So lassen sich Farben und Formen in den sozialen Medien nutzen
Unternehmenskommunikation

So lassen sich Farben und Formen in den sozialen Medien nutzen

Porträtfoto von Louis Victor, Designer
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Bilder sagen mehr als Worte. Farben, Formen und Beziehungen in Bildern nehmen wir auf einer Ebene wahr, die Worte nicht erreichen. Denn Menschen sind stark visuell geprägt – wie sie geprägt sind, hängt aber auch stark vom Alter und von der sozialen Herkunft ab. Anbei 7 Tipps, wie Sie Farben und Formen in den sozialen Medien nutzen können.

Aber es muss nicht immer gleich ein Bild sein. Rot wird als Wärme, Leidenschaft, Aufregung oder Gefahr wahrgenommen. Blau wirkt dagegen eher kühl und seriös, oft bringen wir die Farbe unbewusst mit Wasser in Verbindung. Es gibt gute Gründe, warum Bio-Siegel rund und grün sind und warum Rabatte und Sonderaktionen in Rot oder gelb dargestellt werden. Anbei 7 Tipps, wie Unternehmen Farben und Formen in den sozialen Medien noch besser einsetzen können.

1. Zielgruppengerecht agieren

Während junge Leute gerade TikTok für sich entdeckt haben und auch Snapchat noch gerne bespielen, ist die mittlere Generation eher bei Facebook und Instagram zu finden. Über WhatsApp erwischt man alle und B2B-Kommunikation funktioniert über XING und LinkedIn ganz gut. Das sind die Basics. Aber was hat das nun mit Design zu tun? Auch das Design muss zielgruppengerecht gewählt sein. Denn wie genau Farben und Formen wirken, unterscheidet sich nach Altersgruppe, Einkommen, Bildungsstand. Sogar die Stärke der Wirkung ist unterschiedlich. Trendfarben beispielsweise kommen bei jungen, designorientierten Menschen besser an. Die ältere Zielgruppe lässt sich eher von dezenten, etablierten Farben verführen. Generell ist es wichtig, die Farbensprache in den jeweiligen Medien zielgruppengerecht zu nutzen.

2. Glaubwürdig bleiben

Die Farbwahl sollte auf das jeweilige Medium und die Zielgruppe abgestimmt sein – aber Unternehmen müssen sich trotzdem treu bleiben. Denn User wollen heute Zuverlässigkeit. Deshalb sollten sich Unternehmen in Sachen Design auf keinen Fall verbiegen, nur um der Zielgruppe gerecht zu werden. Viele Unternehmen legen ein Corporate Design fest. Darin sind verschiedene Farbtöne und ihre Nuancen enthalten, die sich wie ein roter Faden durch die Unternehmenskommunikation ziehen. Und alles ist Unternehmenskommunikation: Produkte und Dienstleistungen gehören genauso dazu wie die Beiträge in sozialen Medien, Werbekampagnen und Geschäftspost, die Kleidung der Angestellten und das Firmengebäude. Farben und Formen dürfen für die sozialen Medien etwas abgewandelt und angepasst werden, der übrigen Kommunikation widersprechen dürfen sie aber nicht.

3. Bilder sagen mehr als Worte

Die Einleitung hat es eigentlich schon vorweggenommen: Warum sollten Unternehmen immer nur mit Text kommunizieren? Menschen sind viel zugänglicher für alle Arten von visuellem Inhalt. Vom Cartoon bis hin zu Infografiken, Erklärvideos und Fotografien kommt alles besser und schneller an als Text. Wichtig: Nur gute Fotos dürfen verwendet werden. Denn leider bleiben auch schlechte Bilder länger im Gedächtnis als Text. Content sollte so abwechslungsreich und vor allem so bildlich wie möglich aufbereitet werden. Das heißt nicht, dass Text nicht sein darf. Er sollte nur geschickt eingesetzt und mit visuellen Inhalten verbunden werden.

