8 Tipps für effektives Local SEO
Online-Marketing

8 Tipps für effektives Local SEO

Carolin Fischer
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In den letzten Jahren war ein großer Beweggrund, aus dem viele Unternehmen eine Onlinepräsenz aufgebaut haben, die digitale Globalisierung. Mit nur einer Webseite Kunden auf der ganzen Welt zu erreichen, hat neue Märkte eröffnet. Aber nicht für jedes Unternehmen ist das Ziel eine globale Reichweite. Lokale Dienstleister müssen nicht den Kunden am anderen Ende der Welt erreichen, sondern vor Ort. Für sie eignet sich das Local SEO. Worum geht es hierbei und was sind die besten Methoden?

Was genau versteht man unter Local SEO?

Local SEO ist eine spezifische Fachrichtung der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Während sich SEO insgesamt auf Kunden- und Gewinnzuwachs durch eine gesteigerte Wahrnehmung in Suchmaschinenergebnissen konzentriert, liegt der Fokus bei dem Local SEO darauf, durch diese Strategien gezielt von lokalen Kunden gefunden zu werden.

  • Local SEO ist lokales Marketing über das Internet und Suchmaschinenalgorithmen.

Statt für lokales Marketing nur Plakate, Flyer und Co. zu nutzen, wird dafür gesorgt, dass Kunden, die online nach der passenden Dienstleistung suchen, auf das Unternehmen verwiesen werden. Dafür werden Einträge in Branchenbücher, Google My Business Profile und klassische SEO-Strategien verwendet.

Das Local SEO fungiert als eine Schnittstelle zwischen Online- und Offline-Marketing für regionale Unternehmen. Sie basiert auf dem ROPO-Effekt (reserach online, purchase offline). Kunden können sich online Informationen zu den lokalen Dienstleistern holen und sie offline wahrnehmen. Dafür ist es entscheidend, welche Fülle von Informationen sie dort finden und welche Angebote ihnen von Google aufgrund der Algorithmen bevorzugt angezeigt werden.

8 Tipps für die lokale Suchmaschinenoptimierung

SEO hat einen großen Umfang an verschiedenen Methoden, um Suchmaschinenrankings zu verbessern. Auch das Local SEO ist umfangreich. Ein großer Teil ist das Prinzip des SoLoMo-Marketings (social, local, mobile). Die Interaktion mit Kunden (über Social-Media, aber auch Kundenbewertungen und Co.), der Fokus auf lokale Suchanzeigen und eine Optimierung für mobile Endgeräte sind drei der wichtigsten Faktoren.

1. Local Citations

Die NAP-Daten sind ein wichtiges Werkzeug für Unternehmen, um von Suchmaschinen als wertvoll angesehen zu werden. NAP steht für Name, Adress & Phone Number, das heißt die Firmen-Kontaktinformationen. Sie werden auch als Local Citations bezeichnet. Citation wird in diesem Sinne als „lobende Erwähnung“ verstanden.

Jedes Mal, wenn die Suchmaschine das Internet nach möglichen Antworten auf eine Suchanfrage durchsucht und dabei über eine Angabe der NAP-Daten stolpert, zählt sie diese als Empfehlung. Der Algorithmus geht davon aus, dass eine Webseite, die die Kontaktinformationen zu dieser Firma auflistet, das Unternehmen für gut befindet.

Je mehr dieser Empfehlungen die Suchmaschine zählt, desto wahrscheinlicher scheint es ihr, dass sie mit der Angabe des dazugehörigen Unternehmens dem Suchenden hilft.

Aber Citation ist nicht gleich Citation. Der Algorithmus von Suchmaschinen bewertet auch, wie vertrauenswürdig die Seiten sind, die die NAP-Daten tragen. Deshalb bringt es nichts, Local Citations auf beliebigen Webseiten zu verteilen. Eine effektive Local Citation Platzierung sind beispielsweise Branchenbücher in Internet.

