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Wandlungsfähigkeit ist zentraler Erfolgsfaktor deutscher Weltmarktführer

Von Onpulson Redaktion
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In Zeiten des technologischen Umbruchs ist Wandlungsfähigkeit für Unternehmen überlebenswichtig. Das beweisen deutsche Weltmarktführer, die ihre Stellung nicht zuletzt ihren Veränderungen verdanken: 84 Prozent dieser Unternehmen haben sich allein in den vergangenen drei Jahren einem größeren Veränderungsprozess unterzogen.

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Wenn sich die Innovationsstrategie wandelt, wirkt sich das auf die Produktpalette aus: 70 Prozent der Weltmarktführer haben ihre Angebote kürzlich verändert. Foto: ©mirexonlife/Depositphotos.com

Das zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Staufen über Wandlungsfähigkeit, für die insgesamt 210 deutsche Unternehmen befragt wurden, die entweder in ihrer Branche oder ihrem Segment zu den Weltmarktführern zählen.

Treiber dieser Veränderungen ist nicht zuletzt die digitale Transformation, auch das zeigt die Studie „Best Strategy 2018: Was deutsche Weltmarktführer besser machen“, die heute vor 400 Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen des „BestPractice Day 2018“ in Darmstadt vorgestellt wird. Neu ausgerichtet haben die Weltmarktführer demnach vor allem ihre Innovationsstrategie, acht von zehn Unternehmen beschreiten hier andere Pfade als in der Vergangenheit. „Die Unternehmen müssen auf die rasanten Veränderungen der Märkte reagieren. Güter werden digitaler, die Innovationszyklen immer kürzer. Wer seinen Spitzenplatz halten will, muss sein Unternehmen künftig anders führen, um es kreativer und agiler aufzustellen“, erklärt Wilhelm Goschy, Vorstand der Staufen AG.

Wenn sich die Innovationsstrategie wandelt, hat dies entsprechende Auswirkungen auf die Produktpalette. 70 Prozent der Weltmarktführer haben ihre Angebote in jüngster Zeit deutlich verändert. Allerdings agieren sie dabei weitgehend im Vertrauten. „Neue Geschäftsmodelle erschließen noch vergleichsweise wenige Unternehmen. Selbst bei den Weltmarktführern sind es nicht einmal die Hälfte“, so Goschy. Auch die naheliegende Erweiterung des bestehenden Portfolios um neue digitale Serviceleistungen wurde bisher nur bei 47 Prozent der Betriebe angegangen.

Wandlungsfähigkeit auch zukünftig unbedingt gefragt

Den ganz großen Schritt in die Zukunft haben die befragten Unternehmen daher noch vor sich. Das ist ihnen selbst durchaus bewusst. Um weiterhin erfolgreich zu sein, nehmen aus Sicht der Studienteilnehmer Industrie-4.0-Lösungen einen zentralen Stellenwert ein. Im eigenen Haus betrifft das zum Beispiel die weitere Digitalisierung und Autonomisierung von Prozessen und Produktionsabläufen. Von der Bedeutung dieser Ansätze sind 82 Prozent der Branchenführer überzeugt. Darin unterscheiden sie sich nur geringfügig von den Unternehmen, die in einzelnen Branchensegmenten globale Spitzenpositionen besetzen.

Deutlich differenzierter stellt sich das Bild dar, wenn nach Industrie 4.0 im Produkt- und Dienstleistungsbereich gefragt wird. Hier glauben 87 Prozent der Branchenbesten an eine herausragende Bedeutung für ihre künftigen Erfolge – aber nur zwei Drittel der Weltmarktführer in den Segmenten. „Unter den Spitzenunternehmen für einzelne Branchensegmente finden sich vielfach Zulieferer vergleichsweise einfacher Teile“, erklärt Staufen-Vorstand Goschy diese Diskrepanz. „Sieht man von einfachsten mechanischen Produkten ab, kann sich auf Dauer kaum ein Anbieter dem Sog von Industrie 4.0 entziehen. Selbst vermeintlich simple Systeme können häufig um digitale Serviceleistungen erweitert werden. Und die Erwartungen an solche Lösungen werden steigen.“

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