6 Anzeichen, dass Sie Ihr aktueller Job krank macht
Auf Warnsignale achten

6 Anzeichen, dass Sie Ihr aktueller Job krank macht

Porträtfoto von Sascha Reinhard von use2connect.app
Am

Viele sind nicht wirklich zufrieden mit ihrem Job. Trotzdem erwägen nur wenige von ihnen eine berufliche Veränderung, weil sie ein Einkommen benötigen und versuchen, sich mit ihrer Unzufriedenheit zu arrangieren. Welche Anzeichen verdeutlichen, dass ein Jobwechsel bei Ihnen anstehen sollte?

Permanente Unzufriedenheit und Belastung im Job führen irgendwann zu körperlicher und psychischer Erkrankung. Anbei einige Signale, die Sie davor warnen, dass Ihr aktueller Beruf auf Dauer krank macht.

1. Kein gutes Arbeitsklima

Wenige Faktoren sind so entscheidend für einen erfüllenden Job wie das Betriebsklima. Ist der Kontakt mit den Kollegen herzlich, macht die Arbeit viel mehr Spaß. Wenn es aber ungelöste Konflikte gibt, die immer mal wieder für Streit sorgen oder es sogar Mobbingvorfälle gibt, ist jeder Weg zur Arbeit ein kleiner Leidensweg. Wenn die Konflikte nicht durch eine offene Aussprache gelöst werden können und auch die Vorgesetzten nicht zur Hilfe eilen, ist es Zeit, über eine berufliche Veränderung nachzudenken. Ein schlechtes Arbeitsklima bringt am Ende nur Verlierer hervor. Nicht nur die Arbeitszufriedenheit, auch die Arbeitsleistung leidet unter unter einem schlechten Arbeitsklima, wie Studien belegen.

2. Keine Ziele und Perspektiven

Es kann sich sehr positiv auf die Arbeitszufriedenheit und die Leistungsbereitschaft auswirken, wenn Sie das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun. Das kann schon dann der Fall sein, wenn Sie einem Kunden helfen konnten. Noch besser ist es, wenn Sie konkrete Ziele antreiben, die Sie erreichen möchten. Vielleicht gibt es ein Projekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt und das Sie gerne in Ihrem Unternehmen etablieren möchten. Vielleicht haben Sie auch genaue Vorstellungen, welche höhere Position in der Firma oder Behörde Sie eines Tages bekleiden möchten. Immer dann, wenn man ein Ziel vor Augen sieht, wird unsere Motivation gefördert.

Das Gegenteil ist der Fall, wenn solche Anreize fehlen. Dann stellt sich irgendwann das Gefühl ein, dass alles, was man täglich macht, letztlich sinnlos ist. Zunächst leiden Ihr Engagement, Ihre Motivation und Ihre Zufriedenheit unter dieser Perspektivlosigkeit. Auf lange Sicht kann Sie diese Unzufriedenheit krank machen.

3. Keine Abwechslung

Die gefühlte Zeit am Arbeitsplatz vergeht sehr viel schneller, wenn Sie spannende Aufgaben haben, knifflige Probleme lösen musst oder neue Dinge einstudieren dürfen. Dann vergeht die Zeit wie im Fluge, und vielleicht freuen Sie sich sogar schon ein wenig darauf, am nächsten Tag mit der Arbeit weitermachen zu können. Wenn die Arbeit stumpfsinnig ist und wenig bis keine Abwechslung bietet, kommt Ihnen der Tag ungleich länger vor. Monotone Arbeit kann sogar Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns haben.

Der Geist benötigt Aufgaben und Herausforderungen, um gefesselt zu sein. Wenn es diese Herausforderungen nicht gibt, verlieren Sie irgendwann die Lust an der Arbeit. Schlimmer noch ist es, wenn Ihre Bitten um Abwechslung bei bei Ihren Vorgesetzten auf taube Ohren stoßen und sich niemand für Ihre Ideen zu interessieren scheint. Dann kommt zu dem Mangel an Abwechslung noch ein Mangel an Wertschätzung hinzu. Wenn das der Fall ist, sollten Sie überlegen, ob Sie noch den richtigen Job haben.

4. Keine echte Erholung

Die nötige Erholung setzt bei vielen Beschäftigten nicht automatisch dann ein, wenn die Arbeitszeit vorbei ist und sie nach Hause gehen. Oftmals kreisen die Gedanken weiter um den Job. Vielleicht gibt es eine unangenehme Aufgabe, die vor einem liegt, vielleicht gab es einen Konflikt mit einem Vorgesetzen oder einem Kollegen. Eine echte Erholung ist auf diese Weise nicht gegeben. Besser wäre es, auch gedanklich abzuschalten und Zeit mit der Familie, Freunden und Hobbies zu verbringen. Wenn das nicht gelingt und Sie auch in Ihrer Freizeit häufig bange Gedanken bezüglich der nächsten Aufgaben im Job haben und den Sonntag nicht genießen können, weil die neue Arbeitswoche vor Ihnen liegt, ist es Zeit für eine berufliche Veränderung.

5. Kein Wohlbefinden

Im schlimmsten Fall ist es schon so weit gekommen, dass die Unzufriedenheit im Job sich in psychischen und körperlichen Beschwerden ausdrückt. Das können Magenschmerzen sein oder Schlafstörungen. Im Einzelfall sind diese Anzeichen vielleicht harmlos, aber wenn diese Beschwerden immer wieder auftreten, sollten Sie ihnen auf den Grund gehen. Wenn die Belastung im Beruf der Auslöser ist, muss die berufliche Situation überdacht werden. Das kann eine Versetzung in eine andere Abteilung oder an einen anderen Standort sein oder ein kompletter Neuanfang bei einem anderen Arbeitgeber. Aber die Gesundheit ist wichtig, um man sollte sie nicht dauerhaft vernachlässigen.

Fazit

Nicht bei jedem der hier dargestellten Warnsignale muss sofort ein Jobwechsel erfolgen. Manchmal hilft bereits eine offene Aussprache, um die Situation am Arbeitsplatz und die Arbeitszufriedenheit zu verbessern. Vielleicht kann auch eine Auszeit in Form einer Kur oder eines Sabbatjahres genommen werden und sich dadurch die Freude an der Arbeit wieder erhöhen. Wenn aber eins oder mehrere dieser Anzeichen dauerhaft die Freude, Motivation und auch die Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen, sollten Sie auf eine berufliche Veränderung drängen.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto/grinvalds

Über den Autor

Porträtfoto von Sascha Reinhard von use2connect.app

Sascha Reinhard Sascha Reinhard ist Gründer und Kopf hinter der App use2connect, mit der er den digitalen Stellen- und Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren revolutionieren möchte. Durch ein völlig neues Konzept über das Menschen, die sich in ihrem Leben umorientieren wollen, völlig anonym und angstfrei berufliche Alternativen suchen und finden können. https://use2connect.app/
Zum Autorenprofil

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Themenspecial: Outsourcing