5 Tipps: Richtige Kleidung im Büro bei sommerlichen Temperaturen
Business-Outfits

5 Tipps: Richtige Kleidung im Büro bei sommerlichen Temperaturen

Von Nicola Schmidt
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Der Sommer ist trotz Hitze für viele einfach die schönste Jahreszeit - mit zunehmenden Temperaturen schrumpft auch die Kleidung bei Mann und Frau im Arbeitsalltag. So sind kurze Röcke und Hosen, knappe Oberteile aus vielfach luftig-halbtransparenten Stoffen überall zu sehen. Gut sieht das selten aus. Mit der Sommerhitze kommen wir ins Schwitzen mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass die Kleidung am Körper klebt. Anbei einige brauchbare Tipps.

An heißen Tagen greift der Mitteleuropäer gerne zu dünner, kurzer und enger Kleidung nach dem Motto: Je weniger Stoff, desto angenehmer. Dabei gibt es genug Länder, in denen es noch viel heißer ist, schon vergessen? In Südasien und bei den Beduinen laufen die Menschen ja auch nicht halbnackt durch die Gegend, sondern tragen weite Kleidung. Schließlich schützen Stoffe sehr gut vor Hitze, da unter weiter Kleidung die Luft besser zirkulieren kann. Außerdem sorgen die weiteren Kleidungsstücke dafür, dass der Körper kühl bleibt, im Gegensatz zu eng anliegenden Kleidungsstücken die die Hitze direkt an den Körper abgeben.

Und dennoch tragen viele Menschen hierzulande enge und knapp sitzende Kleidung, was sicherlich in vielen Fällen eher weniger vorteilhaft wirkt. Frau und Mann will ja auch mit der Zeit und somit mit der Mode gehen. Gerade im Berufsleben haben wir uns an bestimmte Kleiderregeln zu halten und deshalb ist die Outfitwahl vor dem Kleiderschrank oft eine Gratwanderung. Daher stellt sich die Frage:

1. Wie kurz darf ein Rock sein?

Im Business sind knieumspielende Rocklängen erlaubt. Das kann etwas unterhalb des Knies sein, in Kniemitte oder bis zu einer Handbreit über dem Knie, die sogenannte italienische Länge. Der Rocksaum endet idealerweise dort, wo das Bein die schlankste Stelle hat. Was im Business gilt, kann auch für die Freizeit nützlich sein. Viele Frauen greifen mit einem ultrakurzem Mini und bauchfreien Oberteilen völlig daneben. Apropos bauchfrei: Das passt nur in die Freizeit und sieht auch nur bei jungen Frauen gut aus, die einen flachen Bauch haben. Ist das nicht der Fall, zeichnen sich unschöne Gourmet-Röllchen deutlich ab.

Mit einem ultrakurzen Minirock werden nicht alle Frauenbeine vorteilhaft in Szene gesetzt. Leggings zum Minirock schaffen das auch nicht. Die superkurzen Kleider und Röcke passen zu schlanken, geraden Beinen. Bei X-Beinen kann die Knielänge vorteilhaft wirken, bei O-Beinen kann ein asymmetrisch geschnittener Rock oder ein Kleid mit Zipfeln am Saum, was unterhalb des Knies endet, gut aussehen.

Bei der Anprobe

Wenn Sie sich etwas Neues kaufen, setzen Sie sich bei der Anprobe mal hin oder gehen in die Hocke. Dann sehen Sie, wie der Rock, das Kleid, die Hose und das Shirt sitzt. Jeder Körper reagiert in Bewegung anders auf die Kleidung, als wenn wir baucheinziehend uns im Spiegel von vorne und von der Seite betrachten. Schauen Sie sich auch von hinten in den Spiegel und prüfen, ob sich Unterwäsche abzeichnet oder durchschimmert.

2. BH als Outfitfalle

Im Winter kann Frau sämtliche Minuszonen am Körper sofort durch die dicken Stoffe kaschieren. Und im Sommer? Da bringt Agent Bindegewebe so manches zum Vorschein: Das ein oder andere Röllchen am Rücken und an den Seiten schimmert durch das Oberteil durch. Jerseystoffe heben die Röllchen besonders hervor. Die meisten Frauen können davon ein Lied singen, auch die schlanken.

Ein passender BH wirkt selbst unter einem T-Shirt unsichtbar, vorausgesetzt, dass die Unterbrustweite des BH’s den Torso so umschliesst, dass er nicht einengt. Schließen Sie den BH mit dem mittleren Hakenverschluss. Die Körbchen sollten immer nahtlos mit der Brust verschmelzen, sonst bilden sich unschöne Kanten. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein nahtloses Bustier aus Mikrofaser mit eingearbeiteten Cups, die für einen perfekten Sitz und eine schöne Silhouette sorgen.

Helle Kleidung – weißer BH, oder?

Unter heller Kleidung trägt man helle Unterwäsche, so sagten schon unsere Mütter. Tatsächlich? Gerade unter heller Kleidung schimmert doch erst recht alles Helle an Unterwäsche durch, dabei spielt es keine Rolle, ob der BH unifarben ist, mit Spitze geschmückt oder ob er ein Dessin aufweist.

Im Business darf Unterwäsche nirgends zu sehen sein, schließlich soll Ihr Gegenüber Ihnen ins Gesicht schauen und nicht woanders hin. Viele Hersteller bieten mittlerweile nudefarbene Unterwäsche in verschiedensten Hauttönen an. Von ganz hell bis dunkel; auch wird zwischen Rosé- und Beigetönen unterschieden. Hier wird jeder fündig und kann seinen eigenen Hautton mit der Wäsche perfekt abstimmen. Wenn der Nudeton der Wäsche mit der Haut verschmilzt, schimmert garantiert nichts mehr durch. Zusätzlich gibt es Fixierungen für die Träger, damit sie nicht zu sehen sind. Das können Spangen sein, die die Träger zusammenziehen oder Alternativen zum Anklippen.

