Homepage mit Mehrwert: Guter Content als Kundenmagnet
Online-Marketing

Homepage mit Mehrwert: Guter Content als Kundenmagnet

Carolin Fischer
Am

Im Zeitalter der Digitalisierung wird die Homepage zur Visitenkarte eines Unternehmens. Die Brücke zwischen dem ersten Klick und einer langfristigen Kundenbindung schlägt hochwertiger Content, der dem Besucher einen echten Mehrwert bietet. Darin liegt das größte Potenzial eines Internetauftrittes.

Die Digitalisierung hat die Weltwirtschaft revolutioniert. In nahezu allen Branchen hat das Business im Internet stark an Bedeutung gewonnen. Ohne einen repräsentativen Internetauftritt fehlt inzwischen ein wichtiger Link vor allem zu potenziellen Neukunden. Denn die Generation der Digital Natives, die die wirtschaftliche Zukunft prägen wird, wählt auf der Suche nach Geschäftspartnern vorwiegend den Weg über die Online-Recherche. Wer mit der Welt im Kontakt bleiben möchte, kommt um die Gestaltung eines aussagekräftigen Internetauftrittes kaum noch herum.

Und doch ergab eine Studie von Promio.net noch im Jahr 2016, dass rund ein Viertel der deutschen KMUs bislang noch nicht über eine eigene Homepage verfügt. Dabei gaben 93 Prozent der Befragten an, sich durchaus der zunehmenden Bedeutung der digitalen Präsenz bewusst zu sein. Hier besteht für den deutschen Mittelstand großes Entwicklungspotenzial, das neu entstandene Ressourcen ausschöpfen wird.

Viele Kriterien machen aus einer Homepage einen repräsentativen Internetauftritt, der dem Unternehmen als Aushängeschild und wertvolle Akquisemöglichkeit dienen kann. Der wohl wichtigste Hebel für eine langfristige, erfolgreiche Kundenbindung, ist hochwertiger Content, der aus einer rein plakativen Homepage ein Informationsportal macht. Ein hoher Informationsgehalt, der dem Besucher einen echten Mehrwert bietet, entwickelt Interesse, schafft Vertrauen und knüpft eine Verbindung, die auch im schnelllebigen E-Commerce Bestand haben kann.

1. Wer den Schritt in die Online-Welt geschafft hat, muss den Weg konsequent weitergehen

Eine Homepage ist rasch erstellt. Zahlreiche Baukastensysteme wie WordPress stehen auch als Open Source Lösung zur Verfügung, um dem eigenen Unternehmen mit wenigen Klicks den Web in die Online-Welt zu ebnen. Im Rahmen der Studio von Promio.net gaben rund 70 Prozent der Verantwortlichen in den befragten KMUs an, sich die Gestaltung einer Homepage für ihr Unternehmen in Eigenregie zuzutrauen. Tatsächlich ist der Weg zur eigenen Internetpräsenz mithilfe von benutzerfreundlichen Open Source Lösungen erfreulich unkompliziert und ohne große Vorkenntnisse zu bewältigen.

Interessant wird es aber vor allem im nächsten Schritt. Wenn es darum geht, die geschaffenen Strukturen mit Inhalten zu füllen, sind Fingerspitzengefühl und Engagement gefragt. Für den wirtschaftlichen Erfolg reicht es nicht aus, möglichst viele Klicks zu generieren, sondern auch, die Besucher langfristig auf der Seite zu halten. Ohne themenrelevante und interessant aufgearbeitete Inhalte ist das kaum möglich. Hochwertiger Content wird in einer Zeit, in der hochentwickelte Suchmaschinen-Algorithmen das Ranking einer Homepage festlegen, zu einem zentralen Qualitätskriterium für jeden Internetauftritt.

2. Hochwertiger Content beeinflusst den Quality Score

Damit potenzielle Kunden und Geschäftspartner ihren Weg auf die Unternehmenshomepage finden, setzen Unternehmen gerne auf geschickt konzipierte und klug platzierte Marketingstrategien. Google AdWords Kampagnen sind derzeit das meistgenutzte Tool, um Werbeanzeigen kundenwirksam abzubilden. Spezialisierte AdWords Agenturen unterstützen ihre Kunden bei der Ausarbeitung von Kampagnen, die ganz auf die Bedürfnisse potenzieller Kunden abgestimmt sind.

Eines der entscheidendsten Kriterien für den Erfolg einer AdWords-Kampagne ist die Auswahl der richtigen Keywords, die die definierte Zielgruppe zuverlässig erreichen und den Streuverlust der Anzeige minimieren. Aber Keywords sind längst nicht mehr der einzige Schlüssel zum Erfolg einer guten Marketingkampagne. „Neben den Keywords gibt es mittlerweile einen weiteren wichtigen Einflussfaktor auf die Platzierung Ihrer Anzeige auf der Ergebnisseite, den sogenannten Quality Score“, wissen die Adwords-Experten der Internet-Agentur ONMA. „Damit möchte Google bewerten, welche Relevanz eine Anzeige für die Suchmaschinennutzer haben könnte und an welchem Wochentag die Anzeige besonders gut ankommt.

