10 Wohlfühl-Tipps für Ihr Home-Office
Arbeiten von zu Hause

10 Wohlfühl-Tipps für Ihr Home-Office

Carolin Fischer
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Noch vor einiger Zeit erledigten die meisten Beschäftigten ihre Arbeit in den Räumlichkeiten ihres Arbeitgebers. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Home-Office an Bedeutung gewonnen und wahrscheinlich werden viele Arbeitnehmer auch im Anschluss an die Pandemie nicht dauerhaft in ihr ehemaliges Büro zurückkehren. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in diesem Artikel zehn Wohlfühl-Tipps vorstellen, welche die Arbeit im Home-Office deutlich angenehmer machen.  

Als das Home-Office mit Beginn der Corona-Pandemie zum Lebensmittelpunkt vieler Beschäftigter wurde, hätten wohl nur wenige gedacht, dass dieser Umstand auch über eineinhalb Jahre später noch Bestand hat. Doch auch heute arbeiten etliche Mitarbeiter immer noch an den meisten Tagen im eigenen Home-Office. Einige haben ihr ehemaliges Büro sogar seit Beginn der Pandemie nicht mehr gesehen. Dadurch sind allerdings auch die Anforderungen an ein Home-Office deutlich gestiegen, da sich die Mitarbeiter dort schließlich so wohl wie möglich fühlen sollten, um konzentriert arbeiten zu können. Mit den folgenden Tipps kann jeder sein Home-Office in eine Wohlfühloase verwandeln.

1. Die Beleuchtung im Home-Office

Die Beleuchtung spielt in einem Büro vor allem an verregneten, dunklen Tagen eine wichtige Rolle. Denn das Licht in einem Büro dient nicht nur der Erhellung des Raumes, sondern sorgt zudem auch dafür, dass die Augen nicht ermüden. Aus diesem Grund sollte die Beleuchtung in einem Büro dem natürlichen Spektrum des Tageslichts entsprechen, damit Sie für einen Zeitraum von acht Stunden konzentriert Ihrer Arbeit nachgehen können. Am besten geeignet sind Tisch- oder Standleuchten, da Sie für Ihren Schreibtisch ein gutes Licht mit einer Beleuchtungsstärke von 500 Lux benötigen.

2. Die richtige Belüftung

Nicht nur die Beleuchtung im Home-Office spielt eine äußerst wichtige Rolle, sondern auch die Belüftung. Denn im Gegensatz zu einem Büro muss man in dem eigenen Home-Office selbst daran denken, das Fenster von Zeit zu Zeit zu kippen oder komplett zu öffnen, um Frischluft zu bekommen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das Immunsystem, sondern auch auf die eigene Konzentration während der Arbeitszeit aus. Ob im Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter – generell sollten Sie pro Tag mindestens drei Mal, besser aber bis zu fünf Mal lüften. Dies ist auch wichtig, weil das Schimmelproblem noch hinzukommt. Denn Atmen, Schwitzen, aber auch das Gießen von Zimmerpflanzen erzeugen jede Menge Feuchtigkeit.

3. Klimatisierung im Home-Office

Sowohl in einem Büro als auch in dem eigenen Home-Office kann es an warmen Sommertagen unerträglich heiß werden. Wer auch bei derartigen Temperaturen Höchstleistungen erbringen muss, der kann sich mit der Montage eines Split- oder Multisplit-Klimasystems Abhilfe an warmen Tagen verschaffen. Dabei hat man die Wahl zwischen einer Reihe von vorgefertigten oder einer individuellen maßgeschneiderten Lösung. „Hohe Temperaturen können sich auf die Arbeitsleistung auswirken – deswegen sollten Büros im Sommer nicht die Temperatur von 26 Grad überschreiten – dies wäre auch im Home-Office erstrebenswert“, sagt Jessica Kolman, Geschäftsführerin der Klivatec GmbH.

4. Die Wahl des Schreibtisches

Die Wahl des richtigen Schreibtisches ist im Home-Office von großer Bedeutung, schließlich ist dies der Platz, an dem man viel Zeit verbringt, um seine Arbeit zu verrichten. Home-Office-Schreibtische sollten die gleichen Ansprüche an Ergonomie und Gesundheitsschutz erfüllen wie Schreibtische im Büro.

Die Größe des Arbeitstisches hängt von der Zimmergröße ab. Teilweise kann man die Tische sogar flexibel mit Rollen ausstatten, damit sie raumübergreifend einsetzbar sind. Generell sollte der Schreibtisch genügend Platz bieten, um ein bis zwei Monitore, eine Maus, eine Tastatur und diverse Unterlagen auf diesem unterzubringen. Und für eine Tasse Kaffee sollte auf dem Schreibtisch im besten Fall auch noch ein Plätzchen frei sein.

