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Project Director der decarbXpo / Messe Düsseldorf

Malte Seifert: „Ein guter Plan erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit enorm”

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Energiekosten-Reduktion und Dekarbonisierung sind aktuell große Herausforderungen für energieintensive Betriebe im deutschen Mittelstand. Als Project Director für die decarbXpo bei der Messe Düsseldorf berichtet Malte Seifert im Interview über den Status Quo in Sachen Dekarbonisierung in mittelständischen Unternehmen und welche Fehler auf dem Weg zur Klimaneutralität unbedingt vermieden werden sollten.

Herr Seifert, Sie sind seit dem 1.8.2022 bei der Messe Düsseldorf als Project Director für die Expo for Decarbonized Industries > Energy Storage (decarbXpo) verantwortlich. Bitte erklären Sie unseren Lesern, worum es bei dieser Messe geht und wie Entscheider aus dem Mittelstand durch einen Besuch der Veranstaltung profitieren können?

Malte Seifert

Malte Seifert (37)  kümmert sich als Project Director bei der Messe Düsseldorf GmbH als führender Kopf neben der decarbXpo um die Messen GIFA, METEC, THERMPROCESS und NEWCAST.

Die decarbXpo ist die erste Messe, die sich vollkommen auf Energiekosten-Reduktion und Klimaschutz in Industrie und Gewerbe konzentriert. Entscheider erhalten auf der Veranstaltung vom 20. bis 22. September in Düsseldorf Informationen und Impulse, um passende Maßnahmen und Lösungen für ihre Unternehmen zu identifizieren. Dafür haben wir unter anderem zwei Foren mit spannenden Vorträgen organisiert, sowohl von etablierten Anbietern sowie von diversen Start-ups. Die Vortragsthemen reichen von Energiemanagement über Digitalisierung bis hin zur Automatisierung. Weiterführend zeigen auf der Messe zahlreiche Aussteller ihre Innovationen, Technologien und Services, über die man sich aus erster Hand informieren kann. Zusätzlich werden parallel drei Fachkonferenzen zu den Themen Wasserstoff bzw. Power-to-X, zu klimafreundlich produzierten Metallen sowie Forschung und Entwicklung im Bereich Energiespeicher stattfinden.

Für welche Branchen ist das Thema Dekarbonisierung besonders relevant und warum? 

Auf einzelne Branchen würde ich das Thema nicht eingrenzen wollen, denn es zieht sich sprichwörtlich durch alle Wirtschaftsbereiche. Es besteht ein immenser Handlungsbedarf für Unternehmen mit einem hohen Energiekostenanteil sowie auch für große Unternehmen, die sich dazu verpflichtet haben, ihre Energieeffizienz zu optimieren oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben dazu gezwungen werden. Aber auch Unternehmen, die in der Öffentlichkeit stehen oder von einem guten Image bei ihren Kunden profitieren, müssen sich um den Klimaschutz Gedanken machen. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo sich keine Branche dieser Entwicklung verschließen kann.

Wie ist der Status Quo in Sachen Dekarbonisierung im deutschen Mittelstand? Wo besteht Handlungsbedarf?

Viele Unternehmen sind bereits sehr aktiv. Sie überwachen ihren Energieverbrauch, elektrifizieren ihre Fahrzeugflotte, nutzen energieeffiziente Maschinen oder erneuerbare Energien – sei es in Form eigener Anlagen oder durch Einkauf von grünem Strom zum Beispiel im Rahmen von Power Purchase Agreements. Aber es gibt auch noch gewaltige Potenziale, die es zukünftig zu heben gilt. Beispielsweise kann man durch den Einsatz von Energiespeichern in Verbindung mit erneuerbaren Energien sowohl Emissionen als auch Energiekosten senken. Ein Beispiel dafür ist die Lastspitzenkappung, die sich in vielen Betrieben schnell amortisiert. Dafür bieten unsere Aussteller Lösungen an. Auch im Bereich der industriellen Wärme, die bisher weniger im Fokus stand als die Nutzung von Strom, gibt es zunehmend Innovationen, die ebenfalls auf der decarbXpo vorgestellt werden.

Welche Fehler sollten Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität vermeiden?

Ein guter Plan ist kein Garant für Erfolg, aber er erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit enorm. Das gilt aus meiner Sicht auch für den Weg zur Klimaneutralität. Unternehmen sollten daher prüfen, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge und in ihrem individuellen Fall besonders effizient sind. Häufig spielen bei der Technologieauswahl auch andere Gesichtspunkte eine Rolle, die die Technologieauswahl beeinflussen. Zum Beispiel kann ein Batteriespeicher die Versorgungssicherheit erhöhen, indem er Netzstörungen überbrückt. Das ist dann ein Zusatznutzen, der nicht direkt mit der Dekarbonisierung zu tun hat, jedoch mit Hilfe eines Speichers erschlossen wird. Aber unabhängig davon, welchen Weg ein Unternehmen wählt: Auf der decarbXpo finden Entscheider sowohl die passenden Beratungsleistungen für einen ganzheitlichen Ansatz als auch innovative Lösungen, mit denen man in die Dekarbonisierung einsteigen kann.

Bildnachweis: ©istockphoto.com/Lame Photographer

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