2. Google My Business

Google My Business ist der Name des Unternehmens-Accounts von Google. Firmen können sich für diesen registrieren und sind dann über die Google My Business Profile zu finden. Wir kennen sie als die kleinen Informationskästchen in Google-Suchergebnissen, die uns ein Bild, eine Google Maps Karte, Adressinformationen, Öffnungszeiten, Webseite und vieles mehr anzeigen. Die Informationen, die in diesen Kästen zu finden sind, muss das Unternehmen selbst ausfüllen.

Alle Informationen, die dort angegeben sind, nutzt Google, um das Ranking zu erstellen, nach dem lokale Unternehmen zuerst oder zuletzt auf der Ergebnisseite angezeigt werden. Je mehr Informationen man ausfüllt, desto besser wird man wahrgenommen.

Laut einer Moz-Studie, die alle Ranking-Faktoren untersucht hat, liegt die Bedeutung des Inhalts von Google My Business mit 14,7 % auf Platz drei, nach den Onpage- und Link-Signalen. Kunden und Suchmaschinen bewerten anhand der Angaben (wie Kategorie, Stichworte, Nähe), ob das Unternehmen zu der Suchanfrage passt.

3. Hochwertige Gestaltung

Geht es darum auf den ersten Blick eine Bewertung zu erstellen, welches Unternehmen aus einer Liste man bevorzugt, ist das Oberflächliche durchaus wichtig. Jegliche Fotos für die eigene Webseite, Social-Media oder die Google My Business Anzeige sollten professionell und ansprechend aussehen.

4. Mobiles Design

Die enge Verbindung zwischen online und offline zeigt sich auch darin, dass diese lokalen Suchanfragen bevorzugt über mobile Geräte getätigt werden. Häufig sind die Kunden dabei bereits unterwegs und suchen dann nach passenden Angeboten in ihrer Nähe. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Unternehmen bei dieser Suche als Punkt auf der Karte auftaucht und dabei auch noch gut bewertet ist.

So gilt bei dem Webauftritt des Unternehmens auch das Schlagwort: Responsive Webdesign. Die Webseite sollte ohne Probleme auf jedem Endgerät angezeigt werden und genau nach den Bedingungen von Handy, Tablet oder PC angezeigt werden, damit sie problemlos navigiert werden kann und gut aussieht.

5. Content mit Mehrwert

Nicht nur die Bilder, auch der Inhalt muss passen. Gerade wenn man nur wenig Platz zur Verfügung hat, benötigt man prägnante Texte, die nicht nur ansprechen, sondern genau die Information enthalten, die den Kunden zum Anklicken der Firmenwebsite bringt. Am besten nutzt man hier Calls to Action, die den Kunden aufrufen zu handeln.

Zu dem Webauftritt gehören informative Beiträge, transparente Texte zu den Angeboten und auch Inhalte zum Team, der Philosophie und den Werten des Unternehmens.

6. Social-Media-Auftritt

Der soziale Aspekt ist eine der machtvollsten Kundenakquise- und Kundenbindungsstrategien. Social-Media-Plattformen erlauben es uns, in den direkten Kontakt zu treten. Die Kunden sollten hier nicht nur informative Inhalte erhalten, die ihnen einen Grund geben, die Seite zu abonnieren, sie sollten hier so gut wie möglich integriert werden.

Gewinnspiele, direkte Ansprachen, das kompetente Beantworten von Fragen oder der Aufruf, in den Kommentaren eines Beitrags etwas zu teilen, helfen dabei, dass der Kunde sich wahrgenommen und wohlfühlt.

7. Kooperation

Die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen kann bei beiden Firmen von Vorteil sein. Diese Kooperationspartner können in ihrem Onlineauftritt für den anderen werben. Die Verlinkung zu der Webseite des anderen oder Zusammenarbeiten bei lokalen und Online-Events sind wertvoll. Besonders gut funktioniert das, wenn es eine strategische Zusammenarbeit von Unternehmen ist, deren Dienstleistungen sich ergänzen und eine ähnliche Zielgruppe ansprechen.

