Erfolg im Beruf

Wie das Aussehen die berufliche Karriere beeinflusst

Von Onpulson Redaktion
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"Kleider machen Leute" - so heißt es nicht nur im Volksmund. Diese Weisheit gilt auch im Büro. Viele Studien stellen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Aussehen eines Menschen und seinen Karrierechancen her. Besonders in Deutschland spielen die optischen Eindrücke von einem Bewerber eine besonders große Rolle.

Schönheit macht sich im Job auch bezahlt: Menschen mit sehr gutem Aussehen verdienen im Schnitt sogar 10 Prozent mehr als wenig attraktive Mitarbeiter.

Attraktive Menschen verdienen mehr

Viele Menschen sind der Ansicht, dass in der Arbeitswelt nur fachliche Qualitäten zählen und als alleinige Faktoren darüber entscheiden sollten, wie hoch jemand auf der Karriereleiter aufsteigen kann. Tatsächlich sieht die Realität an manchen Stellen aber anders aus, denn das Äußere eines jeden Menschen hat auch Einfluss auf die beruflichen Chancen. Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) kam bereits vor mehr als fünfzehn Jahren zu dem Schluss, dass ein gutes Aussehen auch den wirtschaftlichen Erfolg eines Menschen steigert.

Zahlreiche andere Studien kommen zu einem ähnlichen Ergebnis und bestätigen den Zusammenhang zwischen beruflichem Erfolg und Attraktivität. Gutes Aussehen scheint heutzutage sogar noch viel stärker ins Gewicht zu fallen. Ein Grund hierfür ist laut Forschern in erster Linie die zunehmende Bedeutung des Visuellen in westlichen Gesellschaften. Deutlich wird dies anhand des sogenannten „Halo-Effekts“ (zu dt. Heiligenschein-Effekt). Menschen, die wir als gutaussehend betrachten, geben wir einen Vertrauensbonus und schreiben ihnen automatisch auch gute fachliche Kompetenzen zu – auch wenn dies vielleicht gar nicht gerechtfertigt ist.

Ein gepflegtes Äußeres und eine passende Garderobe

Doch was macht gutes Aussehen überhaupt aus? Grundsätzlich liegt die Schönheit bekanntermaßen im Auge des Betrachters und stellt eine subjektive Bewertung dar. Dennoch gibt es allgemeine Faktoren oder Merkmale, die die Mehrheit als „schön“ empfindet. Dazu gehören beispielsweise ein gepflegtes Erscheinungsbild, eine ebenmäßige Haut, ein symmetrisches Gesicht, gute Körperproportionen und eine angemessene und gute Kleidung. Auch die Größe spielt eine Rolle: Männer, die größer sind als 1,82 Meter, verdienen im Schnitt knapp sechs Prozent mehr als durchschnittlich große Männer. Bei Frauen ist die Körpergröße zwar nicht so ausschlaggebend, dafür wirken bei ihnen überdurchschnittlich lange Beine attraktiv. Das Optimum liegt bei zehn Prozent über dem Normalmaß – zu lange Beine erscheinen wiederum als stelzig.

Größere Frauen haben es dafür nicht immer leicht, passende Outfits zu finden, denn insbesondere Kleider aus dem stationären Handel sind für sie häufig zu kurz geschnitten. Dank entsprechender Anbieter aus der Modebranche können heutzutage jedoch auch große Frauen von den aktuellen Modetrends profitieren.

Gerade in der Businesswelt ist eine gute Garderobe entscheidend. Zwar sind Ausbildung, Talent und Ehrgeiz immer noch die Grundlage für den beruflichen Erfolg, doch der richtige Dresscode im Büro kann dabei helfen, von den Kollegen, Kunden und Chefs positiver wahrgenommen zu werden. Je weiter oben man auf der Karriereleiter steht, desto höher sind in der Regel auch die Ansprüche an das äußere Erscheinungsbild. Gedeckte Farben wie Dunkelblau oder Anthrazit sowie klassische Schnitte gehören hier zum guten Ton. Wer in einer Führungsposition tätig ist, sollte vor allem auch in qualitativ hochwertige Stoffe und gutsitzende Kleidungsstücke investieren.

Gutes Aussehen nicht immer von Vorteil

Entgegen des allgemeinen Trends muss gutes Aussehen im Berufsleben aber nicht immer von Vorteil sein. Attraktive Frauen in typischen Männerberufen haben es beispielsweise deutlich schwerer als weibliche Mitarbeiterinnen, die weniger gut aussehen. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen sind sie vielen Vorurteilen ausgesetzt und müssen ihre fachlichen Kompetenzen stets aufs Neue beweisen. Darüber hinaus haben Studien auch gezeigt, dass attraktive Bewerber in Einstellungsprozessen nicht immer gleich gute Chancen haben. Gutaussehende Männer werden in der Regel bevorzugt eingestellt, während es attraktive Frauen nur bei männlichen Chefs leichter haben. Von anderen Frauen werden sie dafür seltener angestellt, insbesondere dann, wenn diese selbst weniger attraktiv sind.

Bildrechte/Thumbnail: Flickr Man in a Suit Amtec Photos CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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