4. Kommunikation ist immer wechselseitig

Es reicht nicht, wenn Unternehmen regelmäßig gute Beiträge in den sozialen Medien veröffentlichen. Kommunikation kommt erst dann zustande, wenn die User darauf reagieren. Das kann in Form von Kommentaren und Rückfragen sein, kann aber auch über ein Like oder Folgen sein. Unternehmen müssen diese Form der Kommunikation ermöglichen. Und das passiert nicht erst in den sozialen Medien, sondern bereits auf der Website des Unternehmens. Social Media Buttons sollten unter jedem Beitrag zur Interaktion einladen, die Icons gehören dazu. Die Beiträge der User müssen vom Unternehmen beachtet werden. Der Sinn der sozialen Medien ist Interaktion. Und die ist nur gegeben, wenn Rückfragen beantwortet, Kommentare rückkommentiert und weiter Informationen gegeben werden.

5. Content ist das Zahlmittel im Netz

Das Wort Content ist in aller Munde. Aber was ist Content eigentlich? Man könnte es als Inhalt übersetzen, aber das wäre zu kurz gegriffen. Im Netz ist alles Content, zumindest alles, was verbreitet wird. Und es zählt nur, was verbreitet und empfohlen wird. Content ist das, was Unternehmen Reichweite bringt. Visueller Content, das heißt Bilder und Videos, generiert mehr Traffic, mehr Reichweite, mehr Conversions als Texte. Und da sind wir wieder am Anfang angelangt: Visuelle Informationen werden auf einer unbewussten Ebene extrem schnell verarbeitet. Deshalb ist es wichtig, bei der Erstellung von Bildern und Videos immer die komplette Designsprache zu beachten. Farben und Formen dürfen dem eigentlichen Bildinhalt nicht entgegenwirken und müssen die Unternehmensbotschaft unterstreichen.

6. Wiederholung ist angesagt

Der Mensch braucht etwa sieben Wiederholungen über einen Zeitraum von mehreren Jahren, bis er eine Tätigkeit oder einen Sachverhalt wirklich verinnerlicht hat. Die Lehrpläne der Schulen bauen auf dieser Erkenntnis auf, sogar der Profisport nutzt dieses Wissen. Und Unternehmen? Beiträge in sozialen Medien wirken nur, wenn sie regelmäßig erscheinen. Damit Unternehmen positiv im Gedächtnis bleiben, sollte es wenigstens ein Beitrag wöchentlich sein, besser ist einer am Tag. Erscheint der immer zur gleichen Uhrzeit, kommt das bei den Usern noch besser an. Und bleibt besser im Gedächtnis.

7. Gutes Design wird nie schlecht

Und guter Content auch nicht. Deshalb wird geraten, Inhalte immer mehrfach zu nutzen. Content kann ganz oder teilweise als Text, als Infografik, als Video und als Checkliste in einem Kurzratgeber auf verschiedenen Kanälen erscheinen. Dazwischen sollten immer etwa 5 bis 7 Tage liegen. Das spart Zeit und Ressourcen und macht den Content langlebiger. Wichtig ist allerdings, dass sich die Botschaft des Contents mit den verschiedenen Medien nicht verändert, sondern konsistent bleibt. Wie das Design, das in Formen und Farben die Botschaft des Inhalts noch einmal im Unterbewusstsein der User verankert.

Fazit: Gut durchdachter und designter Content ist besser als jede Marketing-Kampagne

Informationsgehalt alleine tut es nicht: Auch sehr gute Informationen und wertvolle Inhalte gehen heute leicht im werblichen Hintergrundrauschen des Internets unter. Farben und Formen, die geschickt gewählt und auf den Inhalt des Contents abgestimmt sind, machen Unternehmen und ihre Informationen für die User besser wahrnehmbar.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto/Stock Depot

Über den Autor

Porträtfoto von Louis Victor, Designer

Louis Victor Louis Victor ist Designer, Buchautor, Content Creator auf Instagram und Tiktok und Master of Arts, im wörtlichen sowie akademischen Sinne. Seit über zehn Jahren ist er Experte im Bereich Design, unter anderem für Social Media und hat bereits vielen Unternehmen zum Erfolg verholfen. Louis Victor hat klein angefangen und sich Stück für Stück zum Erfolg gearbeitet, heute sitzt er im Bewertungsteam des CCI, weil er seiner Leidenschaft für Design gefolgt ist. https://www.storybaker.de/
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