Da der Suchmaschinendienst seinen Nutzer möglichst hochwertige Suchergebnisse liefern möchte, wird darüber hinaus auch die Qualität des Inhalts einer Webseite bewertet.“ Damit hat hochwertiger Content einen direkten Einfluss auf den Quality Score jeder Marketing-Kampagne und Werbeanzeige, die mit einer Unternehmenshomepage verknüpft sind. Durch diese oft unterschützte Stellschraube können Unternehmen langfristig erfolgreich Einfluss nehmen auf das Ranking ihrer Internetpräsenz und im zweiten, vielleicht noch wichtigeren Schritt, auf wesentliche Kennzahlen im Online-Marketing, wie Page Impressions, Bounce Rate, Verweildauer und das Verhältnis zwischen Unique Visits und wiederkehrenden Besuchern.

3. Guter Content muss nicht lang sein, aber zur rechten Zeit kommen

In der Schule gab es keine allgemeingültige Regel dafür, wann ein Text eine gute Note bekommt. Natürlich sollten Rechtschreibung und Grammatik solide sein, denn Fehler stören den Textfluss und beeinträchtigen die Qualität. Darüber hinaus können aber viele sehr unterschiedliche Kriterien für die Bewertung eines Textes zum Tragen kommen, die nicht zuletzt auch auf persönlichen Geschmack und verschiedenen Interpretationsansätze zurückzuführen sind.

Auch ein im Internet veröffentlichter Text sollte mit den in der jeweiligen Sprache geltenden Regeln der Rechtschreibung und Grammatik sorgfältig umgehen, damit er als professionell rezipiert werden kann. Ansonsten gelten für Online-Texte allerdings ganz eigene Regeln, die sich vor allem auf Aspekte der Benutzerfreundlichkeit, des Zeitmanagements und der Vermittlung des Informationsgehaltes beziehen.

Wie lang ein Text im Online-Bereich sein sollte, lässt sich nicht einheitlich festlegen. Grundsätzlich werden Texte mit einer Länge zwischen 300 und 500 Wörtern gerne rezipiert. Auch längere Texte können sinnvoll sein, sofern sie leserfreundlich strukturiert sind. Bei der Rezeption über den Bildschirm sind kleine Sinnabschnitte mit einer gut erkennbaren und übersichtlichen Strukturierung leichter zu lesen als lange Fließtexte. Auch die Auflockerung durch grafische Elemente ist für Online-Texte von großer Bedeutung.

Ein wesentlicher Faktor, der den Content einer Internetseite beeinflusst, ist die Zeit, zu der er rezipiert wird. Im Internet spielt die Zeit eine große Rolle. Der typische Internetkonsument wünscht sich Informationen, die optimal auf seine Suchanfrage abgestimmt sind und ihm einen größtmöglichen Informationsgehalt mit kleinem Zeitaufwand zur Verfügung stellt. Dabei kommt es auch darauf an, zu welchem Zeitpunkt der Nutzer auf den Content zugreift. Vor allem an Wochentagen während der Arbeitszeit verfügen Internetnutzer über wenig Zeit.

Kurze und prägnante Texte mit wenig komplexen grafischen Elementen zur Unterstützung der Wissensvermittlung sind hier sinnvoll. In den Abendstunden und am Wochenende nehmen sich Nutzer dagegen gerne mehr Zeit, um längeren Content zu rezipieren, neben längeren Texten auch Video- und Audiodateien mit größerem Umfang. Vor allem Neuveröffentlichungen mit aktuellem Informationsgehalt sollten deshalb in ihrem Umfang optimal auf den Veröffentlichungszeitpunkt abgestimmt werden.

4. Die Sprache der Zielgruppe sprechen

Durch die möglichst präzise Definition von Zielgruppen lässt sich der Content im Internet optimal anpassen. Wer seine Zielgruppe kennt, weiß, welche Themen und Informationen relevant sind und nicht zuletzt auch, in welcher Form sie aufbereitet werden sollten. Der Sprachjargon, in dem sich die Zielgruppe wohlfühlt, sollte auch in dem entsprechenden Content Anwendung finden, damit Texte mit dem richtigen Hintergrund rezipiert werden können.

Je nach Zielgruppe sollten Sätze länger oder kürzer sein, mehr oder weniger Fachsprache enthalten, den Leser direkt ansprechen oder neutral gehalten werden und eher kurzweilige Unterhaltung oder wertigen Content auf hohem Wissensniveau vermitteln. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt und Unternehmen sollten sich bei jedem neu zu erstellenden Content wieder fragen, welche Zielgruppe sie ansprechen möchte und wie sie die Nutzer kognitiv und emotional optimal erreichen können. So wird hochwertiger Content zu einem echten Kundenmagnet, der ein Unternehmen im digitalen Bereich langfristig nach vorne bringen kann.

Foto/Thumbnail: ©georgejmclittle/Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
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