3. Füße im Sommer

Um Schweißfüße zu vermeiden, tragen viele Menschen im geschlossenen Schuh Füßlinge – auch im Büro. Füßlinge sind kleine Minisocken, die allerdings gar nicht unsichtbar im Schuh verschwinden, da sie immer neugierig aus dem Schuh hervor gucken. Bevor Sie Gefahr laufen, mit Strumpfblitzern herum zu laufen, dann ist es besser, barfuß den Schuh zu tragen. Mittlerweile gibt es Füßlinge mit Silikonrand an der Ferse. Die verrutschen tatsächlich nicht. Wenn die Füßlinge nur die Zehen, Sohle und Ferse bedecken, läuft man nicht Gefahr, dass Strumpf unerlaubt aus dem Schuh rutscht.

Lüften

Für „geschwitzte“ Füße gibt es Fußdeodorant oder Fußpuder.
Wechseln Sie täglich Ihre Schuhe und lassen Sie getragenes Schuhwerk über Nacht auslüften. So können sich die Schuhe erholen und Ihre Füße auch.

Geschwollene Füße

Wenn Ihre Füße an heißen Tagen anschwellen, ist es besser auf Ledersandaletten mit dünnen Riemchen zu verzichten. Dünne Riemchen schneiden sich bei der Sommerhitze schnell in die Haut ein. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch unbequem und tut ziemlich weh. Tragen Sie Lederschuhe, denn sie passen sich dem Fuß viel besser an, als ein Schuh aus Kunstleder. Der Fuß schwitzt in einem Schuh aus Kunstleder viel schneller, da das Material nicht atmungsaktiv ist. Schweißfuß lässt grüßen.

4. Kurzärmlige Hemden sind nicht praktisch

Alle Sommer wieder: Mit zunehmenden Temperaturen schrumpft die Ärmellänge der Herrenhemden. Das ist bei keinem Mann vorteilhaft, schließlich gibt es nicht umsonst den Spruch: „Kurzärmlige Hemden sind für Jungs, langärmlige Hemden für Männer.“ Trägt Mann ein langärmliges Hemd und darüber ein Sakko, so schaut die Hemdmanschette einen Zentimeter unter dem Sakkoärmel hervor. Entscheidet sich Mann nun auf einmal ein kurzärmliges Hemd mit dem Jackett zu tragen, ist der Sakkoärmel zu kurz.

Jung macht vor

Mittlerweile sind es die jüngeren Männer, die es richtig machen: Wenn es heiß draußen ist und das Hemd ohne Sakko getragen wird, wird der Hemdsärmel einfach hochgekrempelt. Für den nächsten Kundentermin wird er wieder heruntergelassen, Sakko drüber und fertig.

5. Anzughose mit Ziehharmonika

Während früher die Herrenanzughosen stets klassisch weit waren, variieren heutzutage die Schnitte auf vielfältige Weise. Junge Herren bevorzugen gerne die schmalen Anzughosen, die deutlich mit dem Saum über dem Schuh enden, so dass der Strumpf zu sehen ist. Ist die Hose allerdings zu kurz – im Umgangsjargon auch „Hochwasser“ genannt – wird das Bein optisch stark verkürzt. So kann es passieren, dass der Oberkörper länger wirkt, als das Bein. Achten Sie immer darauf, dass die Proportionen stimmen: Bein länger als der Oberkörper.

Herren, die nicht superschlank sind, weichen lieber auf die klassisch weit geschnittene Hose aus. Vielleicht wird beim Kauf oft übersehen, dass das Hosenbein viel zu lang ist. Vielleicht soll es auch nur lässig wirken. Fakt ist, dass sich am Saum unschöne Knautschfalten bilden, die wie eine Ziehharmonika aussehen. Die Hose ist zu lang! Die Anzughose sitzt richtig, wenn sich vorne auf dem Spann eine Falte bildet und wenn die Hose hinten an der Oberkante des Absatzes endet.

Ohne Strumpf in den Anzug

Manch junger Mann unbestrumpft im Businessanzug. Sicher, wer nicht gerade im Business unterwegs ist, mag das gehen. Im Geschäftsleben jedoch gilt die Faustregel: Je weniger Haut du zeigst, desto besser. Einerseits sind heutzutage viele Büros klimatisiert, andererseits wird Mann sich komisch vorkommen, wenn alle anderen Kollegen bestrumpft zum Meeting erscheinen.

Seide kühlt

Strümpfe mit Seidenanteil haben im Sommer den Vorteil, dass der Herrenfuß nicht schwitzt. Seide kühlt bei warmen und wärmt bei kalten Temperaturen. Ein glattes Webmuster wirkt elegant, ein stark geripptes sportlich. Wählen Sie die Strumpf länge immer so aus, dass beim Hinsetzen das behaarte Männerbein nicht sichtbar ist.

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Foto/Thumbnail: ©AllaSerebrina/Depositphotos.com

Über den Autor

Nicola Schmidt Nicola Schmidt ist Rednerin, Personal-Image-Profilerin und -Trainerin, ist sie die Expertin für Ihren wirkungsstarken Auftritt - auf allen Bühnen des Lebens. Die Geheimnisse der nonverbalen und verbalen Wirkung sind Ihr Steckenpferd. Sie macht aus Ihren Kunden Kompetenzträger, die wissen warum Sie erfolgreich werden und bietet hierfür maßgeschneiderte Seminare und Vorträge sowie Imagecoachings an. www.schmidt-nicola.de
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