten nutzen diese beispielsweise, um einen bestimmten Facharzt zu finden. Sofern Sie im Gesundheitswesen tätig sind, verbessert ein dortiger Eintrag Ihr Ranking. Für Restaurants und Lebensmittelgeschäfte eignen sich zudem spezielle Lieferserviceseiten oder Apps.

4. Vergessen Sie mobile Endgeräte nicht

Immer mehr Konsumenten nutzen Google auf Ihrem Smartphone. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Anzeige auf einem mobilen Gerät deutlich kleiner ist als auf einem Laptop oder PC. Daher sollten Sie auch hier die Nutzerfreundlichkeit im Auge behalten. Denn dies ist für Google ebenfalls ein äußerst wichtiger Rankingfaktor. Sind die User zufrieden, ist es Google auch. Um herauszufinden, ob bei Ihnen Handlungsbedarf besteht, können Sie dieses kostenlose Tool benutzen. Danach wissen Sie, ob Sie technische Anpassungen an Ihrer Website vornehmen müssen oder nicht.

5. Überzeugen Sie durch Kundenbewertungen

User orientieren sich an den Bewertungen anderer. Das ist nicht nur beim Shopping so, sondern ebenfalls bei der Suche nach einer geeigneten Lokalität. Ein Großteil der Nutzer wird durch Kommentare und Bewertungen maßgeblich beeinflusst. Je besser die Eindrücke der Kunden ausfallen, umso höher steigen Sie im Google-Ranking auf. Sie sollten sich allerdings auch nicht von negativen Bemerkungen aus der Bahn werfen lassen. Besser ist es, wenn Sie souverän damit umgehen und die Antwortfunkton nutzen. Treten Sie mit dem unzufriedenen Nutzer in direkten Kontakt. Fragen Sie nach, was die Ursachen der Beschwerde sind. Dann zeigen Sie allen Lesern gleich, wie wichtig Ihnen die Zufriedenheit Ihrer Besucher ist und das Sie stets bemüht sind, alle Probleme direkt zu lösen.

6. Sorgen Sie für Backlinks

Dabei handelt es sich um Links zu Ihrer Homepage, die auf anderen Websites gesetzt werden. Doch was bedeutet das konkret? Nehmen wir einmal an, ein Food-Blogger war in Ihrem Restaurant und vollkommen zufrieden mit dem Service, dem Essen und dem Ambiente. Dann kann es sein, dass er sie nicht nur auf seinem Instagram-, Twitter- oder Facebook-Account verlinkt, sondern ebenfalls in seinem Blog. Die Weiterleitung auf Ihre Seite wird Backlink genannt. Ein weiteres Beispiel wären Artikel, die sich zum Beispiel mit den besten Werkstätten der Region beschäftigen. Sie werden namentlich in dem Artikel erwähnt und selbstverständlich gibt es einen Link auf Ihre Website. Je mehr Backlinks Sie haben, umso interessanter stuft Google Sie ein. Schließlich muss es ja einen Grund geben, warum Sie so oft verlinkt werden.

In der Theorie ganz einfach

Oft scheitert es allerdings an Kleinigkeiten. Ein häufiges Problem sind unvollständige oder nicht aktuelle Firmendaten wie Öffnungszeiten oder Telefonnummer. Kunden verlassen sich auf die Details, die sie im Internet finden. Und Local-SEO hilft Ihnen als Unternehmen dabei, dem Nutzer genau den Content zur Verfügung zu stellen, den er sucht. Sind die Informationen aber falsch, hinterlässt dies einen negativen Beigeschmack, der sich im schlimmsten Fall auf den kompletten Eindruck Ihrer Firma ausweiten kann. Local-SEO ist daher auch nichts, was Sie nebenbei und sporadisch betreiben können. Sie müssen sprichwörtlich am Ball bleiben. Dann werden Sie schnell merken, wie kleine Maßnahmen zu einem großen Erfolg führen können.

Foto/Thumbnail: ©everythingposs/Depositphotos.com

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.