Onlinehandel über Amazon – 3 Dinge, die Sie dabei beachten sollten
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Onlinehandel über Amazon – 3 Dinge, die Sie dabei beachten sollten

Porträtfoto von Nicklas Spelmeyer von der Spelly Trade GmbH
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Amazon ist der Platzhirsch unter den Verkaufsplattformen. Die enorme Akzeptanz bei Usern und Händlern untermauern jährlich steigende Umsätze. Wer Produkte gewinnbringend vertreiben will, der muss sich einem harten Wettbewerb stellen. In diesem Artikel werden drei Aspekte dargestellt, die für das erfolgreiche Handeln bei Amazon unverzichtbar sind.

1. Qualität und Alleinstellungsmerkmale: Zauberwörter fürs erfolgreiche Amazon-Business

Bevor Händler bei Amazon verkaufen, sollten sie sich Gedanken über die Artikel wie auch über die angestrebten Gewinne machen. Produkte anzubieten, die im nächsten 99-Cent-Laden ohne Versand erhältlich sind, ergibt keinen Sinn. Kaffeebecher, Haargummis, Scheren und Co erzielen nur Gewinne, wenn sie eine kundenorientierte Qualität aufweisen und sich von Konkurrenzprodukten abheben. Schon im Vorfeld der Angebotserstellung gilt es, das Marktgeschehen auf Amazon genau unter die Lupe zu nehmen. Tobt bereits ein erbitterter Preiskampf bei einem bestimmten Artikel, so kommen Händler auf keinen grünen Zweig.

Ein Beispiel stellen Standard-USB-Kabel dar, die gelegentlich für unter zehn Cent zu haben sind. Schuld daran ist das Überangebot. Besser sind Produkte, die unverkennbare Alleinstellungsmerkmale, auch USP genannt, haben. Dazu zählen etwa Bekleidung, Schuhe und Möbel.

Egal welcher Artikel vertrieben wird, die Qualität muss stimmen. Bei minderwertiger Ware ziehen Händler den Kürzeren. Das spiegelt sich etwa in schlechten Bewertungen wider. Fallen sie mehrheitlich negativ aus, lässt das Interesse nach, denn potenzielle Käufer sehen sich diese genau an. Selbst bei Amazon spielt die Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Einfluss darauf haben Angebotsbeschreibungen wie auch Kundenbewertungen. Fallen sie negativ aus, leidet das Ranking, gefragte Artikel landen im oberen Bereich der Suchergebnisse. Bestehen Defizite bei der Qualität, schicken Kunden beanstandete Artikel ohne Weiteres zurück. Im Rahmen des Widerrufsrechts sind Retouren problemlos möglich. Es liegt auf der Hand, dass sie nicht nur Zeit, sondern auch bare Münze kosten.

2. Der Erfolg fängt beim Einkauf an

Billig einkaufen und Waren mit Gewinn verkaufen. Das ist die Devise im Online- und Einzelhandel. Da gibts nichts dran zu rütteln. Ohne Gewinnerwartung macht kein Händler einen Handschlag. Wer sich jedoch minderwertige Artikel ins Lager stellt, der zahlt drauf. Es ist wichtig, sich an Unternehmen und Produzenten zu wenden, die Qualität zu fairen Konditionen bieten. Vom B-Ware-Verkauf aus dem Restpostenhandel ist abzuraten. Gerade im Bereich Fernost-Textilien bestehen die Posten aus vielen unterschiedlichen Einzelteilen. Sofern sie eine gute Qualität aufweisen, ließen sie sich theoretisch bei Amazon einstellen. Fällt die Designfülle jedoch zu üppig aus, sind für zahlreiche Artikel Beschreibungen und aussagekräftige Produktbilder anzufertigen. Das ist bei großen Mengen eine zeitaufwendige Angelegenheit. Optimal sind daher Produkte, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden.

3. Möglichst viele Kunden erreichen

Zielgruppen gibts auch bei Amazon. Es gilt, diese mit unverkennbaren Produkten zu bedienen. Amazon-Kunden wissen oft von vornherein, was sie erwerben möchten. Nur selten stöbern sie durch die vielen Kategorien. Waren müssen daher kurz und prägnant auf Vorzüge aufmerksam machen. Aussagekräftige Beschreibungen sollten die Alleinstellungsmerkmale in Szene setzen. Vergleichende Werbung zu Konkurrenzprodukten ist erlaubt, sie darf aber nicht zu aufdringlich ausfallen. Artikel, die in zwei oder drei Kategorien angeboten werden, erreichen viele Menschen. Produkte, die hingegen in nur einer Rubrik aufgeführt sind, schränken den Kundenkreis ein. Schuhe lassen sich abhängig von der Ausführung in Lederwaren, Outdoor- und Sportbekleidung einstellen. Haartrockner, die offensichtlich in die Elektronik-Kategorie gehören, sind unter Umständen auch bei den Kosmetikartikeln gut aufgehoben.

Foto/Thumbnail: ©istock.com/jetcityimage

Über den Autor

Porträtfoto von Nicklas Spelmeyer von der Spelly Trade GmbH

Nicklas Spelmeyer Nicklas Spelmeyer ist seit drei Jahren auf der Plattform Amazon erfolgreich als Verkäufer und berät inzwischen über 300 Kunden dabei, ihre Amazon-Präsenz zu optimieren. Sein Fokus liegt auf Marketing und Verkaufspsychologie. Spelmeyer ist außerdem Autor eines Fachbuches über Amazon-Shops und seit kurzer Zeit auch bei YouTube aktiv. www.fbaunstoppable.de/coaching
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