8. Onpage-Optimierung

Die Onpage-Optimierung ist ein großer Teil des SEOs, denn sie umfasst viele Bereiche. Insgesamt beschreibt es die Optimierung von Technik und Inhalt der Firmenwebseite. Manche der bereits genannten Tipps gehören streng genommen zu der Onpage-Optimierung. Darunter fallen aber viele weitere Dinge, zum Beispiel:

  • Webseiten-Struktur (incl. Sitemap)
  • Bildalternativtexte
  • nachvollziehbare URL-Strukturen und interne Verlinkungen
  • optimierte Metadaten (Stichworte, Prägnanz …)
  • optimierter Content (Textlänge, Wortwahl, Struktur, Medien …)
  • Ladezeiten reduzieren
  • Fehlermeldungen beheben
  • etc.

Eine Überarbeitung im Hinblick auf die Onpage-Optimierung sorgt unter anderem dafür, dass die URLs beschreiben, was man auf der dazugehörigen Seite findet, dass ein logischer Seitenaufbau existiert und dass in Texten die richtigen Schlagworte vorkommen, nach denen Kunden suchen. In Bezug auf das Local SEO geht es bei der Onpage-Optimierung zum Beispiel darum, dass die Schreibweise der NAP-Daten überall konsistent ist.

Darum ist Local SEO so wichtig für ein Unternehmen

Regionale Unternehmen machen sich durch Local SEO bemerkbar. Durch die richtigen Strategien können sie sich von der Konkurrenz abheben und die Wahrscheinlichkeit steigert, dass Kunden ihren Service finden, ihre Webseite anklicken und die angebotene Dienstleistung wahrnehmen. Richtig angewendet steigert es ihren Gewinn und die Neukundenakquise.

Die Philosophie rund um den Nachhaltigkeitsgedanken bringt dazu auch immer mehr Menschen dazu, gezielt regional einzukaufen. Sie bevorzugen eine persönliche statt anonyme Beratung und wollen lokale Geschäfte unterstützen, statt Riesen wie Amazon zu nutzen.

  • Die Bedeutung des Local SEO steigt.

Die Ziele des Local SEO

Local SEO soll dabei helfen, die regionalen Unternehmen in Google-Suchen sichtbar zu machen. Nur wer von Google selbst als wertvoll angesehen wird, wird auch an erster Stelle an die Kunden weiterempfohlen.

Das oberste Ziel ist die sogenannte 3-Pack Box. Sie ist die Informationsbox am Anfang von Google-Suchergebnissen, die die Informationen der drei naheliegendsten Dienstleister auflistet. Diese werden garantiert wahrgenommen und am häufigsten angeklickt. Der Betrieb, der das effektivste Local SEO betreibt und von Google als beste Wahl empfunden wird, bekommt einen Platz in der 3-Pack Box.

Fazit

Eine vollständige Suchmaschinenoptimierung lohnt sich immer. Für Unternehmen, die nur auf lokaler Ebene nach Kunden suchen, kann man aber effektiver arbeiten. Local SEO Profis nutzen gezielt die Strategien, die ein Unternehmen in Suchanzeigen zu regionalen Dienstleistern an erster Stelle anzeigen.

Dafür optimieren sie die Inhalte der Unternehmensseite und des Google My Business Profils und verteilen die Unternehmens-Kontaktdaten auf vielen hochwertigen Webseiten für Local Citations. Kunden, die nach einem Service suchen, bekommen das Unternehmen im besten Fall in dem hervorgerufenen Kasten der drei Top-Ergebnisse angezeigt. So erhöht sich die Sichtbarkeit und die Kundenneugewinnung.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet und ist heute noch u.a. im PR-Bereich tätig.
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