Erfolgreich im Job – so wirkt sich das Aussehen aus
Karriere

Erfolgreich im Job – so wirkt sich das Aussehen aus

Von Carolin Fischer
Am

Der erste Eindruck zählt. Das belegen nicht nur zahlreiche Studien, jeder kann das auch bei sich selbst beobachten. Innerhalb einer Zehntelsekunde fällt das Gehirn ein Urteil über eine unbekannte Person - auch im Job. Neben Stimme, Mimik und Gestik spielt vor allem das äußere Erscheinungsbild eine große Rolle. Die richtige Frisur und die richtige Kleidung sind demnach wichtig, um bei Kollegen, Kunden und Personalern einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Laut zahlreichen Untersuchungen sind attraktive Menschen erfolgreicher im Beruf. Sie finden nicht nur schneller einen Job, sondern haben zudem größere Chancen, Karriere zu machen. Schöne Menschen sollen sogar durchschnittlich mehr Geld verdienen als jene, die weniger attraktiv sind. Der Attraktivitätsforscher Ulrich Rosar, Professor für Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, erklärt, dass Menschen unbewusst Schönheit mit positiven Eigenschaften wie Sympathie, Fleiß, Erfolg und Ehrlichkeit verbinden.

Die Auswirkungen eines gesunden Selbstbewusstseins

Des Weiteren gehen andere Forscher davon aus, dass schöne Menschen generell selbstbewusster sind. Ein gesundes Selbstvertrauen wiederum wirkt sich ebenfalls positiv auf das Gegenüber aus, denn wer selbstbewusst ist, kommt meist gut mit anderen Menschen ins Gespräch und kann sich besser verkaufen. Selbstbewusstsein kann sich zudem auf Leistung und Produktivität auswirken.

Anders sieht es aus, wenn sich attraktive Frauen auf hohe Positionen oder einst traditionelle Männerberufe bewerben. Aufgrund immer noch vorherrschender Klischees wird schönen Frauen häufig weniger Kompetenz zugestanden. Aus diesem Grund greifen Frauen bei Frisur und Kleidung gern auf Tricks zurück, die sie selbstbewusst, tough und erfolgreicher wirken lassen.

Kurze Haare: Garant für die Chefposition

Frauen mit Kurzhaarschnitt wirken seriös, intelligent und selbstbewusst. Zudem gibt es verschiedene Frisuren, die abwechslungsreich gestylt werden können. Kurze Haare stehen Frauen in jedem Alter. Wer sich nicht von seiner Mähne trennen möchte, aber einen toughen Eindruck hinterlassen möchte, entscheidet sich im beruflichen Kontext für einen Pferdeschwanz statt für offen getragene Haare.

Schlechte Karten, die Karriereleiter zu erklimmen, haben Frauen, die ihre Haare offen und gewellt tragen, da sie auf ihr Umfeld weich wirken und den Eindruck erwecken, nicht durchgreifen zu können. Frauen, die erfolgreich sein möchten, sollten neben der richtigen Frisur auch das eigene, berufliche Ziel fokussieren und die entsprechenden Kompetenzen mobilisieren.

Bei Herren gilt: Je weniger Haar, desto erfolgreicher. Es heißt, dass Männer mit Glatze von anderen als größer, athletischer und dominanter wahrgenommen werden – Eigenschaften, die dem Klischee nach eine Führungskraft ausmachen. Männer, die an Haarausfall leiden, sollten darauf verzichten, Geheimratsecken zu kaschieren, indem sie die Lücken mit den verbliebenen Haaren überkämmen. Denn solche „Überkämmfrisuren“ bewirken genau das Gegenteil: Diese Männer werden eher als schwach und wenig einflussreich wahrgenommen. Anstatt zum Kamm zu greifen, sollten sie die wenigen Haare besser komplett abrasieren. Männern mit langen Haaren werden als inkompetent wahrgenommen, da viele langes Haar mit Jugendlichkeit und wenig professionellem Verhalten in Verbindung bringen.

Ganz gleich, für welche Frisur man sich entscheidet: Wichtig ist sowohl bei Männern als auch Frauen, dass die Haare gepflegt sind. Ungekämmte Haaren wirken chaotisch, und Beobachter schließen davon darauf, wie die Person Aufgaben im Beruf umsetzt.

Dress to impress

Wer einen guten ersten Eindruck hinterlassen möchte, achtet neben der Frisur auch auf die richtige Kleidung. Je nach Branche herrschen diesbezüglich andere Regeln. Während im Finanz- oder Versicherungssektor strenge Dresscodes mit Anzug- und Kostümpflicht gelten, dürfen Mitarbeiter in anderen Branchen häufig tragen, was sie möchten. Wer allerdings Karriere machen möchte, muss generell zum richtigen Outfit greifen  – das gilt nicht nur für das Bewerbungsgespräch, sondern auch für den normalen Arbeitsalltag.

Laut einer Studie der Yale-Universität wirkt sich unangemessene Kleidung unter anderem bei Verhandlungsgesprächen schlecht auf das Ergebnis aus. Je formeller der Kleidungsstil, desto besser stehen die Chancen auf einen positiven Verhandlungsausgang. Männer, die Anzug tragen und Frauen, die Blazer tragen, bekommen mehr Respekt im Job. Allerdings ist es wichtig, dass man sich im Berufsalltag hinsichtlich der Kleidung nicht allzu sehr von den Kollegen abhebt. Tragen die anderen Mitarbeiter Blazer, ist es in Ordnung, im Kostüm oder Anzug zur Arbeit zu erscheinen. Herrscht eine lockere Atmosphäre am Arbeitsplatz und die meisten erscheinen in Jeans und T-Shirt, sollte man selbst höchstens zu Hemd oder Bluse greifen.

Auf hochwertige Kleidung setzen

Ganz gleich, welcher Dresscode am Arbeitsplatz herrscht: Eine große Rolle bei der Kleidung spielen Qualität und Sitz. So hinterlässt ein Mann in einem schlecht sitzenden, billigen Anzug garantiert einen schlechteren Eindruck als jemand, der sich für eine gut sitzende Chinohose und ein Hemd aus hochwertigen Stoffen entscheidet. Generell gilt: Die Kleidung darf weder zu groß noch zu klein sein, sie darf nicht zu locker sitzen und nicht einschnüren. Das Gleiche trifft auf die Schuhe zu: Das Schuhwerk sollte nicht abgewetzt und immer sauber poliert sein.

Dunkle, dezente Farben wie Schwarz, Blau, Braun und Grau wirken seriös. Farbe darf nur durch kleine Farbtupfer ins Spiel kommen, zum Beispiel in Form von gemusterten Socken oder einem farbigen Halstuch. Auf helles Grün, Orange und Gelb sollte allerdings auch bei Einstecktüchern oder Schmuck verzichtet werden.

Foto/Thumbnail: ©agencyby/Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Außerdem schreibt sie für verschiedene Mitarbeiterzeitschriften. Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
Zum Autorenprofil

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.