5. Der richtige Bürostuhl

Büromitarbeiter verbringen während der Arbeit etwa 8 Stunden täglich auf ihrem Stuhl. Aus diesem Grund sollte es sich bei diesem um einen ergonomischen Bürostuhl handeln, durch den der Rücken während des Sitzens entlastet wird. Andernfalls kann es mit der Zeit im Office zu starken Beschwerden wie Rücken- oder Nackenschmerzen kommen. Um diesem vorzubeugen, sollten Sie nach einer individuellen Lösung suchen. Beispielsweise ist es ratsam, eine verstellbare Sitzhöhe und Armlehnen zu wählen, für ein dynamisches Sitzen eine Synchronmechanik oder aber eine Lordosenstütze für die Wirbelsäule auszusuchen.

6. Computer oder Notebook?

Wer seine Arbeit aus dem Home-Office verrichtet, der arbeitet dort in der Regel an einem Computer oder einem Laptop des Arbeitgebers. Dieser sollte möglichst leistungsfähig und zumindest dazu in der Lage sein, die aktuellsten Office-Programme von Microsoft zu nutzen. Wer dagegen mit anspruchsvollerer Software wie Adobe Photoshop arbeitet oder Anwendungen und Webseiten programmiert, der sollte  einen etwas stärkeren Computer zu Hause stehen haben.

Die meisten nutzen im Home-Office einen Laptop, da er flexibel einsetzbar ist. Eine weitere Lösung sind All-in-one Geräte. Rechner und Monitor befinden sich in einem Gehäuse. Dadurch kann man sie bequem aufstellen und später wieder an einen anderen Ort verschieben.

7. Stabile Internetverbindung

Um überhaupt dazu in der Lage zu sein, effektiv in dem eigenen Home-Office zu arbeiten, benötigt man einen schnellen und stabilen Internetanschluss. Ohne diesen ist es nur schwer möglich, aus dem eigenen Home-Office heraus mit anderen Kollegen an demselben Projekt zu arbeiten oder sich mit diesen über einen Videocall zu unterhalten. Oft hilft es für eine bessere Verbindung, den Router in die Nähe des eigenen Computers zu stellen, da hinter dem Regal oder auf dem Fußboden die Funkstrahlen gestört werden. Auch für die IT-Sicherheit zu Hause müssen Sie selbst sorgen, denn das Firmennetzwerk im Büro hat den Vorteil, dass es Viren und Spam abhält.

8. Mehrere Bildschirme

Viele Büromitarbeiter arbeiten in der heutigen Zeit bevorzugt auf mehreren Bildschirmen. Auf diese Weise können verschiedene Anwendungen auf unterschiedlichen Monitoren angezeigt werden und Programmierer können den eigenen Code sowie die Ergebnisse von diesem gleichzeitig sehen. Auf diese Weise kann die Effektivität während der Arbeitszeit deutlich gesteigert werden und auch bei der Gestaltung von Werbemitteln oder der Erstellung von Texten zahlt sich die Verwendung mehrerer Monitore ebenfalls aus.

Ebenfalls spielt hier die Ergonomie eine wichtige Rolle: Wer seinen Monitor nicht gut auf Sitzposition und -höhe einstellen kann, der wird eine ungesunder Haltung vor dem Bildschirm einnehmen, die wiederum körperliche Schäden hervorrufen können.

9. Ablenkung reduzieren

Damit man während der Arbeitszeit nicht von äußeren Einflüssen abgelenkt wird, empfiehlt es sich soziale Netzwerke wie Facebook geschlossen zu halten und das Smartphone lautlos zu stellen. Auf diese Weise wird man nicht gestört und kann somit konzentriert arbeiten. Wenn Sie Familie mit Kindern haben, teilen Sie Ihre Arbeit so ein, dass sie für ein paar Stunden Zeit für ihren Job haben. Das bedeutet, die Kinder sollten beschäftigt beziehungsweise beaufsichtigt sein, damit Sie nicht abgelenkt werden. Auch Hausarbeit ist in Ihrer Arbeitszeit tabu, diese sollte generell in der freien Zeit erledigt werden.

10. Gönnen Sie sich Freizeit

Im Home-Office besteht die Gefahr, dass sich Arbeits- und Privatleben miteinander vermischen. Für die Gesundheit ist es allerdings nicht förderlich, den ganzen Tag unter Stress zu stehen oder für die Kollegen erreichbar zu sein. Denn das kann nach einer Weile zu Depressionen, einer Überbelastung oder im schlimmsten Fall zu einem Burnout führen. Darum sollte man sich auch im Home-Office die nötige Freizeit gönnen, während der man etwas abschalten und sich auf andere Dinge konzentrieren kann. Am besten Sie teilen sich die Arbeit so ein, dass Sie Zeiten haben, die Sie mit Ihrem Job am Schreibtisch verbringen und solche, bei denen Sie entsprechende Pausen zwischendurch einbauen.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto/Inside Creative House

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet und ist heute noch u.a. im PR-Bereich tätig.
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